Laura Philipps nächster Streich?

Laura Philipp gilt nach ihrem dritten Platz bei der 70.3-WM als Top-Favoritin, doch der Start der 30-Jährigen ist aufgrund eines Infekts fraglich. Bei den Männern hat Ronnie Schildknecht gute Sieg-Chancen.

Von > | 15. September 2017 | Aus: SZENE

Laura Philipp

Laura Philipp

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Am kommenden Wochenende findet die Premiere des Challenge Davos Festivals statt. Am Samstagvormittag starten zunächst die Teilnehmer der olympischen Distanz und sammeln 850 positive Höhenmeter auf der mit 25 Kilometer verkürzten Radstrecke, die von der Flüela Passstrasse hoch bis zum Hospiz führt – und zurück. Das Highlight ist das Rennen über die Mitteldistanz am Sonntag. Zuerst werden zwei Runden im Davosersee geschwommen (1,9 Kilometer), gefolgt von dem 50-Kilometer-Radabschnitt, bei dem der Flüelapass je einmal von beiden Passseiten bezwungen wird. Der Wendepunkt ist in Susch im Engadin. Anschließend wird der Davosersee viermal umlaufen.

Wetterlage macht Probleme

Probleme bereitet derzeit die Wetterlage. Alpine Landschaft bedeutet nämlich auch alpine Wetterverhältnisse - und die sind vor Ort derzeit nicht besonders warm. Extraschichten (u.a. eine zweite Badekappeneben) werden vom Veranstalter empfohlen. Sofern die Lufttemperatur jedoch unter null Grad fällt, wird nicht gestartet. Bei zwölf Grad Wassertemperatur wird anstelle des Schwimmens 4,7 Kilometer (olympische Distanz) oder 5,5 Kilometer (Mitteldistanz) gelaufen.

Die Challenge Davos könnte zum Härte- und Kältetest für die Profis werden. Top-Favoritin Laura Philipp kämpft derzeit allerdings mit anderen Problemen. Nach ihrem dritten Platz bei der 70.3 WM in Chattanooga (Tennessee) und einer wegen Hurrikan Irma unplanmäßig verlängerten Rückreise von dort hatte sich die 30-Jährige einen Infekt eingehandelt, sodass ihr Start derzeit fraglich ist. Stattdessen dürfen sich Lisa Roberts aus den USA und die beiden Österreicherinnen Sylvia Gehnböck und Lisa-Maria Dornauer gute Chancen auf eine vordere Platzierung ausrechnen. Aus den eigenen Reihen werden Lena Berlinger und Kathi Wolff versuchen, bei Abwesenheit von Laura Philipp die deutsche Fahne hoch zuhalten.

Mit den Lokalmatadoren Ronnie Schildknecht und Sven Riederer sind im Männerrennen zwei Top-Triathleten am Start, wobei Riederer zugleich Mitorganisator des Events ist. Zum Favoritenkreis zählt neben den Kurzdistanzler David Bishop aus Großbritannien und Marc Buckingham auch der Deutsche Florian Angert. Aber auch der Österreicher Thomas Steger, ein ausgemachter Bergspezialist, könnte gute Chancen auf eine Podestplatzierung haben.