Wurf gegen Viennot und Van Vlerken gegen Vesterby in Lanzarote

Am Samstag will sich Radrakete Cameron Wurf die harte Strecke beim Ironman Lanzarote zu Nutze machen. Bei den Frauen kämpft Yvonne Van Vlerken gegen starke Konkurrenz um den Sieg.

Von > | 23. Mai 2018 | Aus: SZENE

Mit einer Zeit von 4:12:54 Stunden stellte Cameron Wurf 2017 beim Ironman Hawaii einen neuen Radstreckenrekord auf.

Mit einer Zeit von 4:12:54 Stunden stellte Cameron Wurf 2017 beim Ironman Hawaii einen neuen Radstreckenrekord auf.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

"Ein Rennen, das man einmal überlebt haben muss", sagte Jan Frodeno 2016 nach seinem zweiten Platz beim Ironman Lanzarote. Am Samstag lockt das Ironman-Rennen mit der wahrscheinlich weltweit anspruchsvollsten Radstrecke wieder mehr als 1.500 Athleten auf die Kanaren. Auf dem Radkurs müssen einige leichte Veränderungen vorgenommen werden, im Großteil bleibt er aber gleich. Auf 182,2 Kilometern warten nicht nur mehr als 2.500 Höhenmeter auf die Sportler, sondern auch jede Menge Wind. Deshalb kommt es häufiger vor, dass auch Profiathleten länger als fünf Stunden für die zweite Disziplin brauchen. Jemand, der sich den Kurs am Samstag zu Nutze machen will, ist der Australier Cameron Wurf. 2017 stellte der ehemalige Radprofi den Radstreckenrekord beim Ironman Hawaii ein und gewann den Ironman Wales, der ebenfalls für seinen anspruchsvollen Kurs bekannt ist. Verläuft das Rennen normal, wird Wurf seine Konkurrenz auf dem Rad wohl deutlich distanzieren und versuchen, seinen Vorsprung auf dem abschließenden Marathon zu verteidigen. Unter anderem könnte der Franzose Cyril Viennot die Pläne von Wurf kreuzen. Viennot gewann im April den Ironman 70.3 Peru und bewies, dass er in guter Form zu sein scheint. Im vergangenen Jahr stellte er mit seinem Sieg beim Ironman UK in Bolton unter Beweis, dass ihm schwierige Strecken liegen. Auch Alessandro Degasperi (ITA), Ivan Rana (ESP) und Romain Guillaume (FRA) könnten um den Sieg mitmischen. 

Im stark besetzten Frauenrennen wird Lucy Gossage (GBR) versuchen, ihren dritten Platz aus dem Vorjahr zu verbessern. Außerdem ist Yvonne Van Vlerken für das Rennen gemeldet und dürfte Siegesambitionen haben, nachdem sie sich bereits einige Tage in Lanzarote spezifisch auf die Bedingungen und die Strecke einstellen konnte. Auch Michelle Vesterby aus Dänemark kann das Rennen an einem guten Tag für sich entscheiden. Celine Schärer ist zwar für das Rennen in Lanzarote gemeldet, steht allerdings auch beim Ironman 70.3 St. Pölten auf der Startliste. Annah Watkinson aus Südafrika und Nikki Bartlett (GBR) sind ebenfalls vordere Platzierungen zuzutrauen. Als deutsche Athletinnen gehen Katja Konschak und Jenny Schulz ins Rennen. 

Gelingt Amorelli der zweite Sieg in Brasilien?

Nachdem im vergangenen Jahr die gesamte Triathlonwelt aufgrund der neuen Ironman-Bestzeit von Tim Don auf den Ironman Brasil in Florianopolis geblickt hat, geht es 2018 etwas verhaltener zur Sache. Denn im Vergleich zu den Vorjahren, in denen Hochkaräter wie Don, Brent McMahon, Andreas Raelert und Kyle Buckingham den Weg an die Startlinie fanden, bleiben in diesem Jahr ganz große Namen aus. Aller Voraussicht nach wird es auf einen brasilianischen Dreikampf zwischen Igor Amorelli, Thiago Vinhal und Reinaldo Colucci hinauslaufen. Amorelli konnte das Rennen bereits einmal gewinnen und belegte in Florianopolis auch schon die anderen beiden Plätze auf den Podium. Im Frauenrennen gilt die US-Amerikanerin Sarah Piampiano als klare Top-Favoritin. Bruna Mahn (BRA), Haley Chura (USA), Camilla Lindholm Borg (SWE) und Kirsty Jahn (CAN) sind weitere Kandidatinnen für die Podiumsplätze.