"Ich freue mich für Mario"

Nur sechs Tage nach dem Sieg bei der Ironman-70.3-WM wird Javier Gomez Vize-Weltmeister auf der Kurzdistanz – und findet anerkennende Worte für Landsmann Mario Mola.

Von > | 17. September 2017 | Aus: SZENE

Die Bilanz von Javier Gomez bei der WM-Serie ist beeindruckend: fünf Mal Gold, vier Mal Silber und einmal Bronze seit 2007.

Die Bilanz von Javier Gomez bei der WM-Serie ist beeindruckend: fünf Mal Gold, vier Mal Silber und einmal Bronze seit 2007.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Javier Gomez, nur sechs Tage nach dem großen Erfolg bei der Ironman-70.3-WM waren Sie schon wieder konkurrenzfähig. Wie haben Sie das Rennen erlebt?
Besonders frisch habe ich mich noch nicht wieder gefühlt, denn neben der kurzen Regenerationszeit kam noch der Reisestress dazu. Aber das wusste ich ja vorher. Ich war einfach darauf fokussiert, das Beste aus mir herauszuholen und zu schauen, wofür es am Ende reicht.

Was sagen Sie zu der Strecke?
Gerade der Radkurs war ziemlich anspruchsvoll. Es gab nicht nur viele Kurven, die Straßen war zusätzlich noch nass und rutschig, was das Rennen sehr gefährlich gemacht hat. Daher musste man stets fokussiert bleiben und durfte in keinem Moment unachtsam werden.

Beim Laufen waren Sie bis kurz vor Schluss in der Lage, an der Spitze mitzulaufen. Hätten Sie damit im Vorfeld gerechnet?
Ich wollte den Rennverlauf einfach auf mich zukommen lassen. Auf der Laufstrecke habe ich mich zunächst wirklich gut gefühlt, aber in der letzten Runde bekam ich etwas Seitenstiche und war nicht mehr in der Lage, mein Tempo zu halten.

Wie beurteilen Sie das Resultat?
Ich bin sehr zufrieden mit dem vierten Platz. Mario (Mola) wäre auch Weltmeister geworden, wenn ich das Rennen gewonnen hätte, also wollte ich in erster Linie dafür sorgen, dass ich meinen zweiten Platz in der Gesamtwertung absichere. Ich habe mich diese Saison spezieller auf die Mitteldistanz vorbereitet und konnte trotzdem noch Vize-Weltmeister in der WM-Serie werden, das macht mich sehr glücklich.

Was sagen Sie zu Mario Mola, der nach Ihnen erst der zweite Athlet ist, der in der WTS den Titel verteidigen konnte?
Mario ist ein großartiger Sportler und konnte auch heute mit der Situation perfekt umgehen. Ich war selbst oft genug in der Lage, auf den Punkt abliefern zu müssen, damit es zum WM-Titel reicht, das ist sehr schwierig und vor allem mental eine schwierige Herausforderung. Dann auf diesem Kurs mit dem Regen und den vielen Kurven, wo wirklich viel passieren kann, da steht man extrem unter Druck. Er hat das sehr gut gemacht und gezeigt, dass er zurecht der amtierende Weltmeister ist. Ich freue mich für Mario.