Riesler peilt malaysischen Hattrick an

Noch vier Rennen über die volle Distanz bietet Ironman in diesem Kalenderjahr. Beim letzten in Asien, dem Ironman Malaysia, kämpft Diana Riesler um ihren dritten Sieg in Folge. Konkurrenz bekommt sie allerdings sogar aus der Heimat.

Von > | 10. November 2016 | Aus: SZENE

Diana Riesler

Diana Riesler

Foto >Michael Rauschendorfer / tri-photography.com

Mit dem Ironman Malaysia verbindet Diana Riesler eine besondere Beziehung. Im Jahr 2008 hat sie dort ihren ersten Ironman bestritten - und ist, nachdem der Wettkampf zwischenzeitlich einige Jahre lang nicht stattfand, im Jahr 2014 als Profi zurückgekehrt. Die anspruchsvolle Radstrecke spiele ihr in die Karten, auch mit der dort herrschenden Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit hat Riesler offenbar wenig Probleme. Denn die beiden jüngsten Austragungen des Rennens konnte die Thüringerin für sich entscheiden und schickt sich nun an, den Hattrick perfekt zu machen. Gelingt ihr der dritte Streich in Folge, würde die Deutsche mit der Australierin Belinda Granger gleichziehen, die mit drei Siegen zwischen 2008 und 2010 Rekordsiegerin bei dieser Veranstaltung ist.

Hufe, Beck und Schink gemeldet

Einen Monat nach dem Ironman Hawaii ist das Feld der Konkurrentinnen für Riesler quantitativ zwar erwartbar dünn, ungefährlich ist es aber nicht. Vor allem die Britin Laura Siddall könnte Riesler Probleme machen, ist sie doch, ähnlich wie die Deutsche, eine gute Radfahrerin und solide Läuferin. Auch Mareen Hufe könnte in Malaysia zumindest im Kampf um das Podest ein Wörtchen mitzureden haben - und an einem richtig guten Tag vielleicht sogar noch mehr erreichen. Ähnliches gilt auch für die Dänin Tine Holst, die in Deutschland lebt und in diesem Jahr mit ihrem Sieg beim Ironman Lanzarote nachwies, dass ihr anspruchsvolle Kurse liegen. Auch Lauren Parker (AUS) könnte im Kampf um das Tages-Podest eine Rolle spielen. Das deutsche Aufgebot im weiblichen Profifeld komplettiert Lina-Kristin Schink.

Nur ein Deutscher versucht sein Glück im Profifeld der Männer - und dort hat Henry Beck Aussichten auf seine erste Top-Ten-Platzierung bei einer Langdistanz. Geschenkt gibt es die aber nicht: In Fredrik Croneborg (SWE), Alberto Casadei (ITA), Ritchie Nicholls und Harry Wiltshire (beide GBR), Jeremy Jurkiewicz, Anthony Costes (beide FRA) und Marcel Zamora (ESP) haben nämlich mehrere Top-Athleten gemeldet, die es allesamt mindestens auf Podestplatzierungen abgesehen haben dürften.