Trauer um Stefan Keul

Die Triathlonszene trauert um Stefan Keul. Der Pro Sport Manager der Radmarke Canyon kam am Sonntag bei einem Radunfall in Südtirol ums Leben.

Von > | 9. April 2019 | Aus: SZENE

Stefan Keul (1974-2019)

Stefan Keul (1974-2019)

Foto >Canyon

Stefan Keul lebt nicht mehr. Der 45-Jährige kam am Sonntag bei einem Unfall in Südtirol ums Leben, als er das Trainingscamp des Jedermannteams "Alpecin Gran Fondo" als Fachmann betreute. Auf einer Radausfahrt kollidierte Stefan mit einem Auto und verstarb noch an der Unfallstelle.

In der Triathlonszene war Stefan Keul als der Mensch bekannt, der hinter den Rädern der Topstars stand. Als Pro Sport Manager der Radmarke Canyon war er für die besten Triathleten der Welt und ihr Material zuständig. Stefan war es, der die Maschinen nach Hawaii brachte, auf denen Jan Frodeno und Patrick Lange Weltmeister wurden. 

Doch es waren nicht seine mechanischen, sondern seine menschlichen Talente, die Stefan unvergessen machen. Durch Menschen wie Stefan wurde aus einem Betreuerstab ein Team. Wir erinnern uns an viele Begegnungen bei Wettkämpfen und abseits der großen Events. Stefan versprühte eine Begeisterung, die zeigte, dass Triathlon mehr ist als bloß ein Sport. Und dieser Spirit war ansteckend. Wenn man definieren sollte, wie Leidenschaft für das, was man tut, aussieht, dann war Stefan das beste Beispiel. Immer fröhlich, immer hilfsbereit, immer bester Kumpel. Immer Mensch.

Noch vor wenigen Wochen war Stefan Keul bei uns im Verlag zu Gast, um mit uns für die aktuelle Zeitschriftenausgabe das sichere Verpacken eines Rads für eine Reise zu fotografieren. Es war sein eigener Wunsch, dafür nach Hamburg zu kommen. Nun hat Stefan selbst seine letzte Reise angetreten. Wir haben einen Freund verloren. Seinen Hinterbliebenen gilt unser tiefstes Mitgefühl. 

Ruhe in Frieden, Stefan. Du fehlst!