So funktioniert Wattmessung beim Laufen

Wattmessung beim Laufen ist Neuland für Sie? Hier finden Sie kurz und kompakt zusammengefasst warum das Power Meter beim Laufen von entscheidender Bedeutung sein kann.

Von > | 8. August 2018 | Aus: TRAINING

Die Wattleistung ist das Maß für Ihr Arbeitstempo: Sie gibt an, wie viel Arbeit Sie verrichten und wie schnell.

Die Wattleistung ist das Maß für Ihr Arbeitstempo: Sie gibt an, wie viel Arbeit Sie verrichten und wie schnell.

Foto >Kevin Mackinnon

Wattmessung beim Laufen

Haben Sie hohe Ziele? Haben Sie vor, sich für ein bestimmtes Event zu qualifizieren oder einen besonders guten Platz in einem Wettkampf zu belegen? Vielleicht wollen Sie einfach schneller laufen als bisher. Je höher Sie Ihre Ziele stecken und je besser Sie werden, desto mehr Engagement braucht es, um das nächste Level zu erreichen. Und je anspruchsvoller Ihre Ziele sind, desto stärker wirken sich Fehler aus, die Sie in der Vorbereitung oder während des Wettkampfs machen.

Warum Watt?

Wenn Sie Triathlet oder Radrennfahrer (oder ein Fan dieser Sportarten) sind, wissen Sie wahrscheinlich, dass Wattmessgeräte dort bereits seit Langem verwendet werden. Die Wattmessung hat Training und Wettkampfleistung im Radsport verbessert wie kein anderes Trainingswerkzeug, da sie eine objektive und reproduzierbare Einschätzung der Gesamtleistung ermöglicht, und das ohne die Nachteile der älteren Methoden wie Pulsmessung, Geschwindigkeit und gefühlte Erschöpfung. Tatsächlich sind die Vorteile, die Wattmessung im Radsport und Triathlon bietet, so groß (und der Wettbewerb an der Spitze so eng), dass ein Verzicht auf diese Technologie quasi bedeuten würde, den Sieg aus der Hand zu geben, noch bevor das Rennen überhaupt begonnen hat.

Von der Schreibmaschine zum mobilen Rechner

Im Laufsport wurden GPS-Uhren während der letzten Jahre immer beliebter und die Uhren selbst immer kleiner. Diese Tatsache zeigt, dass die Laufwelt technischen Neuerungen und deren Vorzügen im Prinzip genauso offen gegenübersteht wie der Radsport. GPS ist nützlich, verblasst aber im Vergleich zu den Vorteilen, die Wattmessung bietet. Der technologische Quantensprung, den Power Meter darstellen, lässt sich in etwa vergleichen mit dem Schritt von der Schreibmaschine zum Computer. In der Geschichte des Laufsports ist die althergebrachte Stoppuhr wiederum so etwas wie die Schreibmaschine: für ihren Einsatzzweck gut geeignet, aber darüber hinaus nicht gerade universell. Pulsmessgeräte hatten da schon mehr zu bieten, doch in der Rückschau war der Schritt auch nicht größer als der von der Schreibmaschine zu den ersten, klobigen Großrechnern. Moderne GPS-Uhren sind so etwas wie die ersten Handys, und das tragbare Power Meter stellt nun den nächsten Schritt dar, der die Vorteile von Laptop, Tablet und Smartphone vereint. Mit einem Desktop-Computer lässt sich einiges anfangen, aber wer sein Arsenal um Laptop, Tablet und Smartphone erweitert, tut sich dennoch leichter. Das ist der Punkt, an dem wir dank des Power Meters stehen.