Ryf und Stein auf Siegkurs in Rapperswil?

Beim Ironman 70.3 Switzerland wollen unter anderem Daniela Ryf und Boris Stein das erste Mal in diesem Jahr groß auftrumpfen. Leicht gemacht wird es ihnen nicht, denn speziell bei den Männern ist die Konkurrenz stark.

Von > | 8. Juni 2018 | Aus: SZENE

Kann Daniela Ryf zum fünften Mal in Folge den Ironman 70.3 Switzerland gewinnen?

Kann Daniela Ryf zum fünften Mal in Folge den Ironman 70.3 Switzerland gewinnen?

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Die europäische Triathlonsaison 2018 ist mittlerweile in vollem Gange und am Sonntag steht mit dem Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona die nächste große Mitteldistanz an. Am Sonntagmorgen um 7:55 Uhr werden sich über 2.500 Athleten in das Gewässer des Obersees stürzen. Gespannt sein darf man vor allem auf den Saisoneinstand der dreifachen Ironman-Weltmeisterin Daniela Ryf, die sich bei ihrem Heimrennen den fünften Titel in Folge sichern könnte. „Meine Erwartungen für Sonntag an mich selber sind, dass ich ein solides Rennen zeigen kann. Ich hatte einen langen Aufbau und freue mich nun die Saison endlich starten zu können. Meine aktuelle Form ist schwierig einzuschätzen, aber ich fühle mich gesund und ready für ein erstes solides Rennen", sagt die Schweizerin im Vorfeld. Bei einem Blick auf die Konkurrenz wird klar, dass ein hartes Stück Arbeit auf sie wartet. Zu den Favoritinnen gehört unter anderem eine weitere Schweizerin: Céline Schärer, die Siegerin des Ironman Switzerland 2017. Auch der dreifache Ironman-Siegerin Sonja Tajsich ist eine Podestplatzierung zuzutrauen. Auch Alexandra Tondeur (BEL) ist gemeldet und dürfte um die vorderen Plätze mitmischen wollen.

Stein gegen Wild, Amberger und Schildknecht

Bei den Männern darf man ebenfalls ein spannendes Rennen um den Sieg erwarten. Der Schweizer Ruedi Wild ist als Vorjahressieger und Lokalmatador mit von der Partie und will seinen Titel verteidigen: „Als Titelverteidiger bei meinem Heimrennen gibt es eigentlich nur ein großes Ziel, nämlich den Sieg vom Vorjahr zu wiederholen. Das wird angesichts des starken Startfeldes sicherlich nicht einfach werden, aber an der Zielsetzung ändert das nichts", sagt Wild vor dem Wettkampf. Konkurrenz bekommt Wild reichlich. Unter anderem von Boris Stein, der bei seinem ursprünglich geplanten Saisonauftakt beim Ironman 70.3 Marbella ausstieg und seinem internationalen Saisoneinstieg in der Schweiz nun eine zweite Chance gibt, nachdem er am vergangenen Wochenende den Mußbach-Triathlon gewinnen konnte. Während Steins Stärken im Radfahren und Laufen liegen, ist auch "Überschwimmer" Josh Amberger aus Australien ein Siegesanwärter. Der ITU-Langdistanz-Vizeweltmeister gibt sich vor dem Rennen offensiv: "Meine Taktik variiert nicht gross von Rennen zu Rennen, denn mein Vorteil liegt darin, so viel Energie wie möglich vom Startschuss bis zur Finish Line einzubringen. Ob ich gewinne oder nicht, diese Taktik führt in der Regel zu einem guten Resultat, was ein Grund dafür ist, dass ich es liebe Vollgas zu geben ohne gross nachzudenken.“ Es wäre eine große Überraschung, wenn der 29-Jährige nicht mit Vorsprung auf seine restlichen Profi-Kollegen auf das Rad wechselt.

Zu den Favoriten gehört außerdem Ronnie Schildknecht, der den Ironman 70.3 Switzerland auch schon gewinnen konnte. Als Ziel gibt der Schweizer vor dem Rennen eine Podiumsplatzierung bekannt. Auch Matt Trautman (RSA), Manuel Küng (SUI)und Adrian Haller (SUI), Etienne Diemunsch (FRA) und Jonathan Ciavattella (ITA) sind Kandidaten für das Podest. Das gilt auch für den starken Schwimmer und Radfahrer Johann Ackermann, der sich durch eine starke Radleistung in Position für eine vordere Platzierung bringen könnte. Als deutsche Athleten sind außerdem Christian Brader, Florian Bögge und Henry Beck gemeldet.