Siege für Kienle und Wutti in Österreich

Bei seinem ersten Start bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee hat Sebastian Kienle bei seinem letzten Testwettkampf vor Hawaii über die Mitteldistanz den ersten Platz belegt, schnellste Frau war Eva Wutti.

Von > | 3. September 2018 | Aus: SZENE

Gewappnet für Hawaii? Sebastian Kienle gewinnt in Österreich seinen letzten Formtest vor der Ironman-WM.

Gewappnet für Hawaii? Sebastian Kienle gewinnt in Österreich seinen letzten Formtest vor der Ironman-WM.

Foto >José Luis Hourcade

Die Vorzeichen für Sebastian Kienle im Hinblick auf die Ironman-WM am 13. Oktober stehen gut: Nachdem er zuletzt schon das Mitteldistanz-Rennen bei der Challenge Turku in Finnland gewinnen konnte, sicherte sich der Ironman-Weltmeister von 2014 auch den Sieg bei der Challenge Walchsee 2018. 

Der Sieg in Österreich wurde Kienle allerdings nicht gerade leicht gemacht. Denn lange Zeit führte der Däne Daniel Baekkegard das Feld vor den beiden Deutschen Frederic Funk und Sebastian Kienle an. Erst nach 78 Radkilometern schaffte es Funk, am Dänen vorbeizuziehen und so kurzzeitig die Führung zu übernehmen. Kienle, der nach der Schwimmstrecke etwas hinter den beiden Führenden lag, fuhr die schnellste Radzeit des gesamten Feldes und verringerte so seinen Abstand, sodass er mit 29 Sekunden Rückstand auf den Führenden Funk auf die Laufstrecke ging. Auf dem Halbmarathon war es dann wieder Kienle, der die schnellste Zeit des gesamten Feldes lief. In 1:13:37 Stunden überholte der Mühlackerer das Führungsduo und lief nach 3:48:39 Stunden als Erster ins Ziel. Mit 2:48 Minuten Rückstand auf Kienle überquerte Nachwuchsathlet und Kurzdistanz-Spezialist Funk die Ziellinie und sorgte so für einen deutschen Doppelsieg. Der Drittplatzierte Baekkegard benötigte für die Strecke 3:54:44 Stunden.

In Person von Eva Wutti gewann zum ersten Mal eine Österreicherin das Frauenrennen am Walchsee. Nach den 90 Radkilometern ging die Kärntenerin als Dritte auf den abschließenden Lauf, die beiden Führenden Margie Santimaria aus Italien und die Engländerin Laura Siddall lagen zwei Minuten vor ihr. Erst auf der letzten Laufrunde schaffte Wutti es, die bis dahin Führende Santimaria zu überholen und lief nach 4:18:11 Stunden ins Ziel. Auf dem Silberrang finishte Siddall nach 4:20:54 Stunden mit 3:13 Minuten Vorsprung auf Santimaria.