Raelert und Philipp mit Siegchancen in Österreich

Bei seinem ersten Härtetest in diesem Jahr trifft Michael Raelert in St. Pölten auf ein stark besetztes Feld. Bei den Frauen will Laura Philipp ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Von > | 23. Mai 2018 | Aus: SZENE

Wie schlägt sich Michael Raelert bei seinem Saisoneinstieg in Österreich gegen die starke Konkurrenz?

Wie schlägt sich Michael Raelert bei seinem Saisoneinstieg in Österreich gegen die starke Konkurrenz?

Foto >Marc Sjoeberg / www.ingokutsche.de

Am Sonntag wird es beim Ironman 70.3 St. Pölten spannend: Obwohl Nils Frommhold, Andreas Böcherer und Maurice Clavel, die Top 3 des vergangenen Jahres, alle auf einen Start verzichten, ist der Sieg eines deutschen Athleten nicht ausgeschlossen. Denn Routinier Michael Raelert gibt bei der Mitteldistanz in Österreich seinen Saisoneinstieg. Auf seinen Start beim Ironman 70.3 St. George Anfang Mai musste der amtierende Ironman-70.3-Europameister kurzfristig aufgrund von Wadenproblemen verzichten. Nun scheint dem ersten Härtetest des Jahres nichts mehr im Weg zu stehen: „Ich bin unheimlich aufgeregt. Ich glaube, dass ich im Schwimmen auf einem hohen Niveau bin und dadurch eine gute Ausgangsposition haben kann, wenn es auf dem Rad zur Sache geht. Die Form insgesamt passt. Aber Training und Wettkampf auf höchstem Niveau sind immer zwei unterschiedliche Dinge. Endlich geht die Saison los" sagt Michael Raelert vor dem Wettkampf am Sonntag. Das Startaufgebot in St. Pölten kann sich sehen lassen. Ruedi Wild aus der Schweiz ist einer der Mitfavoriten um den Sieg, nachdem er bereits früh im Jahr beim Ironman 70.3 Dubai Dritter wurde und sich beim Ironman Texas den siebten Platz sicherte. Erfahrungsgemäß ist der Schweizer auf der Mitteldistanz stärker einzuschätzen als auf der Langstrecke. 

Hinzu kommt Thomas Steger, der bei seinem Heimrennen noch eine Rechnung offen hat: In den beiden vergangenen Jahren landete Steger in St. Pölten auf dem undankbaren vierten Platz. An einem guten Tag ist dem Österreicher aber ohne Weiteres auch der Sieg zuzutrauen. Auch Giulio Molinari, der vor einigen Wochen die Challenge Riccione für sich entscheiden konnte, und Will Clarke, der durch den dritten Platz beim Ironman Texas auf sich aufmerksam machte, sind mit von der Partie und wollen sicherlich ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Auch Österreicher Michael Weiss, der zuletzt beim Ironman 70.3 St. George hinter Lionel Sanders und Sebastian Kienle auf Rang drei landete, ist für das Rennen gemeldet.

Außerdem gibt es eine Reihe von Athleten, denen der Sprung auf das Podium zuzutrauen ist: Dazu gehören sicherlich Florian Angert, der beim Triathlon in Buschhütten mit dem zweiten Platz auf der olympischen Distanz überzeugte, und Johann Ackermann, der beim Ironman Texas zum ersten Mal in seiner Karriere unter der 8-Stunden-Marke landete und ein weiteres Mal mit einer sagenhaften Radleistung verblüffte. In Person von Christian Kramer, Markus Thomschke, David Breuer, Markus Liebelt, Philipp Mock, Lukasz Wojt, Christopher Hettich, Stephan Trettin und Henry Beck noch neun weitere deutsche Athleten auf der Startliste. 

Verteidigt Laura Philipp ihren Titel? 

2017 strahlte Laura Philipp in St. Pölten pure Dominanz aus und gewann das Rennen mit fast zehn Minuten Vorsprung. Durch ihren Sieg beim Ironman 70.3 Marbella vor einigen Woche bewies sie, dass sie auch in diesem Jahr in Österreich wieder diejenige sein wird, die es zu schlagen gilt. Konkurrenz bekommt Philipp durch Anja Beranek, die ebenfalls in Marbella gestartet ist und Rang vier belegte. Eva Wutti belegte erst am vergangenen Wochenende in Barcelona beim Ironman 70.3 den dritten Platz, steht aber auch in St. Pölten auf der Startliste. Mit Helle Frederiksen (DNK) ist eine weitere Athletin dabei, die Laura Philipp das Rennen erschweren könnte. Außerdem sind Celine Schärer (SUI), Bianca Steurer und Lisa Hütthaler (beide AUT) Podiumsplatzierungen zuzutrauen. Als dritte deutsche Athletin ist Carolin Lehrieder für das Rennen gemeldet.