Zwei Deutsche auf dem Podest

Marc Duelsen und Fabian Rahn belegen beim Ironman UK die Plätze zwei und drei. Durch einen starken Marathon holt sich Joe Skippers Sieg vor heimischer Kulisse den Sieg. Lucy Gossage feiert bei den Damen einen ungefährdeten Triumph.

Von > | 16. Juli 2018 | Aus: SZENE

Fühlt sich im Vereinigten Königreich offensichtlich wohl: Marc Duelsen sichert sich nach dem Sieg in Wales im vergangenen Jahr, wie auf diesem Foto, nun in Bolton den zweiten Platz.

Fühlt sich im Vereinigten Königreich offensichtlich wohl: Marc Duelsen sichert sich nach dem Sieg in Wales im vergangenen Jahr, wie auf diesem Foto, nun in Bolton den zweiten Platz.

Foto >Getty Images for Ironman

Als Marc Duelsen vom ProTeam Mohrenwirt nach 56:00 Minuten als Dritter aus dem See am Golfplatz Pennington steigt, ist nicht abzusehen, dass Fabian Rahn, der ihm nach 9:30 Minuten folgt, bei der Siegerehrung direkt neben ihm stehen wird. Zu groß schien der Abstand Rahns zur Spitze um den Neuseeländer Simon Cochrane (53:09 Minuten), Fraser Cartmell (GBR / 55:59 Minuten), Duelsen und Joe Skipper (56:35 Minuten). 

Marc Duelsen mit starker Radperformance

Nach der ersten Wechselzone schlägt die Zeit Marc Duelsens. Auf "den wohl schlechtesten Straßen, die ich jemals bei einem Ironman Rennen erlebt habe", wie er auf Facebook mitteilte, gelang es ihm nicht nur den schnellsten Radspit den Tages zu fahren (4:06:21 Stunden), sondern ebenso seinen härstesten Verfolger, Joe Skipper, auf 3:22 Minuten zu distanzieren. "Der Lauf war extrem hart", fasste Duelsen die abschließenden 42,2 Kilometer zusammen, auf denen er sich in 2:56:19 Stunden einen ungefährdeten zweiten Platz sicherte (8:02:54 Stunden). Der Laufleistung von Joe Skipper war an diesem Tage nichts entgegenzusetzen. 2:45:56 Stunden benötigte der Lokalmatador für den dritten Split. "Joe Skipper hat den Sieg verdient", zollte Duelsen dem Briten Respekt für ein starkes Finish und die Gesamtzeit von 7:55:34 Stunden. Für Skipper war es der erste Sieg über eine Ironman Langdistanz.

Einen nicht weniger beindruckenden Marathon durch den Queen's Park Bolton legte Fabian Rahn hin. Nach dem Radfahren noch an siebter Position machte er sich auf, die Konkurrenz peu á peu einzusammeln. 2:53:17 Stunden für 42,2 Kilometer bedeuteten am Ende Platz drei (8:18:23 Stunden) und die erste Podiumsplatzierung für Rahn bei einem Ironman Event. 

Lucy Gossage zieht einsam ihre Kreise

Bei den Frauen feierte Lucy Gossage einen nie gefährdeten Sieg vor heimischer Kulisse. Nach 1:02:26 Stunden im Wasser, 4:28:40 Stunden auf dem Rad - die Strecke des Ironman UK wurde aufgrund von Waldbränden in der Region verkürzt - und einem abschließenden Marathon in 3:14:26 sicherte sich die Athletin des Teams Erdinger Alkoholfrei mit einem Vorsprung von gut 33 Minuten in 8:51:18 Stunden den Sieg vor der Schwedin Camilla Lindholm Borg und der Kanadierin Angela Naeth.