"Natürlich hat jeder Triathlet Kona als großes Ziel"

Kurzdistanzler Frederic Funk sicherte sich beim Ingolstadt Triathlon den Deutschen Meistertitel über die Mitteldistanz. Wir haben mit dem 20-Jährigen nach seinem Sieg gesprochen.

Von > | 21. Juni 2018 | Aus: SZENE

Frederic Funk, Sieger des Ingolstadt Triathlon.

Frederic Funk, Sieger des Ingolstadt Triathlon.

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Frederic Funk, wie sieht Ihr Alltag zwischen Uni, Training und Familie so aus?
Meistens habe ich morgens vor der Uni die erste Trainingseinheit. Schwimmen oder Laufen – je nach Plan. Ich studiere nicht in Vollzeit, das heißt, dass ich an den Nachmittagen häufig frei habe. Hier stehen dann 1–2 weitere Einheiten an, auch mal eine lange Radeinheit, wobei wir diese meistens auf die Wochenenden legen. Im Alltag bleibt damit nicht so viel Zeit für andere Dinge, dafür verbringe ich meine Semesterferien häufig längere Zeit bei meiner Familie. Hier habe ich gute Möglichkeiten zu trainieren und auch mal die ein oder andere Ausfahrt mit meinem Vater zu machen.

Können Sie schon verraten, wie der Rest der Saison aussehen wird?
Es stehen noch zwei Bundesliga-Wettkämpfe an. Die Deutschen Meisterschaften in Düsseldorf und der Wettkampf in Münster. Nachdem wir in der bisherigen Saison gute Leistungen mit dem Triathlon Team Witten gezeigt haben, wollen wir bei den deutschen Meisterschaften das Treppchen ins Visier nehmen. Dann ist im August der Frankfurt City Triathlon, ein tolles Event, an dem ich immer gerne teilnehme. Eventuell noch einmal eine Mitteldistanz Ende August, Anfang September, da weiß ich aber noch nichts Konkretes. Auf jeden Fall werde ich im Oktober an der Challenge Sardinien teilnehmen. 

Legen Sie den Fokus in den nächsten Jahren stärker auf die längeren Strecken?
Langfristig soll mein Ziel die Mittel- beziehungsweise Langdistanz sein und natürlich hat da jeder Triathlet Kona als großes Ziel. Kurzfristig sehe ich meine Zukunft aber auf der Sprint- und olympischen Distanz. Hier kann ich meine Stärken ausbauen und Wettkampferfahrung sammeln.

Wo liegt im Training grad Ihr Fokus?
Das größte Potenzial gibt es mit Sicherheit im Schwimmen. Dort bin ich nur richtig gut, wenn ich im Windschatten schwimme. Insgesamt gibt es hier viele kleine Stellschrauben, an denen noch gearbeitet werden kann. Ich habe viel bessere taktische Möglichkeiten, wenn ich im Schwimmen schon einen guten Start habe. Dann kann ich das Rennen von Anfang an mitbestimmen.