Schmid und Riesler in Polen, Alexander und Co. auf den Philippinen

Im letzten Jahr konnte Nils Frommhold die Premiere des Ironman 70.3 Gdynia für sich entscheiden. Bei der zweiten Auflage sind in Polen mit Stefan Schmid und Diana Riesler zwei Deutsche für Top-Platzierungen dabei. Beim Ironman 70.3 auf den Philippinen wird ein spannender Vierkampf erwartet.

Von > | 5. August 2016 | Aus: SZENE

Ironman 70.3 Gdynia 2015 | Kann Diana Riesler ihren Titel Ironman 70.3 Gdynia 2016 verteidigen?

Kann Diana Riesler ihren Titel Ironman 70.3 Gdynia 2016 verteidigen?

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2015 gewann Nils Frommhold in 3:54:07 Stunden die Erstauflage des Ironman 70.3 Gdynia und ließ seinen schnellsten Konkurrenten mehr als fünf Minuten hinter sich. Ein so hochklassiger Auftritt eines Deutschen kann in diesem Jahr wohl nicht erwartet werden. Dennoch stehen die Chancen auf eine Top-Platzierung nicht schlecht: Stefan Schmid steigt nach seinem starken dritten Platz beim Ironman Nizza wieder ins Renngeschehen ein und kann um einen Platz auf dem Podium mitmischen. Favoriten ist jedoch ein anderer: Der Brite Joe Skipper steht nach seinem überraschenden zweiten Platz bei der Challenge Roth 2016 ebenfalls in Polen am Start und hat gute Chancen auf den Tagessieg. Ebenfalls Chancen auf eine vordere Platzierung haben Anthon Blokhin und Mikolaj Luft. Weitere Deutsche im Rennen sind Florian Seifert, Markus Liebelt, Christian Funk und Sean Donnelly.

Im Profifeld der Frauen will Diana Riesler ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. In 4:23:01 Stunden gewann sie mit einer überragenden Radzeit von 2:19:25 Stunden und hatte am Ende satte 13 Minuten Vorsprung. Leicht gemacht wird ihr die Titelverteidigung jedoch nicht. Mit der US-Amerikannerin Mary Beth Ellis steht eine weitere Weltklasse-Athletin am Start. Ebenfalls am Start steht die Drittplatzierte des Vorjahres, Ewa Komander aus Polen. Auch die Österreicherin Michaela Herlbauer ist eine Kandidatin für vordere Platzierungen, ebenso wie Sarah Lester aus Australien.

Asia-Pacific Championship auf den Philippinen

Beim Ironman 70.3 auf den Philippinen hatte Tim Reed im letzten Jahr das Sprintduell gegen Tim Van Berkel knapp gewonnen. Während die beiden Australier das komplette Rennen zusammen bestritten, konnte Reed mit einem Schlussspurt seinen Landsmann um nur zwei Sekunden schlagen. Auch am kommenden Wochenende, wenn auf den Philippinen wieder die "Asia-Pacific Championship" ausgetragen wird, stehen beide wieder als Top-Favoriten am Start. Ein Selbstläufer wird es dennoch nicht: Der Kanadier Brent McMahon landete vergangenes Jahr auf dem dritten Platz, nachdem er das Schwimmen und Radfahren gemeinsam mit Reed und Van Berkel bestritt, allerdings auf dem abschließenden Halbmarathon nicht mehr folgen konnte. Dieses Jahr könnte es für ganz vorn reichen, denn McMahon scheint in hervorragender Verfassung zu sei. Beim Ironman Arizona verpasste er dieses Jahr nur um zwölf Sekunden die Ironman-Rekordzeit von Marino Vanhoenacker und kam nach 7:46:10 Stunden ins Ziel.

Zudem peilt der dreifache Hawaii-Sieger Craig Alexander (AUS)  den Sieg bei der Kontinentalmeisterschaft an, nachdem es 2015 nur für Rang fünf reichte. Nicht zu unterschätzen sind auch der Routinier Cameron Brown (NZL), Youngster Jake Montgomery (AUS) und der ehemalige Kurzdistanzler Bradley Kahlefeldt (AUS). Bei den Frauen läuft es auf einen Zweikampf zwischen der Schweizerin Caroline Steffen und Radka Vodickova aus Tschechien hinaus. Aber auch Amelia Watkinson (NZL) und Dimity-Lee Duke (AUS) haben gute Chancen, auf dem Podium zu landen.