Wer stoppt Mario Mola?

Während sich vor dem WTS-Rennen in Edmonton die Frage stellt, ob jemand den Spanier Mario Mola schlagen kann, geht bei den Frauen der Kampf um den WM-Titel durch die Absage von Flora Duffy in eine neue Runde.

Von > | 24. Juli 2018 | Aus: SZENE

Wiederholt sich das WTS-Podium aus Hamburg am kommenden Freitag? Vincent Luis, Mario Mola und Richard Murray gelten auch in Edmonton als Topfavoriten.

Wiederholt sich das WTS-Podium aus Hamburg am kommenden Freitag? Vincent Luis, Mario Mola und Richard Murray gelten auch in Edmonton als Topfavoriten.

Foto >Kevin Mackinnon

Am kommenden Freitagabend geht die World Triathlon Series 2018 in die sechste Runde: Über die Sprintdistanz treffen die weltbesten Kurzdistanzler in Edmonton aufeinander und kämpfen um weitere Punkte für das Gesamtranking in der WM-Serie. Im Männerrennen stellt sich vorrangig die Frage, wer den zweifachen Weltmeister Mario Mola stoppen kann. In Hamburg dominierte der Spanier vor zwei Wochen und gewann das Sprintrennen in der Hansestadt bereits zum dritten Mal in Folge. Dieses Jahr bewies er allerdings auch schon mit seinem Sieg in Yokohama und seinem zweiten Platz in Leeds, dass er mittlerweile auf der olympischen Distanz derjenige ist, den es zu schlagen gilt. Genau das wollen am Freitag ab 19:21 Uhr Ortszeit wieder mehrere Athleten probieren. Darunter unter anderem Richard Murray (RSA), der zuletzt das Rennen in Leeds gewann und Vincent Luis (FRA), der in Hamburg auf Platz zwei und in Leeds auf Rang drei landete. Luis trainierte in den vergangenen Wochen in der Höhe von Les Angles (Frankreich) gemeinsam mit Mario Mola und seiner Trainingsgruppe, die von Erfolgscoach Joel Filliol betreut wird. 

Bei den vergangenen beiden WTS-Rennen machte dieses Trio das Podium unter sich aus, was dazu führte, dass sich diese Konstellation auch in der Gesamtwertung wiederfinden lässt: Dort liegt Mola (4641 Punkte) vor Luis (3133) und Murray (2506). Mit in das Geschehen um den Sieg und die Podiumsplätze wollen des Weiteren auch Jacob Birtwhistle (AUS), Jonathan Brownlee (GBR), Kristian Blummenfelt (NOR), Fernando Alarza (ESP) und Tyler Mislawchuk (CAN) eingreifen. Chancen auf eine Top-Platzierung können sich auch Joao Silva (POR), Marten Van Riel (BEL), Ryan Bailie und Aaron Royle (beide AUS) ausrechnen. Für Deutschland gehen die beiden Starter Jonas Schomburg und Valentin Wernz ins Rennen. Speziell für Wernz wird es in erster Linie nur darum gehen, wertvolle Erfahrungen in einem Weltklasse-Feld wie diesem zu sammeln.  

Duffy nimmt sich aus dem Titelkampf, neue Weltmeisterin gesucht

Bei den Frauen geht in Person von Katie Zaferes (USA), Rachel Klamer (NED) und Vicky Holland (GBR) ebenfalls das Führungstrio der Gesamtwertung an den Start. Flora Duffy (BER), die in den beiden vergangenen Jahren den WM-Titel gewann, verzichtet auf einen Start in Edmonton und macht sich damit ihre Chance auf eine erneute Titelverteidigung zunichte, da sie rechnerisch nicht mehr auf die Gesamtzahl von sechs absolvierten Rennen kommen kann, die man am Ende der Saison braucht, um in die Gesamtwertung zu kommen. Nachdem sie in den vergangenen beiden Monaten mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, in Hamburg ihr Mini-Comeback gab und feststellen musste, dass ihre Fußverletzung sie immer noch zu sehr einschränkt, gab sie bekannt, am Freitag nicht starten zu können. Sie hoffe aber, dass eine Teilnahme am Grand Final an der Gold Coast im September möglich sein wird. In Edmonton können sich neben den drei Gesamtführenden auch Kristen Kasper (USA), Yuko Takahashi (JPN), Jessica Learmonth, Non Stanford (beide GBR), Andrea Hewitt (NZL) und Ashleigh Gentle (AUS) Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung machen. Für Deutschland sind Anja Knapp und Bianca Bogen mit von der Partie. Das Frauenrennen startet am Freitag um 17:36 Uhr Ortszeit.

Mixed Team Relay zum Dritten 

Nach den beiden Einzelrennen am Freitagabend steht am Samstag um 16:04 Uhr Ortszeit das dritte Mixed-Team-Relay-Rennen des Jahres an. Die erste Austragung fand in Nottingham statt und in Hamburg wurden vor zwei Wochen traditionell die Staffel-Weltmeister gekürt. Auch in Edmonton geht es wieder um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation 2020. In Tokio wird das Mixed-Team-Format erstmals bei den Olympischen Spielen ausgetragen.