Von Feueralarmen und Feuerquallen

Das konnten sich auch Silke und Chris Piri nicht entgehen lassen: Beim Hoala Swim kann man die 3,86 Kilometer der Schwimmstrecke schon einmal im Rennen testen.

Von > | 7. Oktober 2018 | Aus: SZENE

Chris und Silke Piri vor dem Start zum Hoala Swim 2018.

Chris und Silke Piri vor dem Start zum Hoala Swim 2018.

Foto >privat

Als sich Silke Piri vor zwei Jahren in Maastricht zum ersten Mal für den Ironman Hawaii qualifizierte, bekam sie bei der Slotvergabe nicht nur das Reiseticket für Kona – sondern dazu gleich noch einen Heiratsantrag von ihrem Freund Christian. Am 3. Oktober 2016 gaben sich die beiden das Ja-Wort, standesgemäß in Kailua-Kona. Am 13. Oktober 2018 stehen die beiden erstmals gemeinsam am Start der Weltmeisterschaften: Chris qualifizierte sich im vergangenen Oktober in Barcelona, Silke zog im April in Südafrika nach. Über ihre Reise berichten beide auf tri-mag.de: Nicht gemeinsam, sondern jeder aus seiner ganz eigenen Sicht ...

Chris testet sein Rennoutfit

Das Schwimmen ist eine tolle Möglichkeit für mich, das Rennmaterial zu testen: Passt die Brille, reibt der Anzug und wie komme ich bei so einer Distanz mit dem Meer und den Wellen klar? Also am Vorabend schon einmal alles rausrichten. Den Renneinteiler und Swimskin, die Brille, den Pass zum Abholen der Startunterlagen – und dann gehts ab ins Bett.

Silke hat sich noch nicht für ein Rennoutfit entschieden

Chris macht mich schon wieder ganz wahnsinnig ... Weiß ich doch noch nicht, was ich am Samstag anziehe! Aber Materialtesten ist natürlich eine gute Idee, da hat er wieder mal Recht. Aber ich bin so müde und denke mir, das richte ich morgen früh. Lieber geh ich früh schlafen und bin dann erholt am Start.

Chris ist mutig

Es ist die erste Nacht, in der ich gut einschlafe. Doch dann: Es ist 2:30 Uhr und ein stetiges Piepsen ist in meinen Ohren. Was ist das, wo kommt das her? Ein Wecker ... Um diese Uhrzeit? Nach einer knappen Stunde ist es immer noch nicht weg ... Ich drehe mich zu Silke – sie schlummert zum Glück noch. Ich mache mich mal auf die Suche, Schlafen geht so sowieso nicht. Nach einem kleinen Spaziergang über die Anlage des Surf & Raquet Club ist die Uhrsache gefunden: Der „Feueralarm“ im Appartementblock nebenan. Außer zwei Damen scheint es keinen zu stören und leider ist auch nichts zu machen. Also wieder zurück ins Zimmer – ich versuche, mir Ohrstöpsel zu basteln und weiter zu schlafen. Als ich zurückkomme, ist Silke auch wach, aber nachdem ich ihr alles erklärt habe und sie sich die Ohrenstöpsel eingelegt hat, ist sie schon wieder im Lummerland.

Silke ist müde

Nachts wache ich plötzlich von einem Piepsen auf und drehe mich zu Chris rum, er ist nicht da und die Tür zur Terrasse weit offen. Aber da kommt er gerade wieder. Ich frage ihn, was das Piepsen ist, und er erklärt mir irgendetwas mit einem Feueralarm, aber ich bin so müde, stopfe mir was in die Ohren schlafe weiter.

Chris probt den Wettkampftag

Für mich geht das nicht, also mache ich einen Wettkampftagtest! Aufstehen um 2:30 Uhr, Kaffee und eine Kleinigkeit frühstücken und dann geht es um 6 Uhr zur Registrierung zum Hoala Swim.

Silke genießt die Ruhe vor dem Sturm

5:15 Uhr, der Wecker klingelt, Chris ist schon wach. Er hat Kaffee und ein kleines Frühstück gemacht, er ist ein Schatz. Jetzt noch schnell das Zeugs richten und ab zum Hoala Swim.

Chris und die Quallen

Dort klappt alles problemlos. Also ab zur Startlinie und losschwimmen. Natürlich erstmal viel zu spät dran und so bin ich noch fast am Strand, als der Startschuss fällt. Na ja, egal ... Ist ja nur ein Fun-Wettkampf. Nach dieser Nacht tut es gut, einfach mal abzuschalten, den Fischen zuzusehen und schon einmal den kommenden Samstag im Kopf durchzugehen. Glücklicherweise kann ich mich durch die vielen Quallen durchschlängeln und habe nur ein bisschen abbekommen, andere sehen wirklich schlimm aus. Alles in allem ist es okay und ein guter Test für den kommenden Samstag. Daheim angekommen gibt es nach dem Frühstück dann erst einmal kleines Nickerchen, um die nicht vorhandene Nachtruhe auszugleichen – und danach geht es auf eine kleine Entdeckungsreise.

Silke und die Qualen

Ich freue mich sehr auf den Start, es macht einfach Spaß, hier zu schwimmen. Ich bin keine gute Schwimmerin, aber den Spaß lasse ich mir nicht nehmen. Es ist wie 2016, man hat das Gefühl, man schwimmt und schwimmt und bald ist man in San Francisco, aber tatsächlich kommt die Wende und dann geht es wieder zurück Richtung Strand. Doch dieses Jahr ist es einfach furchtbar, irgendwie komme ich nicht vom Fleck. Mit den Wellen und der Strömung komme ich gar nicht klar. Ich fühle mich, als ob ich rückwärts schwimme. Nein, dieses Jahr habe ich leider keinen Spaß dabei und bin froh, endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Aber ich weiß nun schon einmal, was am Samstag wieder auf mich zukommt. Nun langt es aber mit Sport für heute, wir erkunden die Insel und legen die Beine hoch.

Geschafft! Und jetzt: Beine hoch - und ein bisschen Sightseeing.

Geschafft! Und jetzt: Beine hoch - und ein bisschen Sightseeing.

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