Nils Frommhold feiert Comeback

Nach langer Verletzungspause greift Nils Frommhold am kommenden Wochenende wieder ins Renngeschehen ein. Auch Florian Angert, Christian Kramer, Patrick Dierksmeier und Marcus Herbst starten in Schweden.

Von > | 5. Juli 2018 | Aus: SZENE

Nils Frommhold gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback beim Ironman 70.3 Jönköping.

Nils Frommhold gibt nach langer Verletzungspause sein Comeback beim Ironman 70.3 Jönköping.

Foto >Nils Flieshardt / spomedis

Die deutschen Hoffnungen auf einen Sieg beim Ironman 70.3 in Jönköping könnten am kommenden Sonntag in Erfüllung gehen, denn gleich 13 Athletinnen und Athleten aus der Bundesrepublik stürzen sich in den Binnensee Munksjön. Der Fokus liegt besonders auf Nils Frommhold, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gibt. 2017 musste der 31-Jährige beim Ironman auf Hawaii das Rennen vorzeitig beenden – und startet in Jönköping in die Saison 2018. Doch auch auf Florian Angert, Dritter bei "The Championship" in Samorin und Christian Kramer, Dritter des Ironman 70.3 in Lathi am vergangenen Wochenende, sollten im Wettstreit um eine Podiumsplatzierung ein ernstes Wörtchen mitreden. Bei Florian Angert darf man gespannt sein, ob er seine herausragende Radperformance aus der Slowakei, mit der er Überbiker wie Lionel Sanders und Sebastian Kienle auf Distanz halten konnte, auf den welligen 90 Kilometern wiederholen kann.

Deutsche Triathleten im Vorteil

Unbedingt auf der Rechnung haben sollte man auch die beiden Deutschen Patrick Dirksmeier und Marcus Herbst. Dirksmeier reist mit Rückenwind nach seinem Sieg beim Indeland-Triathlon über die Mitteldistanz (3:42:42 Stunden) an, während Herbst seine Fähigkeiten bereits im Mai beim Ironman 70.3 Aix en Provence bei seinem fünften Platz unter Beweis stellte. Ebenfalls am Start: Per Bittner, der bisher eine glücklose Triathlonsaison verlebte. Das deutsche Aufgebot ist groß, aber auch die internationale Konkurrenz mit Pieter Heemeryck (BEL), Matt Trautman (RSA) und Daniel Fontana (ITA) wollen einem deutschen Podium einen Strich durch die Rechnung machen. Heemeryck schrammte bei "The Championship" nur haarscharf an einem Platz auf dem Treppchen vorbei, Trautman und Ex-Kurzdistanzler Fontana könnten beide für eine Überraschung gut sein – die erforderliche Leistungsfähigkeit bringen sie mit.

Im Vergleich zu den Herren sind die Damen etwas unterrepräsentiert: Die Hamburgerin Leonie Konczalla startet als einzige deutsche Athletin ins Rennen. Favoritin auf den Sieg ist die Olympiazweite von 2012, Lisa Norden (SWE). Auch Asa Lundström könnte den Heimvorteil nutzen und ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Ambitionen auf das Podium dürften außerdem Kimberley Morrison (GBR) und Alice Hector (GBR) haben.