Sämmler und Reichel beim Ironman Barcelona

Zwei Hessen wollen Barcelona erobern – leicht wird das für Daniela Sämmler und Horst Reichel aber nicht. Schließlich ist das Rennen eine der ersten Adressen für Hawaii-Anwärter 2018.

Von > | 28. September 2017 | Aus: SZENE

Daniela Sämmler

Daniela Sämmler

Foto >Getty Images for IRONMAN

Die Strecke ist schnell - doch das ist die Konkurrenz auch. Denn viele der Profis, die in diesem Jahr nicht auf Hawaii starten, aber schon frühzeitig einen Schritt in Richtung des Rennens im Jahr 2018 machen wollen, haben eine ähnliche Idee: Die letzte europäische Langdistanz des Jahres, der Ironman Barcelona, soll für viele der Türöffner zu einer stressfreien Planung für die kommende Saison sein.

Skipper und Riederer im Anflug

Die Hessen Daniela Sämmler und Horst Reichel sind zwei der Profis, die in Barcelona gerne spät in der Saison 2017 für das Jahr 2018 vorsorgen wollen. Nur: Wo viele Profis auf die selbe Idee kommen, mit der sie Stress im kommenden Jahr vermeiden wollen, wird es akut dann eben doch stressig. Das legt zumindest die Startliste des Rennens in Barcelona nahe. Ein Rennen, bei dem Vorjahressieger Patrick Nilsson mit seiner Zeit von 7:55:28 Stunden bewies, dass der Kurs verdammt schnell sein kann.

Einer, der das nutzen möchte, ist der Brite Joe Skipper, der am vergangenen Wochenende mit einem auf Strava dokumentierten Fünf-Kilometer-Trainingslauf in 15:27 Minuten nachwies, dass auch er nicht nur lang, sondern auch schnell kann. Ein echter Spezialist im schnell-sein ist außerdem der mehrfache Olmypionike Sven Riederer (SUI) - ob er diese Schnelligkeit auf die ganz lange Triathlon-Strecken transportieren kann, ist aber noch offen, denn das Rennen in Spanien soll sein Ironman-Debüt werden. In Viktor Zyemtsev (UKR), Alberto Casadei (ITA), den Franzosen Antony Costes, Bertrand Billard, Jeremy Jurkiewicz, Etienne Diemunsch, dem Niederländer Bas Diederen und Philipp Koutny (SUI) sind noch einige weitere Podestanwärter gemeldet. Auch der am vergangenen Wochenende in Italien ausgestiegene Andreas Giglmayr (AUT) und die Deutschen Michael Göhner, Markus Liebelt, Marc Unger, Michael Rünz, Thomas Bosch und Peter Seidel finden sich neben Reichel auf der Profi-Startliste.

Sämmler gegen van Vlerken

Auch Daniela Sämmler wird es im Kampf um eine Podestplatzierung nicht leicht haben. Neben ihr hat sich auch Yvonne van Vlerken angekündigt, die das Rennen im Jahr 2015 schon einmal gewonnen hatte und mit ihrer Siegerzeit von damals, 8:46:45 Stunden, den Streckenrekord hält. Auch die Britin Kate Comber, Bianca Steurer, Dopingsünderin Lisa Hütthaler (beide AUT) und Sämmlers Landsfrau Katja Konschak könnten im Kampf um das Tagespodest mitmischen. Gemeldet ist außerdem auch Carolin Lehrieder, die allerdings schon am vergangenen Wochenende beim Ironman in Italien am Start stand und das Rennen vorzeitig aufgab. Franziska Bossow und Annabel Diawuoh komplettieren das Aufgebot deutscher Starterinnen mit Profilizenz.