Die 4 Phasen des Kraularmzugs

Schwimmen ist die technisch anspruchsvollste Disziplin im Triathlon. Wir verraten Ihnen, worauf es beim Kraularmzug ankommt.

Von > | 6. Dezember 2017 | Aus: TRAINING

In der Überwasserphase ist der Ellbogen der höchste Punkt des Arms.

In der Überwasserphase ist der Ellbogen der höchste Punkt des Arms.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

4 Phasen des Kraularmzugs

Das Schwimmen ist für viele Triathleten die schwierigste Disziplin. Vor dem koordinativen Anspruch, der Bewegung im ungewohnten Element Wasser, und einem Schlagabtausch beim Massenstart im Wettkampf haben selbst gestandene Männer Respekt. Eine gute Technik gibt Ihnen Selbstbewusstsein in Situationen, in denen es darauf ankommt. In diesem Kapitel werden Schwimmtechnik, häufige Fehlerbilder und Technikübungen vorgestellt. Auch die Besonderheiten des Freiwasserschwimmens und taktische Überlegungen wurden bedacht. Der zyklische Kraularmzug ist koordinativ anspruchsvoll. Bei gleichzeitiger Bewegung in den Beinen gilt es, vier Phasen nacheinander technisch sauber auszuführen – immer und immer wieder. Die Feinheiten der Eintauch-, Zug-, Druck- und Überwasserphasen werden veranschaulicht, und gängige Fehlerbilder aufgezeigt.

Eintauchphase

Ihr Schwimmzug startet mit der Eintauchphase, Ihr Arm befindet sich über Wasser. Stechen Sie 20 bis 30 Zentimeter bevor Ihr Arm komplett gestreckt ist, ins Wasser ein. Tauchen Sie mit den Fingerspitzen zuerst ein und vermeiden Sie eine schlagende Bewegung, um durch eine möglichst kleine Erstkontaktfläche mit dem flüssigen Element so wenig Luft wie möglich mit unter Wasser zu ziehen. Die Handfläche ist in der Eintauchphase leicht nach innen geneigt, um eine optimale Ausgangsstellung für die Zug-/Stützphase zu erhalten. Führen Sie den Arm knapp unter der Wasseroberfläche in die volle Streckung nach vorn. Durch die Streckung des Armes werden Sie automatisch leicht um die Längsachse rotieren. Dadurch können Sie Ihren maximalen Zugweg erreichen und verringern Ihre Frontfläche im Wasser. Vermeiden Sie aber eine bewusste und damit meist überbetonte Rotation um die Längsachse. Diese bringt eine Reihe von Fehlerbildern mit sich, wie Sie auf Seite lesen können. Achten Sie darauf, die Dynamik der Armbewegung mit in die Zug-/Stützphase zu übertragen.