Sebastian Kienle startet bei der Challenge Roth

Das Challenge-Team lüftet das Geheimnis um sein Starterfeld: Der Ironman-Weltmeister von 2014, Sebastian Kienle, führt das Elite-Feld zum 35-jährigen Jubiläum an. Er trifft unter anderem auf Andreas Dreitz.

Von > | 3. April 2018 | Aus: SZENE

Sebastian Kienle (Mitte) führt das Startfeld der Challenge Roth 2018 an.

Sebastian Kienle (Mitte) führt das Startfeld der Challenge Roth 2018 an.

Foto >Datev Challenge Roth

Sebastian Kienle kehrt zu seinen Wurzeln zurück: 2010 und 2011 bestritt er bei der Challenge Roth seine ersten beiden Langdistanzen, blieb dabei jeweils unter acht Stunden (7:59:06 und 7:57:06 Stunden), stand als Zweitplatzierter aber doch jeweils im Schatten der jeweiligen Sieger Rasmus Henning (DEN) und Andreas Raelert. Sieben Jahre nach seinem letzten Start beim Challenge-Rennen in Roth will Kienle am 1. Juli 2018 wieder ins Frankenland zurückkehren und endlich seinen ersten Sieg bei dem prestigeträchtigen Rennen einfahren. Spielt das Wetter mit, könnte Kienle dann auch zum dritten Mal im dritten Anlauf für eine Endzeit unter acht Stunden sorgen: Denn zum einen hat das Challenge-Team die zuletzt schwieriger gewordene Laufstrecke wieder entschärft, zum anderen haben sich auch einige Konkurrenten angekündigt, die das Rennen schnell machen dürften. Allen voran der im nahegelegenen Bayreuth lebende Andreas Dreitz, der seine Langdistanz-Premiere beim Ironman Italien im Herbst gewann und als aggressiver Radfahrer bekannt ist, könnte Kienle speziell in den ersten beiden Disziplinen Druck machen. Jan Raphael und Michael Göhner haben ebenfalls für das Rennen zugesagt. Aus internationaler Sicht werden außerdem unter anderem der Radstreckenrekordhalter des Ironman Hawaii, Cameron Wurf (AUS), sowie Laufspezialist Joe Skipper (GBR) erwartet. Auch Luke Bell (AUS) und Jesse Thomas (USA) haben schon zugesagt.

Auch das Rennen der Frauen ist mit starken internationalen Athletinnen gespickt: Die 24 Jahre junge Ironman-Vizeweltmeisterin Lucy Charles (GBR) hat ihren Start nämlich ebenso angekündigt wie die auf Hawaii fünftplatzierte Finnin Kaisa Sali. Etwas mehr Roth-Erfahrung hat da Yvonne van Vlerken (NED), die in diesem Jahr endlich ihren vierten Sieg beim legendären Challenge-Rennen einheimsen will. Das wird aber nicht nur wegen Charles und Sali eine schwierige Aufgabe. Daniela Sämmler und Laura Siddall (GBR) ist der ganz große Coup in diesem Jahr ebenfalls zuzutrauen. Zumindest in den Kampf ums Podest könnten zudem Sofie Goos (BEL) und Alicia Kaye (USA) eingreifen.