Vanhoenacker gewinnt in Zell am See

Marino Vanhoenacker galt im Vorfeld des Ironman 70.3 Zell am See als Favorit. Unter schwierigen äußeren Bedingungen wurde der Belgier dieser Rolle gerecht und gewann zum zweiten Mal das Ironman 70.3-Rennen.

Von > | 29. August 2016 | Aus: SZENE

Marino Vanhoenacker Zell am See Kaprun

Foto >Ironman Europe

Es ist sein zweiter Erfolg nach 2014: Marino Vanhoenacker konnte die sechste Auflage des Ironman 70.3 Zell am See-Kaprun für sich entscheiden. Nach 4:06:05 Stunden überquerte der 40-Jährige als erster Athlet die Ziellinie und gewann das Rennen mit über fünf Minuten Vorsprung. „Ich liebe Wettkämpfe in Österreich. Dieser Sieg war ein ganz spezieller für mich. Ein wunderbares Rennen, ich komme wieder“, zeigte sich der glückliche Gewinner im Ziel sofort begeistert. 30 Grad Celsius machten das Rennen am Sonntagmorgen für viele der 2.500 Athleten zu einer schwierigen Herausforderung. Doch unter den Extrembedingungen litten nicht nur die Agegrouper: Die beiden Lokalmatadore Paul Reitmayr und Lukas Hollaus mussten bei ihrem Heimrennen beide aussteigen und brachen das Rennen auf der Laufstrecke ab. 

Vanhoenacker fährt allen davon

Damit war der Weg frei für einen stark aufspielenden Marino Vanhoenacker.  Auf dem Rad fuhr der Belgier seiner Konkurrenz sofort davon. Mit 2:12:54 Stunden für die 90 Radkilometer fuhr Vanhoenacker deutlich schneller als alle seine Konkurrenten. Mit einem soliden Halbmarathon konnte er seine Führung routiniert ins Ziel bringen. Auf dem zweiten Platz landete der ehemalige Kurzdistanzler Stuart Hayes aus Großbritannien. Hayes verlor auf dem Rad sieben Minuten auf Vanhoenacker und überquerte mit starker Laufleistung nach 4:11:23 Stunden die Ziellinie. Das Podium komplettierte der Deutsche Markus Thomschke, der nur 13 Sekunden nach Stuart Hayes ins Ziel kam. Im Anschluss folgten ebenfalls zwei Deutsche auf den Rängen vier und fünf: Stefan Schmid (4:13:23 Stunden) und Michael Ruenz (4:14:42 Stunden) gelang ein schnelles Rennen, bei dem sie das Podium nur knapp Minuten verpassten. 

Lehtonen siegt mit großem Vorsprung

Im Profifeld der Frauen wurde der Sieg mit ähnlicher Dominanz vergeben. Die Finnin Kaisa Lehtonen erwischte einen hervorragenden Tag in allen drei Disziplinen und bestritt ein sehr konstantes Rennen. Als fünfte Frau kam sie gut eine Minute hinter der Spitze aus dem Wasser. Auf der Rad- und Laufstrecke konnte keine Konkurrentin mit Lehtonens Tempo mithalten und so gewann die Finnin nach 4:30:11 Stunden das Rennen sehr deutlich. Sieben Minuten nach der Siegerin kam die Dänin Tine Holst als Zweitplatzierte ins Ziel. Den dritten Rang sicherte sich Emma Pallant aus Großbritannien in einer Zeit von 4:38:17 Stunden.