Philipp, Beranek und Stein vor Saisonstart in Spanien

Der Ironman 70.3 Marbella wird zum Schaulaufen der Deutschen: Unter anderem Markus Rolli, Boris Stein und Andreas Dreitz messen sich im Männerrennen, Anja Beranek, Daniela Sämmler und Laura Philipp in dem der Frauen.

Von > | 25. April 2018 | Aus: SZENE

Laura Philipp

Laura Philipp

Foto >Peter Jacob / spomedis

Wenn Mallorca rief, dann kamen die Deutschen. Das galt auch im Ironman 70.3 über mehrere Jahre hinweg. Für die Triathlonprofis hält der Wettkampf auf Mallorca im Jahr 2018 allerdings keine Preisgelder und Punkte mehr bereit. Die hat der Veranstalter stattdessen dem Ironman 70.3 Marbella zu Gute kommen lassen, der am Wochenende seine Premiere feiert. Und wie sich zeigt, kommen die Profis zum Saisonstart immer noch gerne nach Spanien - und zwar nicht nur, aber vor allem auch aus Deutschland.

Dreitz, Stein, Rolli - oder ein anderer?

Sagenhafte rund 60 Meldungen verzeichnet allein das Profi-Feld der Männer beim Ironman 70.3 Marbella, und neun dieser Meldungen stammen aus Deutschland. Mit dabei sind auch einige der heißesten Sieganwärter: So tritt Andreas Dreitz als dreimaliger Mallorca-Sieger nicht nur mit einigen Vorschusslorbeeren an, sondern nach seinem verkorksten Saisonauftakt im Rahmen der Challenge Rom vermutlich auch mit dem unbedingten Willen, es diesmal besser zu machen. Im Weg steht ihm in Boris Stein allerdings ausgerechnet ein Landsmann, der im neuen Sportjahr auch einen neuen Ansatz wählt: Stein hatte sich in den vergangenen Saisons meist schon Anfang April sein Hawaii-Ticket beim Ironman Südafrika gesichert, doch in diesem Jahr steigt der frischgebackene Familienvater erst Ende April mit einer Mitteldistanz in die Saison ein, die er mit einer Top-Fünf-Platzierung auf Hawaii krönen will. Auch Markus Rolli wäre in Marbella der Sieg zuzutrauen: Der 26-Jährige, der von Lubos Bilek trainiert wird und im vergangenen Jahr beispielsweise Zweiter beim Ironman 70.3 Kraichgau wurde, ist ein ausgemachter Spezialist für anspruchsvolle Radkurse wie den in Spanien - und agiert zudem seit einigen Monaten als Vollprofi. Auch Johannes Moldan, Markus Thomschke und Christian Kramer könnten an guten Tagen Kandidaten für eine Podestplatzierung sein. Zudem haben der Ex-Läufer Felix Hentschel, Tobias Drachler und Alexander Schilling für das Profirennen gemeldet.

Mit der Startnummer 1 geht aber ein Brite ins Rennen: David McNamee, Sieger des Ironman 70.3 Mallorca im Vorjahr, wurde in Marbella die Ehre dieser prestigeträchtigen Startnummer zuteil. Der Brite ist ein exzellenter Schwimmer und Läufer, weshalb die Deutschen wohl versuchen müssen, ihn auf dem Rad möglichst weit zu distanzieren. Je nach Tagesform könnten zudem auch Romain Guillaume (FRA), Jens Petersen-Bach (DEN), Offroad-Spezialist Ruben Ruzafa, Miquel Blanchart (ESP), Timothy van Houtem, Kenneth Vandendriessche (beide BEL) und Manuel Küng in den Kampf um die Topplatzierungen eingreifen.

Dreikampf zwischen Philipp, Beranek und Sämmler?

Nicht ganz so umfangreich und auch in der Spitze dünner besetzt ist das Profifeld der Frauen. Was nicht heißt, dass es hier langweilig würde. In Laura Philipp, Anja Beranek und Daniela Sämmler haben nämlich gleich drei deutsche Profi-Damen mit Podest-Ambitionen gemeldet, die in Marbella zudem auch alle ihren Saisoneinstand geben werden. Die Dritte der Ironman-70.3-Weltmeisterschaften, Laura Philipp, ist schon seit einigen Tagen vor Ort und besichtigte an ihrem 31. Geburtstag die Radstrecke - die der Heidelbergerin offenbar wie ein Geschenk vorgekommen ist. "Gut gemacht, Ironman", freute sich Philipp anschließend auf ihrem Instagram-Account über den anspruchsvollen Kurs. Allerdings spielen solche Kurse auch Daniela Sämmler und Anja Beranek als guten Radfahrerinnen in die Karten.

Die Britin Emma Pallant, die ebenfalls auf der Startliste steht, hat erklärt, wegen einer beim Ironman Südafrika erlittenen Wadenverletzung nicht in Marbella an den Start zu gehen. Stattdessen trifft das deutsche Trio unter anderem auf Alexandra Tondeur, Sofie Goos (beide BEL), Celine Schärer (SUI), Natalie Seymour (GBR), Dopingsünderin Lisa Hütthaler (AUT) und Charlotte Morel (FRA).