Was bedeutet die Laufökonomie?

In Kooperation mit dem Youtube-Kanal "Triathlon Crew Cologne" erklären wir Ihnen die Bedeutung der Laufökonomie und räumen mit weit verbreitenden Irrtümern auf.

Von > | 15. März 2018 | Aus: TRAINING

Wer seine Laufökonomie wissen möchte, sollte eine Leistungsdiagnostik mit Spiroergometrie absolvieren.

Wer seine Laufökonomie wissen möchte, sollte eine Leistungsdiagnostik mit Spiroergometrie absolvieren.

Foto >Talbot Cox

Wenn das Wort "Laufökonomie" fällt, denken viele Athleten an Lauftechnik und -stil. Frei nach dem Motto: Wer schön läuft, läuft auch ökonomisch. Das ist allerdings falsch. Zwar spielen Lauftechnik und Laufstil eine Rolle bei der Laufökonomie, sind aber nicht damit gleichzusetzen. 

Definition

Die Laufökonomie ist einer der wichtigsten Faktoren beim Laufen und gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Sauerstoffverbrauch bei einer gegebenen Geschwindigkeit ist. Wenn man beispielsweise verhältnismäßig wenig Sauerstoff bei einem Tempo von 4:15 Minuten pro Kilometer verbraucht, kann man von einer guten oder hohen Laufökonomie sprechen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Laufökonomie sinkt oder umso schlechter ist, wenn man viel Sauerstoff bei einer bestimmten Geschwindigkeit verbraucht. Bestimmt werden kann die Laufökonomie bei einer Leistungsdiagnostik mit Spiroergometrie, wo der Sauerstoffverbrauch über die Atemgase gemessen wird. Wer die Laufökonomie feststellen lässt, sollte sie im Anschluss auch seinem Leistungsvermögen entsprechend einordnen lassen. 

Einfluss des Laufschuhes 

Verschiedene Faktoren neben dem Leistungsvermögen beeinflussen den Aufwand, den man für eine gewisse Laufgeschwindigkeit betreiben muss. Dazu gehören auch die Laufschuhe. In den vergangenen Jahren wurde in der Schuhentwicklung viel geforscht und überlegt, wie man nur durch den Schuh Energie bei der gleichen Laufgeschwindigkeit einsparen kann. Einen möglichen Lösungsansatz stellte Hersteller Nike beim Projekt "Breaking 2" mit ihrem neuen Schuhmodell "Nike Vaporfly 4%" vor, der angeblich vier Prozent Energie einsparen soll. Das hätten Studien nach den langen Testphasen ergeben. Auch wenn dieses Beispiel immer individuell und mit Vorsicht zu genießen ist, kann die richtige oder falsche Schuhwahl die Laufökonomie durchaus beeinflussen. 

Auch wenn Lauftechnik und Laufstil einen Einfluss auf die Laufökonomie haben, hat man festgestellt, dass sich beispielsweise Lauf-Abc-Übungen nicht positiv auf die Laufökonomie einwirken. Wie man stattdessen effektiv an seiner Laufökonomie arbeiten kann, erklären wir in einem separaten Artikel zum Training der Laufökonomie. 

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Die Laufökonomie beschreibt den Sauerstoffverbrauch bei einer gewissen Laufgeschwindigkeit
  • Sie kann bei einer Leistungsdiagnostik ermittelt und eingeordnet werden
  • Faktoren wie Lauftechnik, Laufstil und Schuhwerk haben einen Einfluss auf die Laufökonomie
  • Lauftechnik-Training in Form von Lauf-ABC-Übungen wirkt sich nicht positiv auf die Laufökonomie aus