Triathlon in Cairns, Boulder, Bonn, Dänemark und Alcatraz

Große Ironman-Veranstaltungen, der amerikanische Klassiker in Alcatraz und Mitteldistanzen in Bonn und Maxdorf: Die Ergebnisse vom Wochenende im Überblick.

Von > | 10. Juni 2019 | Aus: SZENE

Braden Currie verteidigt seinen Titel bei der Kontinentalmeisterschaft in Cairns und sichert sich mit einer dominanten Leistung außerdem die Hawaii-Quali.

Braden Currie verteidigt seinen Titel bei der Kontinentalmeisterschaft in Cairns und sichert sich mit einer dominanten Leistung außerdem die Hawaii-Quali.

Foto >Ironman

Currie und Adam mit Titelverteidigung in Cairns 

Bei den Asien-Pazifik-Meisterschaften im Rahmen des Ironman Cairns (AUS) gab es sowohl im Frauen- als auch im Männerfeld eine Titelverteidigung: Nach 8:04:20 Stunden überquerte Braden Currie (NZL) als Erster die Ziellinie und wiederholte seinen Vorjahressieg in dominanter Manier. Erst 19:28 Minuten später folgte der Australier Tim Van Berkel auf Rang zwei. Rang drei ging an David Dellow (AUS), der die Ziellinie nach 8:32:12 Stunden überquerte. Im Frauenfeld setzte sich erneut Teresa Adam (NZL) durch und kam nach 8:48:34 Stunden ins Ziel. Sarah Crowley (AUS) folgte mit 5:03 Minuten Rückstand vor Kaisa Sali (FIN), die den dritten Platz mit einer Zeit von 8:53:52 Stunden belegte. Die einzige deutsche Profistarterin im Feld, Kristin Liepold, landete auf Rang vier (9:02:10 Stunden), erzielte mit 2:54:05 Stunden die schnellste Laufzeit des Tages und qualifizierte sich mit dieser Leistung für die Ironman-WM 2019 auf Hawaii. 

Kanute gewinnt Triple bei Escape from Alcatraz Triathlon

Beim amerikanischen und äußerst spektakulären Klassiker "Escape from Alcatraz" über die olympische Distanz, bei der nach einem Schwimmstart vom Boot zunächst an Land geschwommen wird und nach dem Radfahren eine harte Laufstrecke mit viel Sand und Treppenstufen auf die Athleten wartet, konnte sich dieses Jahr erneut Ben Kanute (USA) durchsetzen. Nach seinem enttäuschenden Mitteldistanz-Rennen bei The Championship am vergangenen Wochenende sicherte sich der 26-Jährige nach seinen Siegen 2017 und 2018 nun das Triple in einer Zeit von 1:59:22 Stunden. Die Plätze zwei und drei belegten der 2017 zurückgetretene Ex-Profi Joe Maloy (USA, 2:00:17 Stunden), der das Rennen 2016 bereits gewann und es noch einmal wissen wollte, und Josh Amberger (AUS, 2:02:15 Stunden). Bei den Frauen ging der Sieg an die Kurzdistanzlerin Ashleigh Gentle (AUS) mit einer Zeit von 2:13:29 Stunden. Hinter ihr belegten Lauren Goss (USA, 2:14:29 Stunden) und Sarah Haskins-Kortuem (USA, 2:17:59 Stunden) das Podium. 

 

Hanson und Brandon siegen in Boulder

Beim Ironman Boulder, der für seinen eindrucksvollen Kurs mit malerischer Landschaft bekannt ist, setzte sich bei den Männern Matt Hanson (USA) durch, der als einziger Athlet mit einer Endzeit von 7:57:03 Stunden unter der Acht-Stunden-Marke blieb. Seine beiden Landsmänner Kennett Petersen (8:01:35 Stunden) und Tim O'Donnell (8:09:37 Stunden) belegten die Plätze zwei und drei. Im Frauenfeld ging der Sieg sehr deutlich an Lauren Brandon (USA), die in einer Zeit von 9:09:09 Stunden gewann. Hinter ihr folgten Lesley Smith (USA, 9:26:12 Stunden) und Danielle Mack (USA, 9:32:08 Stunden) auf dem Silber- und Bronzerang. 

