Was Sie für eine Mitteldistanz mitbringen sollten

Sie träumen davon, einen Mittdistanz-Triathlon zu absolvieren? Wir verraten Ihnen, wie Sie mit Weitblick und realistischer Planung die 113 Wettkampfkilometer in Angriff nehmen.

Von > | 31. Januar 2018 | Aus: TRAINING

Start bei der beliebten Mitteldistanz Ironman 70.3 Kraichgau.

Start bei der beliebten Mitteldistanz Ironman 70.3 Kraichgau.

Foto >Daniel Eilers / spomedis

Mitteldistanz in Angriff nehmen

Ohne Triathlonerfahrung sollte man sich nicht auf die 113 Wettkampfkilometer einer Mitteldistanz begeben. Sich über Jedermanndistanz und olympische Distanz an die Mittelstrecke heranzutasten, ist allein schon deshalb ratsam, um dem Körper, sprich Muskulatur, Sehnen und Bändern, die Möglichkeit zu geben, sich auf die Belastung vorzubereiten. Will man zu schnell zu viel, kann das leicht in einer Verletzung oder zumindest in Frustration enden. 

Wer bereits ein paar Jahre vor der ersten Mitteldistanz Ausdauersport betrieben hat, verfügt zudem über eine gewisse Grundlagenausdauer, auf die sich aufbauen lässt. Zumal man bei einer Mitteldistanz zwar ähnlich lange unterwegs ist wie bei einem Marathon, die Belastung aufgrund des Wechsels zwischen drei Disziplinen aber deutlich geringer ist. Dennoch: Leistungsgrenzen reißt man nicht im Vorbeigehen ein, deshalb ist es wichtig, für eine Strecke wie die einer Mitteldistanz die eigene physische und psychische Leistungsfähigkeit realistisch einzuschätzen und strukturiert daran zu arbeiten.

Während bei Profisportlern der Tag um das Training herum strukturiert ist, sollte bei Hobbyathleten das Gegenteil der Fall sein: Die Einheiten müssen so in den Alltag integriert werden können, dass noch genügend Zeit für Job, Familie und auch für die Regeneration und Entspannung bleibt. Da bringt zum Beispiel eine Stunde mehr Schlaf einen Athleten weiter voran als eine dem Nachtschlaf abgezwackte Stunde für eine Trainingseinheit in übermüdetem Zustand. Denken Sie daran: Gras wächst nun mal nicht schneller, wenn man daran zieht. 

So ist es ein schmaler Grad, dem Körper exakt so viel Training anzubieten, dass er sich damit auch verbessern kann. Ein Trainingsplan kann dabei viel Gewissheit und ein gutes Gewissen verschaffen – gerade in Phasen, in denen man ruhiger machen soll, um dem Körper die nötige Zeit zu geben, sich an das Training anzupassen. Vielen Athleten fehlen dafür die Ruhe und auch die nötige Kenntnis der trainingswissenschaftlichen Leistungsanpassungen im Körper. Fakt ist: Wer auf allen Gebieten immer Vollgas gibt, wird bereits an seine Grenzen stoßen, lange bevor der Startschuss fällt. Um alles unter einen Hut und die 113 Kilometer gut hinter sich zu bringen (und ohne am Ende als arbeitsloser Single dazustehen), sollte man deshalb ein paar Voraussetzungen mitbringen oder sich antrainieren.