Revanche in Münster: Buschhütten mit Lührs und Hewitt

Zwischen Roth, Frankfurt und Hamburg findet auch dieses Wochenende Triathlon auf Spitzenniveau auf deutschem Boden statt. Münster ist der Austragungsort des dritten Wettkampftags der 1. Triathlon-Bundesliga 2018. Bei der Junioren-Europameisterschaft in Estland hat der DTU-Nachwuchs lediglich Außenseiterchancen.

Von > | 19. Juli 2018 | Aus: SZENE

Triathlon auf Spitzenniveau im \"Stadthafen I\" in Münster.

Triathlon auf Spitzenniveau im "Stadthafen I" in Münster.

Foto >Foto: DTU/ Jo Kleindl

Ein Jahr nach der fesselnden Premiere kehrt die 1.Triathlon-Bundesliga ins westfälische Münster zurück. Am kommenden Sonntag ist der Stadthafen I erneut Schauplatz für die Sprintdistanz über 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.

Dreikampf bei den Damen

Das Team um den Serienmeister Buschhütten konstituiert sich im Frauen-Wettbewerb aus einem erfahrenen Quartett um Vorjahressiegerin Andrea Hewitt (NZL). Gemeinsam mit Anna Maria Mazzetti (ITA), Emmie Charayron (FRA) und der Britin Lucy Hall soll Hewitt die Tabellenführung zurückholen. Die SG Triathlon Witten wird allerdings versuchen, einen Buschhüttener Erfolg zu verhindern. Die Hamburg-Starterinnen Anja Knapp und Bianca Bogen sowie Anabel Knoll und Charlotte Ahrens gehen für das Team aus dem Ruhrgebiet an den Start. Auch das Schwalbe Team Krefelder KK, zuletzt Sieger in Düsseldorf, will mit den beiden Australierinnen Gillian Backhouse und Tamsyn Moana-Veale – wieder um den Sieg mitmischen. Um 14 Uhr fällt im Stadthafen der Startschuss für die insgesamt 56 Damen.

Buschhütten gegen Team Saar

Nach fünf Jahren riss am zweiten Bundesliga-Wettkampftag, der vor drei Wochen in Düsseldorf stattfand, eine Rekord-Siegesserie im Wettbewerb der Männer. Das KiologIQ Team Saar machte das Rennen vor dem EJOT-Team aus Buschhütten. Angeführt vom Deutschen Meister Lasse Lührs und Anthony Pujades (FRA) wollen die Siegerländer in Münster die Machtverhältnisse wieder gerade rücken. Ein Wörtchen um den Tagessieg mitreden dürfte auch das Team Triathlon Potsdam, das in der Gesamtwertung aktuell nur zwei Zähler hinter dem Tabellenführer aus Buschhütten liegt. Mit einem Wasserstart werden die 80 Athleten am Sonntag um 15:30 Uhr auf die Strecke geschickt.

DTU-Junioren gegen die Besten Europas

Schon am kommenden Freitag treten die DTU-Junioren von Bundestrainer Thomas Moeller bei den Triathlon-Europameisterschaften in Tartu (Estland) an. Bei den Damen (8:00 Uhr) messen sich Sophie Rohr, Tanja Neubert und Franca Henseleit (alle Nürnberg) sowie die neue Deutsche Meisterin, Mala Schulz (Bergisch-Gladbach), mit dem Besten was der europäische Triathlon derzeit in den Jahrgängen 2002 bis 1999, sowie in den Eliteklassen zu bieten hat. 65 Athletinnen aus 26 Nationen haben für das Rennen über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) gemeldet - darunter Titelverteidigerin Kate Waugh aus Großbritannien.

Auch bei den Männern (10:00 Uhr) werden vier DTU-Starter ins Rennen gehen. Moritz Horn (Berchtesgaden), Tim Hellwig, Chris Ziehmer (beide Saarbrücken) und Giulio Ehses (Potsdam) treffen auf 59 Konkurrenten aus 23 Nationen. Vasco Vilaca (POR), der Europameister von 2017, ist nicht am Start. Für Tim Hellwig sieht der Bundestrainer realistische Chancen, sich mit einer Top-Ten-Platzierung für die Junioren-Weltmeisterschaften im September an der Gold Cost (Australien) zu qualifizieren. Für den Rest des Kaders geht es wohl vorwiegend darum, Wettkampferfahrung gegen die internationale Konkurrenz zu sammeln. Die letzten EM-Medaillen für deutsche Triathlon-Junioren erkämpften 2016 Lisa Tertsch und Lena Meißner. Die beiden gewannen in Lissabon (POR) Silber und Bronze. Bei den Männern war zuletzt Lasse Lührs 2015 in Genf erfolgreich

Anabel Knoll, Lena Meißner und Caroline Pohle gehen für die DTU am Nachmittag im Elitefeld der Damen ins Rennen. Maximilian Sperl, Linus Stimmel und Lars Pfeifer stehen im Männerrennen am Start. In erste Linie wird es für die Athleten darum gehen, Erfahrung in einem hochklassigen Startfeld zu sammeln. Im Kampf um die Medaillen kommt den deutschen Athleten die Rolle der Außenseiter zu.