Von Berg und Hauschildt werden Ironman-70.3-Europameister

Michael Realert musste in Führung liegend das Rennen um seine Titelverteidigung aufgrund von Wadenproblemen vorzeitig beenden. Marcus Herbst wurde derweil Fünfter beim Ironman 70.3 Luxemburg.

Von > | 18. Juni 2018 | Aus: SZENE

In Führung liegend musste Michael Raelert zu Beginn der Laufstrecke das Rennen aufgrund von Wadenschmerzen aufgeben.

In Führung liegend musste Michael Raelert zu Beginn der Laufstrecke das Rennen aufgrund von Wadenschmerzen aufgeben.

Foto >Ironman

Ein Amerikaner darf sich 2018 Ironman-Europameister auf der Mitteldistanz nennen. Rodolphe von Berg holt sich bei der zweiten Ausgabe des Ironman-70.3-Rennens im dänischen Helsingör den Titel vor Adam Bowden. Nach dem Schwimmen sah es zunächst nach einem Duell zwischen dem deutschen Michael Raelert und Von Berg aus. Aus einer zehnköpfigen Gruppe heraus waren es zunächst diese beiden, die das Tempo auf dem Rad forcieren und bis zum Wechsel auf die Laufstrecke gut eine Minute auf ihre Verfolger herausfahren konnten.

„Es lief bis zum Ende des Radfahrens eigentlich richtig gut“, sagte der dreimalige Ironman-70.3-Europameister Michael Raelert, der sich kurz nach der zweiten Wechselzone dann jedoch seinen stärker werdenden Wadenproblemen beugen und das Rennen vorzeitig beenden musste. Seinen Vorsprung büßte Von Berg nach gut 18 Kilometern auf der Laufstrecke zunächst ein und Adam Bowden übernahm die Spitze. In einem packenden Duell konnte sich jedoch der US-Amerikaner dem Momentum Bowdens widersetzen und sicherte sich in 3:40:22 Stunden den Titel. Das Treppchen komplementierte der Belgier Bart Aernouts mit vier Minuten Rückstand auf den Sieger. Maurice Clavel landete gut zwei Wochen nach seinem Start bei „The Championchip“ auf dem neunten Platz (3:48:06 Stunden).

Australierin Hauschildt macht das Frauenrennen

Bei den Frauen schwamm sich Lokalmatadorin Helle Frederiksen zunächst einen Vorsprung von drei Minuten auf Verfolgerin Melissa Hauschildt und eine weitere Verfolgergruppe im Hafenbecken von Helsingör heraus. Diesen büßte sie aber vor allem im letzten Drittel der weitgehend flachen Radstrecke gegenüber ihrer australischen Verfolgerin ein. Mit einem souveränen Halbmarathon in 1:20:44 Stunden sicherte sich die 35-jährige bei den Frauen den Europameistertitel in einer Gesamtzeit von 4:07:18 Stunden vor Frederiksen (4:09:43 Std.) und Sara Svensk aus Schweden (4:17:11 Std.).  

Drei Deutsche in Luxemburg in den Top Ten

Beim zeitgleich startenden Ironman 70.3 Luxembourg sicherte sich der Schweizer Manuel Keng den Sieg in 3:51:59 Stunden. Für das beste deutsche Resultat sorgte Marcus Herbst, der Gesamtplatz fünf belegte. Christian Haupt, der Ironman-Agegroup-Weltmeister von 2017, landete bei seinem Profi-Debüt auf Rang acht, Markus Fachbach wurde Zehnter. Lisa Hütthaler aus Österreich gewann das Frauenrennen in 4:13:52 Stunden souverän, während sich die deutschen Starterinnen Mareen Hufe und Laura Zimmermann die Plätze vier und fünf sicherten.