Nieschlag verpasst Sieg um eine Sekunde

Beim Europa-Cup-Finale in Portugal haben die deutschen Athleten überzeugt: Justus Nieschlag verpasste den Sieg nur hauchdünn im Endsprint. Auch Lena Meißner sicherte sich den zweiten Platz.

Von > | 29. Oktober 2018 | Aus: SZENE

Knapp daneben ist auch vorbei: Justus Nieschlag muss sich im Zielsprint um nur eine Sekunde dem Belgier Marten Van Riel geschlagen geben.

Knapp daneben ist auch vorbei: Justus Nieschlag muss sich im Zielsprint um nur eine Sekunde dem Belgier Marten Van Riel geschlagen geben.

Foto >European Triathlon Union

Zum Saisonabschluss der europäischen Triathlonsaison gab es für die deutschen Athleten noch einmal Grund zu feiern. Wobei speziell bei Justus Nieschlag nicht ganz klar sein dürfte, ob er sich über seinen zweiten Platz freuen kann, oder sich in erster Linie über den verpassten Sieg ärgert. Beim Europa-Cup-Finale über die Sprintdistanz im portugiesischen Funchal präsentierte sich der zur Zeit beste deutsche Kurzdistanzler in starker Verfassung, nachdem er in jüngerer Vergangenheit noch mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte.

Nachdem Nieschlag in der Spitzengruppe schwamm und fuhr, absolvierte er die abschließenden fünf Kilometer in 14:56 Minuten. Und fast hätte diese starke Laufzeit auch für den Gesamtsieg gereicht - wenn da nicht Marten Van Riel gewesen wäre. Der Belgier behielt in einem packenden Endsprint, bei dem sich Nieschlag und Van Riel beide ins Ziel stürzten, ganz knapp die Nase vorn und sicherte sich den Sieg in einer Zeit von 52:16 Minuten, während Nieschlags offizielle Zeit eine Sekunde langsamer war. Platz drei ging an den Franzosen Anthony Pujades, der nach 52:35 Minuten die Ziellinie überquerte. Die jungen deutschen Nachwuchsathleten Wilhelm Hirsch, Scott McClymont und Lennart Sievers belegten die Plätze 33, 35 und 39. Alle Ergebnisse und Einzelsplits des Rennens gibt es hier.

Lachende Sieger: Marten Van Riel gewinnt vor Justus Nieschlag und Anthony Pujades.

Lachende Sieger: Marten Van Riel gewinnt vor Justus Nieschlag und Anthony Pujades.

Foto >European Triathlon Union

Meißner mit starkem zweiten Platz

Auch beim Frauenrennen gab es deutsche Erfolg zu verzeichnen: Die erst 20-jährige Lena Meißner zeigte ein starkes Rennen in allen Disziplinen und hielt sich beim Schwimmen und Radfahren in der Spitzengruppe auf, bevor sie sich beim Laufen mit einer Zeit von 16:50 Minuten den zweiten Platz sichern konnte. Geschlagen geben musste sich die Nachwuchsathletin nur der Russin Alexandra Razarenove, die 14 Sekunden vor Meißner mit einer Endzeit von 56:51 Minuten ins Ziel kam. Komplettiert wurde das Podium durch Yuliya Yelistratova, die im Zielsprint knapp Lena Meißner unterlag. Anja Knapp knapp schaffte es mit einer Zeit von 58:05 Minuten ebenfalls in die Top 10 und landete auf dem neunten Rang. Lina Völker, die dritte deutsche Starterin, beendete das Rennen auf Position 26.