Appleton und Mendez kämpfen um den Sieg

Spannung in Südamerika: Das Ironman-70.3-Rennen in Los Cabos (Mexiko) und die Südamerikameisterschaft über die Mitteldistanz in Argentinien versprechen packende Wettkämpfe mit stark besetzen Startfeldern.

Von > | 1. November 2018 | Aus: SZENE

Der Mitteldistanz-Spezialist Sam Appleton will nach seinem Sieg beim Ironman 70.3 Geelong auch in Los Cabos das Zielbanner in die Höhe reißen.

Der Mitteldistanz-Spezialist Sam Appleton will nach seinem Sieg beim Ironman 70.3 Geelong auch in Los Cabos das Zielbanner in die Höhe reißen.

Foto >Courtesy Ironman

Im mexikanischen Los Cabos steht die vierte Auflage des Ironman-70.3-Rennens an, bei dem im Starterfeld der Männer einige Kandidaten auf der Liste stehen, die sich den Sieg sichern könnten. Einer von ihnen ist der Mexikaner Mauricio Mendez, Xterra-Weltmeister aus dem Jahr 2016, der den Wettkampf bereits vor zwei Jahren gewann. Mit seinem Sieg auf den Philippinen holte sich Mendez Anfang August seinen vierten Sieg bei einer Ironman-Mitteldistanz. Einer der größten Konkurrenten des Mexikaners ist der Australier Sam Appleton, der bei der 70.3-WM auf Rang sechs landete. Bei neun Mitteldistanzen der Ironman- oder Challenge-Familie stand der 27-jährige Mitteldistanzspezialist bereits ganz oben auf dem Treppchen, zuletzt beim Ironman 70.3 Geelong. Ein weiterer Anwärter auf den Sieg ist der Amerikaner Eric Lagerstrom. Der ehemalige Kurzdistanzler bewies in dieser Saison bereits mehrfach, dass er auch bei längeren Rennen konkurrenzfähig ist: Er gewann die 70.3-Wettkämpfe in Beton Harbor (Steelhead) und Santa Cruz und wurde Vierter beim Ironman 70.3 Oceanside hinter Jan Frodeno, Lionel Sanders und Tim Reed. Chancen auf einen Platz auf dem Podium haben außerdem noch der Australier Joe Gambles und der Kanadier Trevor Wurtele. 

Beim Rennen der Frauen geht die Australierin Ellie Salthouse als größte Favoritin auf den Sieg ins Rennen. Salthouse gewann in diesem Jahr bereits zwei Ironman-70.3-Rennen (Boulder und Cozumel) und kam bei der 70.3-WM in Südafrika als Achte ins Ziel. Ihre Landsfrau Carrie Lester, die in dieser Saison unter anderem als Siegerin beim Embrunman in Frankreich hervorging, will ebenfalls ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Die kanadische Kurzdistanzlerin Paula Findlay, die im Mai bei ihrem zweiten Start auf der Mitteldistanz den Ironman 70.3 St. George gewann, zählt ebenfalls noch zum erweiterten Kreis der Siegesanwärterinnen. Zu diesem Kreis gehört auch Angela Naeth, ebenfalls Kanadierin, die den Wettkampf im Jahr 2016 für sich entschied und im vergangenen Jahr Zweite wurde. Landsfrau Heather Wurtele geht ebenfalls mit Ambitionen auf einen Podiumsplatz in Mexiko an den Start. 

Neue Südamerika-Meister werden gesucht

Mehr als 14 Flugstunden weiter südlich werden ebenfalls am Sonntag, 4. November, in Buenos Aires die Südamerika-Meister über die Ironman-Mitteldistanz gekürt. Beim Rennen in Argentinien geht der US-Amerikaner Rodolphe von Berg als einer der Topfavoriten auf den Titel ins Rennen, nachdem er im vergangenen Jahr Zweiter hinter Lionel Sanders wurde. Der Business-Marketing-Student aus Boulder ist bereits amtierender Europameister über die Mitteldistanz und gewann außerdem in diesem Jahr noch die Erstauflage des Mitteldistanzrennens in Nizza. Gefährlich werden könnte ihm der Brasilianer Igor Amorelli, der im April in seinem Heimatland den Ironman 70.3 Florianópolis gewann, sein fünfter Sieg über eine Ironman-Mitteldistanz in seiner Karriere. Auf der Langdistanz wurde der 34-Jährige im Mai Zweiter beim Ironman Brasil, bei der WM auf Hawaii landete er auf Rang 32. Aus Deutschland sind der starke Radfahrer Johannes Moldan und Stefan Schumacher am Start. 

Beim Rennen der Frauen führt eigentlich kein Weg an der Australierin Sarah Crowley vorbei, die nach ihrem Sieg beim Ironman Hamburg Sechste auf Hawaii wurde. Im Vorjahr schaffte es Crowley bei der WM auf Big Island sogar aufs Podium. Einen Platz auf dem Treppchen streben in Buenos Aires auch Haley Chura, Kelsey Withrow und Lauren Goss (alle USA) sowie die Brasilianerin Pamella Oliviera an.