Sanders trifft in Samorin auf Kienle, Clavel, Dreitz, Raelert, Cunnama und Co.

Bei der Neuauflage des Duells zwischen Lionel Sanders und Sebastian Kienle können sich in Samorin noch viele andere Athleten Siegeschancen ausrechnen.

Von > | 31. Mai 2018 | Aus: SZENE

Bei der Premiere im vergangenen Jahr landeten Sanders, Kienle und Raelert auf dem Podium. Wer wird 2018 unter den Top 3 landen?

Bei der Premiere im vergangenen Jahr landeten Sanders, Kienle und Raelert auf dem Podium. Wer wird 2018 unter den Top 3 landen?

Foto >Peter Jacob / spomedis

Am Sonntag steht die zweite Austragung von "The Championship" im Rahmen der Challenge Samorin an. Vieles deutet darauf hin, dass die inoffizielle Challenge-(Welt-)Meisterschaft über die Mitteldistanz äußerst spektakulär wird. Denn ein Blick auf die Startliste macht schnell klar, welchen Stellenwert das Rennen nach der erfolgreichen Erstaustragung im vergangenen Jahr erlangt hat. Im Fokus bei den Männern steht das Duell zwischen Ironman-Vizeweltmeister und Vorjahressieger Lionel Sanders und Sebastian Kienle, der 2017 auf Rang zwei landete. Das erste Aufeinandertreffen zwischen Sanders und Kienle in diesem Jahr beim Ironman 70.3 St. George Anfang Mai entschied der Kanadier für sich und gewann in Utah vor dem Ironman-Weltmeister von 2014. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Athleten, die am Sonntag ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden könnten. 

Zu ihnen gehören gleich mehrere Deutsche: Maurice Clavel, der im April mit seinem dritten Platz beim Ironman Südafrika überzeugte, geht ebenfalls ins Rennen. Clavel musste das Rennen bei der Challenge Samorin im vergangenen Jahr kurzfristig aufgrund einer Krankheit absagen, nachdem er bereits angereist war. Der 30-Jährige hat also noch eine Rechnung mit dem Wettkampf offen. Auch Radrakete Andreas Dreitz ist in diesem Jahr wieder mit von der Partie. 2017 verpasste Dreitz das Podium knapp und wurde Vierter. Der Vorjahresdritte, Michael Raelert, ist ebenfalls für das Rennen gemeldet. Am vergangenen Wochenende stieg Raelert beim Ironman 70.3 St. Pölten in die Saison ein und wurde Sechster. 

Das deutsche Quartett bekommt starke internationale Konkurrenz: Allen voran dürfte James Cunnama (RSA), Sieger des Ironman Hamburg 2017 und Fünfter auf Hawaii, ein weiterer Kandidat für den Sieg sein. Ebenfalls könnte Sam Appleton (AUS) ganz vorn mitmischen. Als Geheimfavorit könnte der junge Mexikaner Mauricio Mendez gelten, der bereits mehrfach bei internationalen Mitteldistanzen mit der schnellsten Laufzeit überzeugte. Wird er auf dem Rad nicht zu weit distanziert, schlägt beim Halbmarathon vielleicht seine Stunde. 

Zu dieser Vielzahl an Siegesanwärtern kommen eine Handvoll Athleten, denen der Sprung auf das Podium zuzutrauen ist. Dazu gehören unter anderem der Schweizer Sven Riederer, Kurzdistanzler, Lokalmatador und "Überschwimmer" Richard Varga, Bart Aernouts (BEL), der beim Ironman 70.3 Barcelona vor wenigen Wochen Dritter wurde und 2017 die Challenge Roth gewann, Pieter Heemeryck (BEL), Antony Costes (FRA) und die beiden Deutschen Patrick Dirksmeier und Florian Angert. 

Insgesamt werden beim Rennen am Sonntag 150.000 Euro Preisgeld ausgelobt. Der Sieger und die Siegerin bekommen 30.000 Euro, für den zweiten Platz gibt es 15.000 Euro und für Rang drei 8.000 Euro. Das Rennen startet am Sonntag um 9 Uhr und wird live auf www.challenge-family.com/live/ übertragen. 

Haug und Beranek gegen Lucy Charles

Im Frauenrennen geht Vorjahressiegerin Lucy Charles als Top-Favoritin ins Rennen. Die Britin gewann dieses Jahr bereits den Ironman Südafrika und den Cannes Triathlon. In Person von Annabel Luxford (AUS) und Heather Wurtele (CAN) sind auch die Zweit- und Drittplatzierte aus 2017 wieder mit von der Partie. Siegeschancen dürfte außerdem Anne Haug haben, die zuletzt mehrfach bewies, dass sie sich auf der Mitteldistanz vor niemandem verstecken muss. Auch Emma Pallant (GBR) und Helle Frederiksen (DNK) ist der Sprung auf das oberste Treppchen zuzutrauen. Dazu kommen Athletinnen wie Kaisa Sali (FIN), Ellie Salthouse (AUS), Nikki Bartlett (GBR) und Anja Beranek, die wohl auch eine Podiumsplatzierung im Visier haben. Für Deutschland ist außerdem Diana Riesler gemeldet. Die Frauen starten am Sonntagmorgen um 9:10 Uhr ins Rennen.