Mola jagt dritten WM-Titel an der Gold Coast

Während Mario Mola beim Grand Final in Australien vor dem Sieg seines dritten WM-Titels in Folge steht, wird bei den Frauen nach dem Ausfall von Flora Duffy eine neue Weltmeisterin gesucht.

Von > | 14. September 2018 | Aus: SZENE

Auf der Laufstrecke nicht zu schlagen: Mario Molas Stärken liegen klar in der dritten Disziplin.

Auf der Laufstrecke nicht zu schlagen: Mario Molas Stärken liegen klar in der dritten Disziplin.

Foto >ITU Media

Die World Triathlon Series 2018 steht vor ihrem großen Abschluss. Nach sieben Stationen und einer langen Saison, die bereits Anfang März mit dem ersten Rennen in Abu Dhabi begann, steht am Wochenende das Grand Final an der Gold Coast (Queensland / Australien) vor der Tür. Über die olympische Distanz werden beim Frauenrennen am Samstag (7:06 Uhr deutscher Zeit) und im Männerrennen am Sonntag (7:06 Uhr deutscher Zeit) die neuen Weltmeister gesucht. 

Schnappt sich Mola das WM-Triple?

Bei den Männern geht Mario Mola als Führender und klare Favorite in das letzte Rennen. Dem 28-Jährigen könnte am Sonntag ein historischer Erfolg gelingen, nämlich das spanische Doppel-Triple. Nachdem Landsmann Javier Gomez 2013, 2014 und 2015 die WM-Serie gewinnen konnte, siegte Mola bereits in den vergangenen Jahren und steht nun vor dem dritten Gesamtsieg in Folge. Dafür muss der Spanier am Sonntag nur einen Platz unter den ersten 14 belegen, um aus eigener Kraft Weltmeister zu werden. Streitig machen könnten ihm den Titel rein rechnerisch noch Jacob Birtwhistle (AUS) und Vincent Luis (FRA), die Zweit- und Drittplatzierten in der Gesamtwertung. Sie sind allerdings auf eine Schwäche von Mola angewiesen und müssten bei einer Platzierung außerhalb der Top 15 von dem Spanier das Rennen für sich entscheiden - was beiden durchaus zuzutrauen ist.

Ambitionen auf den hochdotierten Tagessieg beim Grand Final an der Gold Coast (30.000 US-Dollar) haben auch die beiden Brownlee-Brüder Jonathan und Alistair, die beide kein leichtes Jahr hatten und für längere Zeit verletzungsbedingt zurückstecken mussten. Jonathan Brownlee landete zuletzt beim Weltcuprennen in Lausanne auf Rang zwei und Alistair Brownlee belegte vor zwei Wochen Platz zwei bei der Ironman-70.3-WM hinter Jan Frodeno. Zum Favoritenkreis gehören außerdem Kristian Blummenfelt (NOR), der in diesem Jahr bereits dreimal Silber in der WTS gewann, Richard Murray, Henri Schoeman (beide RSA) und Gustav Iden (NOR). Für Deutschland gehen Justus Nieschlag und Jonas Schomburg ins Rennen. 

Zaferes und Holland mit Duell um den Titel

Im Frauenrennen geht es deutlich enger beim Kampf um den WM-Titel zu. Denn nachdem klar war, dass Flora Duffy nach ihren beiden WM-Siegen 2016 und 2017 in diesem Jahr frühzeitig aufgrund einer hartnäckigen Verletzung aus der WM-Serie ausscheiden muss, wird nun eine neue Weltmeisterin gesucht. Die besten Chancen auf den Titel haben die aktuell Führende Katie Zaferes und Vicky Holland aus Großbritannien. Für beide wäre es jeweils der erste Gesamtsieg der WTS. Sollten beide weit hinten landen oder nicht ins Ziel kommen, kämen rein rechnerisch auch noch Georgia Taylor-Brown und Jessica Learmonth (beide GBR) Chancen auf den WM-Titel zu. In jeden Fall dürften alle vier ein Wörtchen um den Tagessieg am Samstag mitreden wollen. Außerdem gehören Rachel Klamer (NED), Jodie Stimpson (GBR), Kristen Kasper (USA), Ashleigh Gentle (AUS), Andrea Hewitt (NZL) und Laura Lindemann. Diese geht als einzige deutsche Starterin ins Rennen.