McMahon beeindruckt in Kanada, Appleton in Kalifornien

Nicht nur der Ironman Hamburg musste dieses Jahr ohne Schwimmen auskommen. Dichtem Rauch fiel die erste Disziplin beim Ironman 70.3 in Santa Rosa zum Opfer. Derweil wurde in Kanada ein Triathlon absolviert, den Brent McMahon souverän gewann.

Von > | 31. Juli 2018 | Aus: SZENE

Brent McMahon gewann in Whistler am vergangenen Wochenende seinen vierten Ironman (Archivbild).

Brent McMahon gewann in Whistler am vergangenen Wochenende seinen vierten Ironman (Archivbild).

Foto >FinisherPix.com

Geteiltes Leid ist halbes Leid: Insofern waren die Ironman-Hamburg-Athleten mit ihrem Schicksal am vergangenen Wochenende nicht alleine, denn auch der Ironman 70.3 Santa Rosa musste den ersten Teil seines Triathlons absagen. Dichter Rauch, der aufgrund von Waldbränden in der Region über den Lake Sonoma zog, machte die Durchführung des Schwimmens unmöglich. Anders als an der Alster wurde jedoch auf einen Lauf vor dem Radfahren verzichtet und das Rennen stattdessen mit einem Zeitfahren über 90 Kilometer gestartet. 

Hier kristallisierte sich bald Sam Appleton aus Australien als der stärkste Fahrer heraus. 2:00:47 Stunden benötigte er für die 90 Kilometer vom Lake Sonoma bis nach Santa Rosa. Jackson Laundry aus Kanada, seinen ärgsten Verfolger, konnte er hier schon auf dreieinhalb Minuten distanzieren. Dem Duo folgte Lokalmatador Tim O'Donnell, der die Strecke in 2:07:30 Stunden absolvierte. Tyler Butterfield (BER / 02:08:19 Stunden) und Taylor Reid (CAN / 2:09:43 Stunden) folgten.

Von der Spitze weg lief Sam Appleton in einem enorm hohen Tempo eine Top-Halbmarathonzeit von 1:15:11 Stunden, die ihn zum Tagessieger krönte (3:17:35 Stunden). Den Rückstand aus dem Radfahren konnte Jackson Laundry zwar nicht mehr wettmachen, behauptete aber seinen zweiten Platz mit einem nicht weniger schnellen Halbmarathon (1:15:34 Stunden / 3:21:42 Stunden). Tyler Butterfield legte mit einem schnellen Wechsel auf die Laufstrecke den Grundstein für seinen dritten Platz, den er mit einer Laufzeit von 1:12:44 Stunden nicht nur verteidigte, sondern fast noch durch eine bessere Podiumsplatzierung hätte ablösen können. 50 Sekunden betrug im Ziel sein Rückstand auf Laundry, dem er zu diesem Zeitpunkt rund 15 Sekunden auf der Meile (1,6 km) abnehmen konnte (3:22:34 Stunden).

Dem Trio folgten Tim O'Donnell (USA / 3:25:25 Stunden) und Joe Gambles (AUS / 03:26:50 Stunden) auf den Plätzen vier und fünf.

Favorit McMahon siegt beim Ironman Canada

Brent McMahon feierte beim Ironman Canada im Wintersportort Whistler einen ungefährdeten Heimsieg vor seinem kanadischen Landsmann Jeff Symonds. 8:31:33 Stunden benötigte McMahon für die vollen 226 Kilometer. Ganze neun Minuten später (8:40:27 Stunden) folgte ihm Jeff Symonds, den McMahon vor allem während des Marathons auf Distanz bringen konnte. Das Podium komplettierte Matt Russel aus den USA (8:45:33 Stunden). Beim Ironman Canada wurde kein Profi-Frauenwettbewerb ausgetragen.

Kritik kam unterdessen von einem geschlagenen Champion. Mitfavorit Marino Vanhoenacker (BEL) äußerte massive Kritik an der Veranstaltung und den Organisatoren. "Ich schäme mich für das, was aus dem Sport, den ich so liebe, geworden ist", äußerte sich Vanhoenacker auf seinem Facebook-Account. "Mit Abstand war dies meine schlimmste Rennerfahrung. 2500 Athleten auf einer 57 Kilometer langen Radrunde ... was will man da erwarten?", kritisierte der Belgier nach dem Rennen, das er nach einem enttäuschenden Marathon auf dem 11. Platz beendete.