Raelert in Australien, Rolli in Thailand

Die Millionenjagd zieht die meisten Triathletenaugen nach Bahrain - doch auch in Australien und Thailand sind am Wochenende einige starke Profis aktiv. Die Rennen im Überblick.

Von > | 24. November 2017 | Aus: SZENE

Michael Raelert bei der Challenge Samorin 2017.

Michael Raelert bei der Challenge Samorin 2017.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Obwohl die Aussicht auf Millionenprämien für Javier Gomez und Daniela Ryf viel Aufmerksamkeit nach Bahrain zieht, gibt es an diesem Wochenende auch auf anderen Kontinenten hochklassige Triathleten im Renneinsatz. Eines dieser Rennen trägt - wie das Rennen in Bahrain auch - sogar den Titel einer Kontinentalmeisterschaft, was den Wettkampf hinsichtlich des Preisgelds und der Qualifikationspunkte für Ironman- und Ironman-70.3-Weltmeisterschaften für die Profis besonders attraktiv macht.

Raelert und Moldan gegen Australien

Beim Ironman 70.3 Western Sydney geht es nämlich um die "Asia-Pacific-Championship" im Ironman 70.3 Neben einem großen Aufgebot an Australiern wollen dabei auch zwei Deutsche ihren Hut in den Ring werfen: Das Duo Johannes Moldan und Michael Raelert, die zuletzt mehrere Wochen gemeinsam in Thailand trainiert und nun auch zusammen die Reise nach Australien angetreten haben, wollen Down Under um Punkte und Preisgeld kämpfen. Nur eine Woche nach seinem Sieg beim Laguna Phuket Triathlon muss sich Raelert dabei unter anderem mit Dan Wilson, Tim Reed, Jake Montgomery, Luke McKenzie, Sam Appleton und Craig Alexander (alle AUS) messen. Zudem haben unter anderem Braden Currie (NZL) und TJ Tollakson (USA) gemeldet.

Kurz nach ihrem zweiten Rang beim Ironman Malaysia trainiert zudem auch Mareen Hufe in Australien und hat für den Wettkampf gemeldet. Obwohl sie ohnehin bereits sehr aussichtsreich im Rennen um die Hawaii-Startplätze für 2018 liegt, will die Deutsche 2017 noch einmal nachlegen. Auf der Startliste stehen aber einige ernstzunehmende Konkurrentinnen: Annabel Luxford, Melissa Hauschildt (beide AUS), Rachel Joyce (GBR), Amelia Watkinson (NZL), Liz Blatchford (AUS), Lauren Brandon (USA) und Haley Chura (USA) haben sich für das Rennen angekündigt.

Duffy sagt ab

In der Spitze etwas dünner ist das Profi-Feld in Thailand besetzt. Ein paar vielversprechende Namen stehen aber auch da am Start, wenn Markus Rolli eine Woche nach dem - wohl auch wegen Jetlag-Problemen - verkorksten Laguna Phuket Triathlon den nächsten Renn-Anlauf wagt. Timothy van Berkel (AUS), Guy Crawford (NZL), Braden Currie (NZL), Massimo Cigana (ITA) und Alberto Casadei (ITA) haben für den Wettkampf gemeldet.

Im Frauenrennen hat die Hauptattraktion dagegen abgesagt: Die ITU- und Xterra-Weltmeisterin Flora Duffy (BER) hatte sich für einen Ausflug auf die Mitteldistanz angekündigt, hat diese Pläne nach ihrem Sieg beim Island House Triathlon aber vorerst auf Eis gelegt. Kate Bevilaqua Crawford (AUS), Sylvia Gehnböck (AUT), Dimity Lee Duke (USA), Laurel Wassner (USA) und Eimear Mullan (IRL) gehören in ihrer Abwesenheit zu den Favoriten.