Zwischen 9 und 26 Stunden durch die Lava

Der Ironman hat eine neue Heimat: Auf Big Island entstehen seit 1981 die Mythen, die fortan Sportler aus aller Welt anziehen. 306 Männer und 20 Frauen gehen an den Start der Premiere in Kailua-Kona.

Von > | 4. September 2019 | Aus: SZENE

Impression vom Queen Kaahumanu Highway

Impression vom Queen Kaahumanu Highway

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach der Abkommandierung von Ironman-Gründer Commander John Collins nach Washington D. C. übernimmt der „Local Health Club“ die Verantwortung für den Ironman. Und der sieht das Potenzial - aber auch die Gefahren. Honolulu und die Straßen Oahus sind zu gefährlich für die Durchführung des 226 Kilometer langen Extrem-Events. Die neue Renndirektorin Valerie Silk sucht eine neue Heimat und wird auf Big Island fündig. Kailua-Kona ist mit seinem Flughafen gut erreichbar - und die Laufstrecke führt bis 1989 sogar über den damaligen Airport. Nördlich von diesem: Lava, nichts als Lava. Und das bis Hawi, dem Wendepunkt der Radstrecke.

Mythen entstehen

Der Queen Kaahumanu Highway wird der Schauplatz vieler zukünftiger Triumpfe und mindestens ebenso vieler Tränen und Dramen. Ging es in und um Honolulu noch heiß, aber zivilisationsnah zu, wird der Ironman erst in den Lavafeldern der Kona-Küste zur wahren Herausforderung gegen die Naturelemente. Jetzt entstehen die Mythen, die immer mehr Anziehungskraft auf Sportler in aller Welt entfalten. Und auch organisatorisch macht das Rennen einen Riesenschritt nach vorn: Musste bisher jeder Teilnehmer seinen eigenen Helfertross organisieren, schaffen es Silk und ihr Team, für die 326 Teilnehmer 950 Volunteers an den Streckenrand zu bringen. 

Zwischen 9 und 26 Stunden

Erster Sieger in der neuen Heimat des Ironman wird der dreifache Olympia-Radfahrer im US-Trikot John Howard in 9:38:29 Stunden. Bei seinem einsamen Ritt auf dem Queen Kaahumanu Highway ist er eine halbe Stunde schneller als die Konkurrenz. Schon im Vorjahr, als er Dritter wurde, hatte er mit einer Zeit von 4:28 Stunden auf der weniger windanfälligen Strecke um Oahu für Aufmerksamkeit gesorgt.

Von den insgesamt 20 Frauen ist Linda Sweeney die Schnellste. Den Rekord der bis dahin langsamsten Finisher-Zeit stellt der 72-jährige Walt Sack auf – mit 26:20 Stunden.

Ironman Hawaii 1981 | Männer

  1. Februar 1981 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)

Platz

Name

Land

Gesamt

3,86 km Swim

180,2 km Bike

42,195 km Run

1

John Howard

USA

9:38:29

1:11:12

5:03:29

3:23:48

2

Tom Warren

USA

10:04:38

0:59:40

5:37:09

3:27:49

3

Scott Tinley

USA

10:12:47

1:05:34

5:47:52

3:19:21

4

Thomas Boughey

USA

10:23:40

0:56:26

5:57:00

3:30:14

5

Dennis Hansen

USA

10:26:43

1:03:48

6:01:45

3:21:10

6

Dante Dettamanti

USA

10:29:02

1:11:09

5:36:15

3:41:38

7

James Butterfield

BER

10:31:26

1:27:48

5:58:30

3:05:08

8

Jonathan Durst

USA

10:34:11

0:58:07

5:33:47

4:02:17

9

Conrad Kress

USA

10:38:15

1:02:26

5:49:40

3:46:09

10

Roland Krueper

USA

10:39:11

1:02:56

6:00:57

3:25:28

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Ironman Hawaii 1981 | Frauen

  1. Februar 1981 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)

Platz

Name

Land

Gesamt

3,86 km Swim

180,2 km Bike

42,195 km Run

1

Linda Sweeney

USA

12:00:32

1:02:07

6:53:28

4:04:57

2

Sally Edwards

USA

12:37:25

1:28:30

6:58:36

4:10:19

3

Lyn Brooks

USA

12:42:15

1:20:07

7:13:11

4:08:57

4

Cynthia Marks

USA

13:00:51

1:11:07

7:33:02

4:16:42

5

Kika Walker

USA

13:33:29

1:08:17

7:21:47

5:03:25

6

Nancy Kummen

USA

13:34:16

1:51:17

6:26:06

5:16:43

7

Georgia Gatch

USA

14:21:00

1:05:37

7:23:36

5:51:47

8

Carol Laplant

USA

14:24:15

1:45:27

7:43:49

4:54:59

9

Christa Obara

USA

14:44:07

2:10:44

7:48:50

4:44:33

10

Patricia Specht

USA

14:50:08

1:57:06

7:41:13

5:11:49

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