Schmerzen beim Radfahren

Die orthopädische Belastung ist beim Radfahren zwar nicht so hoch wie beim Laufen, dennoch können auch hier Probleme auftreten. Häufig schmerzen Rücken und Knie.

Von > | 11. April 2018 | Aus: TRAINING

Tipp: Erhöhen Sie nur sanft die Radumfänge. Ansonsten drohen Überlastungen.

Tipp: Erhöhen Sie nur sanft die Radumfänge. Ansonsten drohen Überlastungen.

Foto >Giant Bicycles

Typische Probleme

Fast jeder Radfahrer hat schon einmal Schmerzen beim Radfahren verspürt, und auch erfahrene Sportler sind nicht davor gefeit. Während es den Anfänger, dessen Gesäß häufig noch nicht an den Satteldruck gewöhnt ist, ebendort schmerzt, bekommt der erfahrene Fahrer eventuell Überlastungsbeschwerden. Viele dieser Probleme lassen sich aber durch Veränderungen in der Sitzposition oder zusätzliches Training (Stabilisation, Mobilisation, Dehnen) verbessern oder sogar ausschalten. Schuld sein können unflexible, verkürzte Muskeln, eine schwache Haltemuskulatur und unpassendes Material. Auch wenn man mit dem Radfahren erst beginnt oder im Laufe der Zeit die Umfänge deutlich steigert, kommt es zwangsläufig immer wieder zu Anpassungsprozessen, die sich oft über Monate oder sogar Jahre hinziehen. Bei der Steigerung der jährlichen Trainingsumfänge sollte man vorsichtig vorgehen.

Manchmal merken Fahrer gar nicht, wie stark sie ihr Training steigern. Eine Umfangssteigerung von 4.000 Kilometern gegenüber dem Vorjahr ist auf eine Trainingswoche heruntergerechnet (bei zehn Trainingsmonaten im Jahr und zwei Monaten Pause) in der Woche nur eine Steigerung von drei bis vier Stunden, also einer längeren Tour mehr als im Vorjahr. Das stellt für den Körper allerdings über das Jahr betrachtet eine starke Belastung dar und erfordert erhebliche Adaptationsprozesse des Bewegungsapparats. Machen Sie sich bewusst, wie viel Sie fahren, und erhöhen Sie die Trainingsumfänge nicht zu stark.