Anti-Doping-Programm für verbesserte Ermittlungsarbeit

Die Athletics Integrity Unit (AIU) und die World Marathon Majors-Organisation (WMM) haben eine neue Anti-Doping-Initiative auf ermittlungstechnischer Basis vorgestellt. Diese bezieht sich bislang nur auf den Laufsport.

Von > | 12. April 2019 | Aus: SZENE

Das Anti-Doping-Programm von AIU und WMM soll darauf abzielen, insbesondere die Ermittlungsmöglichkeiten zu optimieren.

Das Anti-Doping-Programm von AIU und WMM soll darauf abzielen, insbesondere die Ermittlungsmöglichkeiten zu optimieren.

Foto >Dmitrii Balabanov | Dreamstime.com

Die AIU wurde im Jahr 2017 durch die IAAF (International Association of Athletics Federations) gegründet und führt die Arbeit der Anti-Doping-Abteilung der IAAF fort. Sie arbeitet seither eng mit der WMM-Organisation zusammen. Die World Marathon Majors umfassen sechs der populärsten Marathons weltweit in Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York. 

Spitzenathleten sollen in den Fokus gerückt werden

Die AIU führte im vergangenen Jahr eine umfassende Analyse der doping- und betrugsbezogenen Riskiken der Leichtathletik durch und entwickelte daraufhin das nun vorgestellte Anti-Doping-Programm, das insbesondere die Spitzenathleten verstärkt in den Fokus rücken soll. Die Ermittlungsmethoden sollen sicherstellen, dass die richtigen Athleten zur richtigen Zeit getestet werden, heißt es in einer Pressemitteilung von SCC Events, dem Veranstalter des Berlin Marathons. 

Für die WMM stehe die Integrität des Marathon- und Straßenlaufsports im Vordergrund. Sie habe demnach ein gesteigertes Interesse daran, die Anti-Doping-Arbeit voranzutreiben. Deshalb unterstützen sie das neue Programm, um die investigativen Maßnahmen auszubauen.