Eine Neu-Veganerin auf Watt-Wanderung

Es läuft für unsere Bloggerin Anita Horn: Die Neu-Veganerin steigt mit viel Motivation ins Training für ihren ersten Ironman ein. Das Januar-Update.

Von > | 31. Januar 2018 | Aus: SZENE

Anita aus Köln, 35 Jahre alt, Sport-Reporterin beim Radio, Autorin, Bloggerin und ambitionierte Hobby-Triathletin, angemeldet für meine erste Langdistanz. 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rennrad fahren und 42,195 Kilometer laufen.

Anita aus Köln, 35 Jahre alt, Sport-Reporterin beim Radio, Autorin, Bloggerin und ambitionierte Hobby-Triathletin, angemeldet für meine erste Langdistanz. 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rennrad fahren und 42,195 Kilometer laufen.

Foto >Anita Horn

Freitag, 26. Januar 2018: Es läuft

Ich habe ihn überlistet, den Winter. Mit ein paar Vitaminen, regelmäßigen Saunabesuchen und moderater Bewegung an der frischen Luft bin ich bis auf den Mini-Schnupfen neulich kerngesund durchgekommen. Und ich fühle mich richtig gut. Außerdem regeneriere ich nach meinen Einheiten irgendwie schneller als sonst. Ob das daran liegt, dass ich seit Anfang Januar vegan esse? Ich war eigentlich immer bekennender Fleischfresser. Blutiges Steak und Leberwurst haben mich sehr glücklich gemacht. Jetzt kann ich mir irgendwie gar nicht mehr vorstellen sowas zu essen. Meine Blutuntersuchung spricht auch für eine leichte Verbesserung: zum Beispiel ist mein Cholesterinspiegel von 252 auf 202 gesunken – Normwert sind 200 Milligramm. Und ich habe zwei Kilo abgeschüttelt.

Vielleicht steckt aber auch einfach mein Training dahinter und es machen sich erste Erfolge bemerkbar. Einmal pro Woche gönne ich mir eine Einheit auf dem Laufband – mit Intervallen zwischen 1:30 Minuten und 3:30 Minuten mit einer Pace von maximal 4 min/km. Meinen 21-Kilometern-Long-Run habe ich im Grundlagentempo von 6:15 min/km gemacht. Nur zum Schwimmen muss ich mich immer noch ein bisschen zwingen und unbedingt an meiner Technik arbeiten. Gestern saß ich 1,5 Stunden auf der Rolle. Heute stehen Stabi und Stretching auf dem Plan, bevor ich am Wochenende wieder einen Indoor Cycling-Kurs gebe und am Sonntag bei einem Staffel-Marathon mitlaufe. Zwei Etappen (10 und 5 km). Richtig schnell bin ich zwar gerade nicht, aber dafür ausdauernd. Und darauf kommt es bei einer Langdistanz schließlich an, oder? Ich fühle mich auf jeden Fall super. Es läuft.

Dienstag, 30. Januar 2018: Watt-Wanderung

Das Wochenende ist vorbei und verarbeitet. Der Pulheimer Staffelmarathon hat richtig Spaß gemacht. Und obwohl ich gerade nicht auf Schnelligkeit trainiere, sondern eher auf Distanz, bin ich sehr zufrieden mit meiner Pace von 4:49 auf die zehn und die fünf Kilometer in meinen Staffel-Etappen. Eine echte Rennrakete werde ich eh nie. Aber so kann es ruhig weitergehen. Wobei ruhig hier das falsche Wort ist.

Heute geht's für mich auf Fahrrad. Indoor. Zwei Stunden in die Pedale treten mit einer kleinen Wanderung durch diverse Watt-Werte. Genauer gesagt 5 x 2 min 200 Watt, 3 x 1 min 250 Watt und 1 x 30 sec 300 Watt. Mal gucken wie das so klappt. Morgen geht's dann zur aktiven Regeneration ins Wasser und Donnerstag steht ein längerer Lauf an. Ich glaube, ich gehe gleich mal einkaufen. Klingt nach viel Hunger. Und ich liebe Essen. Watt'n großartiger Sport.