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So findet ihr die perfekte Sitzhöhe auf dem Triathlonrad

Frank Wechsel / spomedis

Die richtige Sitzhöhe auf dem Triathlonrad ist eine extrem wichtige und sehr individuelle Angelegenheit, die von vielen Faktoren abhängt. Fragt man erfahrene Bikefitter, sitzen geschätzt 85 Prozent ihrer Kunden vor Beginn des Fittings zu hoch. Das ist problematisch, da dies zu einer unnötigen Belastung der Wadenmuskulatur führt und die Hüfte aufgrund der zu großen Höhe seitlich abkippt, was den Satteldruck negativ beeinflusst. Um es gleich vorwegzunehmen: Für die perfekte Sitzhöhe, die zu eurer individuellen Beweglichkeit und dem Rest eurer Position passt, auch im Hinblick darauf, dass ihr nach dem Radfahren noch laufen müsst, kommt ihr um mehrere Besuche bei einem professionellen Bikefitter, der euch in der Bewegung begutachtet, nicht herum. Doch es gibt einen groben Fahrplan, mit dem ihr euch der optimalen Sitzhöhe schon ein gutes Stück annähern könnt.

Schritt für Schritt zur richtigen Höhe

1. Spannt euer Rad in einen Rollentrainer und stelle die Ferse (mit Schuh) aufs Pedal, das am unteren Totpunkt steht. Euer Bein sollte nun gestreckt sein, ohne dass die Hüfte zur Seite abkippt. Lasst dies von hinten beim Pedalieren kontrollieren. Wichtig: Achtet darauf, dass ihr mit dem Fuß keine spitzen Ausgleichsbewegungen macht, um fehlende Zentimeter herauszuholen. Wäre dies der Fall, säßet ihr zu hoch.

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2. Lasst euch von der Seite fotografieren, wenn ihr mit dem Bein am unteren Totpunkt angelangt seid. Der Kniewinkel (siehe Foto) sollte in dieser Position zwischen 137 und 145 Grad liegen. Je beweglicher ihr seid, desto mehr könnt ihr von dieser Spanne ausnutzen. Wobei eine hohe Gradzahl nicht automatisch besser ist. Dies hängt auch mit eurer Oberkörperhaltung in der Aero-Position zusammen.

3. Als Test könnt ihr euch außerdem beim Rückwärtstreten an die hintere Oberschenkelmuskulatur fassen. Spürt ihr trotz der fehlenden Belastung einen Muskeltonus, sitzt ihr noch zu hoch.

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Nils Flieshardt
Nils Flieshardt
Nils Flieshardt ist Chefredakteur der Zeitschrift triathlon und seit über 15 Jahren als Radexperte im Einsatz. Wenn er nicht am Rechner sitzt, findet man ihn meist hinter der Kamera auf irgendeiner Rennstrecke oder in Laufschuhen an der Elbe. Als Triathlet ist er mehr finish- als leistungsorientiert, aber dafür auf allen Distanzen zu Hause.
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Hohes Tempo mit wenig Watt – und das möglichst ohne Rückenschmerzen: Das ist die Strategie, wenn "triathlon"-Publisher Frank Wechsel bei einer Mittel- oder Langdistanz an den Start geht. Mit seinem aktuellen Wettkampfrad war er bei den Experten von Hycys zum Bikefitting.

Bikefitting auf der Straße

5 Kommentare

  1. Tatsächlich ist der Tipp, die Ferse auf das Pedal zu stellen, so unvollständig. Die korrekte Herangehensweise wäre, die von Ihnen beschriebene Vorgehensweise anzuwenden und anschließend unmittelbar den Sattel 15 mm tiefer zu stellen. Dann nähert man sich alle fünf Minuten auf der Rolle und zwei bis drei Millimeter der optimalen Sitzhöhe an. Diese ist erreicht, wenn einer der beiden Füße die Pedalbewegung im unteren Totpunkt nicht mehr zu 100% kontrollieren kann. Der Tritt wirkt dann nicht mehr rund, man tritt gewissermaßen leicht ins Lehre. In dem Moment wird der Sattel wieder zwei bis drei Millimeter tiefer gestellt und ist nun optimal eingestellt.

  2. Noch ein Kommentar zu Winkelstellung im Knie. In der Medizin bzw. Sportmedizin und Orthopäde werden die Bewegungsmaße der Gelenke in der Neutal/Null Methode angeben. Also genau andersherum als bei euch im Artikel beschrieben. D.h. das Knie sollte 35° gebeugt werden am Totpunkt die max. Streckung ist 0°
    Grüße

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