 

Lucy Charles-Barclay und George Goodwin gewinnen Ironman 70.3 Staffordshire

Beim Ironman 70.3 Staffordshire in Großbritannien gab es einen dreifachen Heimsieg bei Männern und Frauen. Im Männerfeld siegte George Goodwin (3:57:26 Stunden) vor Will Clarke (4:01:16 Stunden) und Elliot Smales (4:04:53 Stunden). Bei den Frauen setzte sich Lucy Charles-Barclay nur eine Woche nach ihrem Sieg bei The Championship auch in ihrer Heimat durch. Die 25-Jährige gewann die Mitteldistanz mit einer Zeit von 4:22:30 Stunden vor der starken Konkurrentin Emma Pallant (4:26:04 Stunden) und Katrina Rye (4:29:20 Stunden). 

Dänische Dominanz bei Challenge Herning 

Bei der Mitteldistanz im Rahmen der Challenge Herning dominierten die Dänen in ihrer Heimat das Renngeschehen. Etwas überraschend gewann Mathias Lyngsø Petersen aus Dänemark in kalten und regnerischen Bedingungen mit einer Zeit von 3:49:53 Stunden vor seinen beiden Landsleuten Kristian Høgenhaug (3:50:37 Stunden) und Thomas Strange (3:51:26 Stunden). Der Deutsche Markus Liebelt belegte den fünften Rang, Fabian Günther und Marc Unger landeten auf den Rängen 14 und 15. Bei den Frauen ging der Sieg an die Schwedin Sara Svensk mit einer Zeit von 4:10:28 Stunden vor der Britin Kimberley Morrison (4:14:08 Stunden) und Pernille Thalund  (DNK, 4:21:21 Stunden) Die Deutsche Caroline Lehrieder belegte mit einer Zeit von 4:27:33 Stunden Platz fünf. 

 

Zepuntke und Konczalla gewinnen Bonn Triathlon 

Bei der abgewandelten Mitteldistanz in Bonn über 3,8 Kilometer Schwimmen, die mit der relativ starken Strömung des Rheins geschwommen werden und deshalb deutlich schnellere Zeiten als im Normalfall hervorbringen, 60 profilierten Radkilometern und 15 Laufkilometern gewann Ruben Zepuntke und Leonie Konczalla. Der ehemalige Radprofi Zepuntke spielte bei der zweiten Disziplin erwartungsgemäß seine Stärke aus, kam allerdings bereits etwas überraschend schon als erster Athlet aus dem Wasser. Am Ende siegte er mit einer Gesamtzeit von 2:45:45 Stunden vor Luca Heerdt aus Münster (2:49:38 Stunden) und dem Hamburger Julian Fritzenschaft (2:52:32 Stunden). Bei den Frauen ging der Sieg an Leonie Konczalla, die sich mit einer Zeit von 3:03:08 Stunden gegen die Österreicherin Beatrice Weiss (3:05:53 Stunden) durchsetzte. Komplettiert wurde das Podium durch Verena Walter (3:09:27 Stunden). 

Erhardt und Hofmann entscheiden Maxdorfer Triathlon für sich

Die Mitteldistanz (2 km Schwimmen, 80 km Radfahren, 20 km Laufen) beim Maxdorfer Triathlon, die nur alle zwei Jahre ausgetragen wird und ein Teil des Rhein-Neckar-Cups ist, zieht deshalb traditionell einige Topathleten an die Startlinie – so auch in diesem Jahr. Bei der 14. Austragung des Klassikers gewann nach 3:53:19 Stunden Julian Erhardt (Triathlon Grassau), der zuletzt schon mit einem fünften Platz bei der Challenge Heilbronn seine starke Form unter Beweis stellte. Zwei Minuten nach Erhardt folgte Frederik Henes vom TV Mengen, der seine erste Mitteldistanz überhaupt bestritt. Knapp zwei Minuten hinter Henes folgte Malte Plappert vom Tri-Team Heuchelberg. Im Frauenrennen setzte sich Simon Hofmann (TSV Amicitia Viernheim) mit einer Endzeit von 4:26:44 Stunden gegen Stefanie Kuhnert und Katharina Wolff durch.