Regensburger Veranstalter meldet Insolvenz an

Die Challenge Regensburg findet 2018 nicht statt: Nach wochenlangen Streitigkeiten mit Namen- und Lizenzgeber Challenge hat der Rennveranstalter Insolvenz angemeldet.

Von > | 27. Dezember 2017 | Aus: SZENE

In Regensburg wird es 2018 wohl keinen Langdistanztriathlon geben.

In Regensburg wird es 2018 wohl keinen Langdistanztriathlon geben.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Für Triathleten, die trotz der Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen noch in Veranstalter Tom Tajsich und seine PureEndure Event GmbH & Co. KG vertraut haben, endet das Kalenderjahr 2017 mit einer herben Enttäuschung: Wie die "Mittelbayrische Zeitung" meldet, ist die Challenge Regensburg endgültig Geschichte. Die Veranstalter haben demnach nach juristischen Streitigkeiten mit der "Challenge Family" am Freitag vergangener Woche Insolvenz angemeldet. Ob den noch angemeldeten Athleten ihre Startgelder zurückgezahlt werden, ist noch unklar und liegt nun wohl in der Hand des Insolvenzverwalters.

Vorausgegangen waren der Absage Uneinigkeiten vor allem zwischen Regensburg-Veranstalter Tom Tajsich und Challenge-Chef Zibi Szlufcik, die Tajsich in einem Interview mit dem Portal triathlon-szene.de öffentlich gemacht hatte: Tajsich wollte sein Langdistanzrennen um eine Mitteldistanz ergänzen, um das Rennen finanziell lukrativer zu gestalten. Szlufcik lehnte das ab - angeblich, so heißt es aus Regensburger Kreisen, damit seinem eigenen Rennen, der Challenge Walchsee, keine Starter abhanden kommen. Tajsich führte dennoch ein Mitteldistanzrennen ein, allerdings unter anderem Label, woraufhin die "Challenge Family" mit einer Pressemitteilung reagierte, wonach man dem Regensburger Rennen wegen geschäftsschädigenden Verhaltens die Challenge-Lizenz entziehe. Tajsich erklärte damals kurz nach Bekanntgabe der Challenge-Entscheidung gegenüber tri-mag.de, er "werde das Rennen trotzdem durchziehen, so oder so." 

In den vergangenen Wochen stritten beide Parteien vor Gericht aber weiter. Im Raum stand auch die Frage, ob im August 2018 in Regensburg auch ohne Challenge-Label ein Langdistanztriathlon stattfinden darf, da der entsprechende Vertrag mit der Stadt Regensburg wohl ausdrücklich für ein Challenge-Rennen geschlossen worden war. Ein wegweisendes Urteil war für den heutigen 27. Dezember erwartet worden - seit Insolvenzanmeldung des Veranstalters am Freitag stellen sich diese Fragen nun aber gar nicht mehr.

Die Websites der Challenge Regensburg und der Mitteldistanz wurden bereits vom Netz genommen bzw. leiten auf die Website der "Challenge Family" um. Die Facebook-Seite der Challenge Regensburg gibt es zwar noch, ein Statement an Athleten und Interessenten fehlt dort fünf Tage nach Anmeldung der Insolvenz aber noch.