Kinesiologie als Bindeglied

Sie haben sich schon häufiger gefragt, was die Kinesiologie im Sport für eine Bedeutung hat? Wir erklären kompakt zusammengefasst die Grundzüge der Kinesiologie und ihre Funktion.

Von > | 22. August 2018 | Aus: TRAINING

Geschicklichkeit und Koordination sind trainierbar.

Geschicklichkeit und Koordination sind trainierbar.

Kinesiologie im Sport

Die Sportkinesiologie bildet das Bindeglied zwischen dem mentalen und dem körperlichen Training. Kinesiologische Grundannahmen und Methoden wie beispielsweise die Funktionsweise von linker und rechter Hirnhälfte, der Zusammenhang zwischen psychischen Stressoren und Muskelverhalten, die Körperbalance oder der Muskeltest lassen sich gut mit der klassischen Trainingslehre und dem Mentaltraining verknüpfen.

Wie kann Kinesiologie Sie beim Sport unterstützen?

Ihre Geschicklichkeit und Koordination sind trainierbar. Voraussetzung ist eine gut funktionierende Zusammenarbeit Ihrer rechten und linken Gehirnhälfte. Nach einer modellhaften Darstellung ist jede Gehirnhälfte in einem neurologischen Überkreuzfluss für die Ansteuerung der gegenüberliegenden Körperseite zuständig. Ihre linke Hemisphäre steuert daher Ihren rechten Arm, das rechte Bein, das rechte Auge und Ohr und umgekehrt. Eine gute Koordination spiegelt sich in harmonischen, fließenden Ganzkörperbewegungen wider. Sie beinhaltet Geschicklichkeit, Gleichgewicht sowie schnelles Erfassen und Reagieren auf wechselnde Wettkampfsituationen. Sportkinesiologie könnte man als Muskelcoaching bezeichnen. Das Wort Kinesiologie kommt aus dem Griechischen (Kinesis) und bedeutet Bewegungslehre. Es ist aber nicht die körperliche Bewegung gemeint, sondern der einer Bewegung zugrunde liegende Energiefluss im Körper.

Kinesiologie unterstützt Sie dabei,

  • Ihre Koordination und Körperhaltung zu verbessern
  • Ihre für die Sportart erforderlichen Sinnessysteme zu optimieren
  • eine Verbesserung der Beweglichkeit und des Zusammenspiels Ihrer Muskeln zu erreichen
  • Ihren Energiefluss im Meridiansystem und der Muskulatur zu aktivieren
  • Ihren Genesungsprozess nach Verletzungen zu beschleunigen

 

Der Muskeltest

Der Kinesiologe stellt mit dem Muskeltest fest, welches Ihrer Systeme blockiert ist und Ihre Leistung nicht optimal unterstützt. Im Test übt der Kinesiologe für etwa zwei Sekunden gleichmäßig starken Druck auf verschiedene in Ihrer Testposition genau definierte Muskeln aus. Die Antwort des Muskels wird nach ihrer Qualität bewertet: Können Sie mit Leichtigkeit dem Druck des Testers entgegenhalten, spricht man von einem „Einrasten“ des Muskels. Das bedeutet, dass Ihr Testmuskel vom Zentralnervensystem gut angesteuert wird. Ist der Druck des Testers für Sie zu groß, bleibt dieses Einrasten aus, wird der Muskel „wegschmieren“. Der Kinesiologe spricht dann von einem „Abschalten“ des Muskels. Auf diese Art zeigt Ihr Körper, in welchen Bereichen Blockaden vorliegen, die einer Korrektur bedürfen. Um Blockaden aufzuheben, nutzt der Kinesiologe Akupunktur-Meridiane, neurovaskuläre und neurolymphatische Zonen und Kontaktpunkte. Das Ziel der Aktivierung besteht darin, zuvor abgeschaltete Muskeln wieder einzuschalten. Durch das „Einrasten“ des Muskels im anschließenden Test zeigt der Körper an, dass er die Korrektur angenommen hat.