Spannende Rennen in Polen und den Niederlanden

In Europa stehen an diesem Wochenende sowohl in Polen als auch in den Niederlanden wichtige Ironman-Rennen an. Besonders der Ironman 70.3 Gyndia verspricht ein spannendes Starterfeld.

Von > | 2. August 2018 | Aus: SZENE

Die amtierende Weltmeisterin Daniela Ryf wird beim Ironman-70.3-Gdynia an den Start gehen.

Die amtierende Weltmeisterin Daniela Ryf wird beim Ironman-70.3-Gdynia an den Start gehen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Die kleine polnische Hafenstadt Gdynia zählt nicht zu den bekanntesten europäischen Großstädten. Einmal im Jahr, diesmal am 5.August, verwandelt sie sich aber zu einer Triathlon-Metropole. Vor dem Schwimmen, welches wie in den Vorjahren in der Ostsee ausgetragen werden soll, steht allerdings noch ein Fragezeichen. Eine zu hohe Anzahl Cyanobakterien wurde in der Ostsee gemessen. Der Veranstalter behält sich vor, das Schwimmen, wie zuvor in Hamburg auch, durch einen Lauf zu ersetzen, wie der Veranstalter mitteilt. Getroffen wird diese Entscheidung vermutlich erst am Renntag selber.

Tim O´Donnell favorisiert

Spannend wird es trotzdem, ob mit oder ohne Schwimmen. Tim O´Donnell, Nils Frommhold, Manuel Küng: Das Herrenrennen kann mit einigen starken Triathlon-Persönlichkeiten aufwarten. Nils Frommhold, der nach einer langen Verletzungspause beim Ironman-70.3-Jönköping vor einigen Wochen sein Comeback gab, musste dort auf der Laufstrecke seiner langen Verletzungspause Tribut zollen und zum Siegerfeld abreißen lassen. Ob er mit Tim O´Donnell mithalten kann, der letzte Woche beim Ironman 70.3 in Santa Rosa den vierten Platz belegte, bleibt abzuwarten. Ebenfalls starten die Athleten Manuel Küng (SUI), der beim Ironman 70.3 in Rapperswil ein starkes Rennen absolvierte, und Markus Liebelt.

Frauenfeld der Spitzenklasse

Nicht weniger gut besetzt ist das Profi-Feld der Damen. Die dreimalige Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf wird an der polnischen Ostseeküste an den Start gehen. Die Schweizerin, die in Frankfurt dieses Jahr nach 8:38:44 Stunden ins Ziel kam und damit ihren eigenen Streckenrekord um knapp 13 Minuten verbesserte, ist klare Favoritin des Rennens. Leicht gemacht wird es ihr dabei nicht, denn Mitfavoritin ist Miranda Carfae, die 2017 nach der Geburt ihrer Tochter eine Wettkampfpause einlegte. Die 37-jährige Ausnahmeathletin hat in diesem Jahr bereits beim Ironman-70.3-Monterrey in Mexiko und beim Ironman-70.3-Texas jeweils den zweiten Platz belegt und gewann vergangene Woche den Ironman-70.3-Santa Rosa.

Starken Frauenfeld in Maastricht

Ebenfalls am kommenden Wochenende, Sonntag, 5.August, findet der Ironman Maastricht statt. Das Rennen in der Hauptstadt der Region Limburg muss in diesem Jahr ohne Profi-Starterfeld der Männer auskommen.
Dafür wird es bei den Triathlon-Damen spannend. Die niederländische Athletin Yvonne van Vlerken geht hier als Favoritin ins Rennen. Aber sowohl die Schweizerin Céline Schärer als auch die deutsche Katja Konschak werden ein Wörtchen um den Sieg mitreden wollen.