Riesler zum Vierten, Hufe erneut Zweite

Diana Riesler bleibt die Triathlon-Königin von Malaysia: Sie gewinnt den Ironman bereits zum vierten Mal. In China geht Johannes Moldan Risiko - und platzt.

Von > | 12. November 2017 | Aus: SZENE

Diana Riesler (Archivbild)

Diana Riesler (Archivbild)

Foto >Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

Diesmal war es nicht heiß und schwül, sondern heiß und ganz besonders schwül. Regen während des Rennens habe dafür gesorgt, berichtete Profi-Athlet Christian Kramer nach dem Ironman Malaysia, dass die Luftfeuchtigkeit diesmal nicht nur ohnehin schon quälende 80 Prozent betrug, sondern um 100 Prozent lag - bei 30 Grad Außentemperatur. Das ist kein Vergnügen für Triathleten, die über acht und mehr Stunden am Limit operieren. Außer für Diana Riesler.

Hufe geht unter die Frühbucher

Die Thüringerin hatte beim malaysischen Ironman ihr Langdistanzdebüt gefeiert, war nach einer Pause, die sich das Rennen genommen hatte, zurückgekehrt, und hat seitdem immer dort gewonnen: Drei Siege in Serie standen für Riesler bereits zu Buche, und am Samstag hat sie, erneut scheinbar unbeeindruckt von den äußeren Bedingungen, den vierten hinzugefügt.

Das glückte ihr in gewohnter Manier: Sie schwamm solide in einer Verfolgungsgruppe der Amerikanerin Laurel Wassner und löste sich auf dem Rad dann von ihren Konkurrentinnen. Rund acht Minuten erarbeitete sie sich binnen der 180 Kilometer auf die Hawaii-Elfte und Vorjahreszweite Mareen Hufe, die sich selbst wiederum deutlich von den übrigen Konkurrentinnen absetzen konnte. Den Marathon rannten Hufe und Riesler anschließend beinahe auf die Sekunde gleich schnell, sodass sich Riesler über ihren vierten Sieg in Freude freuen durfte - und Hufe über den zweiten Malaysia-Silberrang hintereinander. Zudem darf Hufe mit bereits über 4.200 gesammelten Punkten im Kona Pro Ranking wohl schon jetzt einen Flug zum Ironman Hawaii 2018 buchen.

Auch auf Männerseite trotzten zwei deutsche Profis den schwierigen Bedingungen: Christian Kramer wurde Vierter, Roman Deisenhofer sogar Dritter, nachdem er zusammen mit Kramer vom Rad gestiegen war und ihm anschließend ein schnellerer Marathon glückte als seinem Landsmann. Das Duo hatte aber keine Chance gegen die Radgewalt von Romain Guillaume (FRA) und die Laufbeine von Jens Petersen-Bach (DEN). Guillaume hatte sich auf den 180 Kilometern im Alleingang um über zehn Minuten von der Verfolgergruppe der Deutschen gelöst und verteidigte seine Spitzenposition bis ins Ziel. Petersen-Bach lief in genau drei Stunden den schnellsten Marathon und schob sich damit an den Deutschen vorbei auf Rang zwei, nachdem er zuvor noch mit einigen Minuten Rückstand den zweiten Wechsel erreicht hatte.

Ironman Malaysia 2017 | Frauen

  1. November 2017 | Langkawi, Malaysia

Name

Country

Total

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Diana Riesler

GER

9:19:01

57:39

4:57:49

3:19:18

2

Mareen Hufe

GER

9:27:23

57:44

5:05:20

3:19:27

3

Manon Genet

FRA

9:36:14

57:47

5:08:00

3:26:33

4

Saleta Castro

ESP

9:38:36

56:59

5:20:24

3:16:26

5

Parys Edwards

GBR

10:21:33

1:03:15

5:13:25

4:00:51

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Ironman Malaysia 2017 | Männer

  1. November 2017 | Langkawi, Malaysia

Name

Country

Total

3.8 km Swim

180 km Bike

42.2 km Run

1

Romain Guillaume

FRA

8:32:54

48:06

4:29:18

3:10:58

2

Jens Petersen-Bach

DEN

8:36:44

52:21

4:40:17

3:00:01

3

Roman Deisenhofer

GER

8:40:55

52:19

4:35:50

3:08:16

4

Christian Kramer

GER

8:46:53

48:10

4:39:55

3:14:28

5

Nicholas Baldwin

SEY

8:56:18

52:18

4:43:13

3:11:23

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Moldan probiert die Brechstange

Zumindest bis zum zweiten Wechsel lief es auch in China für einen Deutschen gut: Johannes Moldan sorgte beim Ironman 70.3 Xiamen nämlich für einen Auftritt aus der Abteilung Attacke, der sich beim Laufen aber rächte. Obwohl er mit zwei Minuten Rückstand aus dem Wasser gestiegen war, löste er sich binnen der 90 Radkilometer in China um rund vier Minuten von den schnellsten Verfolgern. Was folgte, war allerdings ein Halbmarathonlauf über 1:28:59 Stunden - und das Zurückfallen vom ersten Rang beim zweiten Wechsel auf den fünften Platz im Ziel. Sam Betten (AUS) gewann das Rennen im Endspurt vor Justin Metzler (USA). Im Wettkampf der Frauen siegte Eimear Mullan (IRL) - ebenfalls im Endspurt - vor Immogen Simmonds (SUI) und Haley Chura (USA).

Ironman 70.3 Xiamen | Männer

  1. November 2017 | Xiamen, China

Name

Country

Total

1.9 km Swim

90 km Bike

21.1 km Run

1

Sam Betten

AUS

3:53:30

00:19:34

02:08:55

01:18:57

2

Justin Metzler

USA

3:53:45

00:19:34

02:08:52

01:19:37

3

Jonathan Shearon

USA

3:55:01

00:21:11

02:07:00

01:20:07

4

Filipe Azevedo

UAE

3:58:44

00:19:36

02:10:50

01:21:40

5

Johannes Moldan

GER

3:59:23

00:21:49

02:02:10

01:28:59

6

Jiang Zhi Hang

CHN

4:02:04

00:19:35

02:10:07

01:25:27

7

Jakub Langhammer

CZE

4:08:03

00:22:51

02:13:50

01:24:13

8

Hao Miao

CHN

4:10:05

00:19:33

02:13:03

01:30:17

9

Rudolph Naude

RSA

4:14:11

00:19:30

02:14:25

01:33:34

10

Sebastien Jouffret

FRA

4:19:12

00:23:03

02:13:16

01:35:20

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