Es gibt viele außerordentliche Rennen auf der Welt. Mit außerordentlich schönen Strecken, mit außerordentlicher Stimmung, mit außerordentlicher Masse an Zuschauern. Kona hat davon eigentlich nichts und trotzdem ist die Faszination riesig.
Einerseits ist Hawaii natürlich ein Traum-Reiseziel. Weniger vielleicht Big Island als eine der anderen Inseln. Dann ist Hawaii der Geburtsort unseres Sports; es ranken sich Mythen, Geschichten und die größten Dramen des Sports um dieses Rennen. Außerdem ist für Menschen, die sonst gar nichts mit Triathlon zu tun haben, Kona wahrscheinlich das einzige Event, das sie kennen und vielleicht sogar aus der Tagesschau wissen, wer Weltmeister war.
Vielleicht ist es all das was zusammenkommt. Für mich war und ist es definitiv das Reiseziel selbst, natürlich aber auch bei einer WM mit den besten des Sports dabei zu sein - ein Privileg, das nur wenigen zu Teil wird. Damit verbunden ist der Stolz, dass gerade für Menschen außerhalb des Sports eigentlich nur Kona als Triathlon existiert. Nach meinem ersten Mal auf der Insel ist es aber zusätzlich auch die Gemeinschaft vor Ort. In dem kleinen Dorf, dass eine Woxhe lang von uns belagert wird, fühlt es sich an wie auf einer Klassenfahrt und jetzt wo alle das Ziel erreicht haben dort zu sein, ist die Stimmung noch lockerer als bei anderen Rennen. Vielleicht macht es das auch für mich besonders: Kona ist kein Rennen um eine Quali zo holen, kein Rennen eine neue PB aufzustellen oder neue Bestzeiten auf den Unterdisziplinen - es ist die Belohnung für all die Arbeit davor, es ist zum Genießen und eine geile Zeit zu haben.
Meine Story
Motivation
Angefangen hat es mit dem Triathlon für mich eigentlich schon als fünfjähriges Kind. Ein paar Kindertriathlons hier und Papa beim Training zuschauen da. Dann kam aber eine lange, sportfreie Phase. Computer, Junkfood und Alkohol waren interessanter. Erst nach einem Schüleraustausch nach Kanada hatte ich wieder Spaß an Bewegung und am draußen sein.
Ab da kam einfach eins zum anderen. Die Distanzen beim Laufen wurden länger und nach einem Jahr zuschauen in Roth (wo mein Dad 2001 selbst am Start war) war klar: das will ich auch.
Bis heute ist Triathlon und vor allem die Langdistanz immer noch ein Test meiner Grenzen; physisch und mental. Der Kampf mit sich selbst und die Erlösung im Ziel ist auch nach 17 Langdistanzen immer noch der Wahnsinn.
Nach über 10 Jahren im Sport ist aber die Motivation auch die Community geworden. Bei jedem Wettkampf trifft man bekannte Gesichter und das weltweit. Die Athmosphäre ist immer entspannt und obwohl es ein Individualsport ist, machen wir ihn noch zusammen. Auch wenn Wettkämpfe mal nicht gut liefen, oder ich meine Ziele nicht erreichen konnte - die Rennwoche mit der Community hat das immer wett gemacht.
Das möchte ich nicht mehr missen.
Stolzester Moment
Sicherlich meine erste Quali für Kona.
2024 sollte DAS Jahr werden. Es ging mit einer super Vorbereitung los. Trainingslager in Dubai, mit kurzen Rennen, 70.3 Wettkmapf im Oman und dann das alles entscheidende Quali-Rennen in Texas. Mein Dad mit dabei, dank der Community den wahrscheinlich besten Homestay gehabt, aber: das Wasser aus dem See der Woodlands hatte andere Pläne. Ab KM14 beim Marathon war das Dixi mein Freund. Das Rennen noch zu Ende spaziert - die Quali natürlich weg.
Am gleichen Abend noch neue Pläne geschmiedet. Die erste Idee: Ironman Kärnten. Dann aber erstmal wieder nach Hause und in Ruhe gucken. Daraus ergab sich dann, dass das Rennen ausgebucht war und nur noch eine Alternative blieb - der Ironman Cairns in Australien.
Nach einem Auslandssemester 2016 an der Gold Coast, wo ich dann entgültig dem Triathlon verfallen war, war für mich klar: das kann nur gut werden!
Knapp einen Monat nach Texas ging es dann nach Down Under. Vor Ort traf ich wieder bekannte Gesichter und die Stimmung vorher war maximal gut. Mir war klar, dass wenn der Tag läuft und ich alles abspulen kann, dann ist die Quali sicher. Und so kam es auch. Nach zwar einem schlechten Schwimmen wurde es mit jeder Disziplin besser und mein Marathon in 3:15h sicherte mir dann den 8. Platz in der AK und somit genau den letzten Platz (im noch alten System).
Nachdem ich Jahre oft genau einen Platz hinter den Qualirängen lag und ich nie das Glück eines Roll-Downs hatte war das einfach nur eine Erlösung. Am Ende denke ich, dass es si genau richtig war. Vielleicht hätten die Jahre ganz anders ausgesehen, wenn ich irgendwann zurvor schon per Roll-Down nach Kona gekommen wäre. Sicher weiß ich es nicht. Jedenfalls macht mich diese Quali bis heute stolz, da ich nach neun Jahren im Sport und sieben auf der Langdistanz mit kontinuierlicher Arbeit das Ziel aus eigener Kraft erreichen konnte.
Vincent Felix goes Hawaii: Meine Kona-Quali
Mein Profil
Mein Sport & Training
Meine WM-Erfahrung
| Jahr | Agegroup | AG-Platz | Overall | Endzeit | Swim | Bike | Run |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023: Nizza | M25–29 | 34 | 217 | 10:23:27 | 1:02:25 | 5:43:01 | 3:28:16 |
| 2024: Kailua-Kona | M30-34 | 107 | 457 | 9:46:00 | 1:02:20 | 5:01:58 | 3:30:42 |
Weitere Rennen
| Jahr | Rennen | AG | Overall | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | Challenge Roth M30-34 | 33 | 131 | 9:09:53 |
| 2025 | Challenge Roth M30-34 | 43 | 186 | 9:14:30 |
| 2025 | Ironman Chattanooga M30-34 | 4 | 33 | 8:59:21 |
| 2024 | Challenge Roth M30-34 | 77 | 285 | 9:10:38 |
| 2024 | Ironman Cairns M30-34 | 8 | 62 | 9:19:57 |
| 2024 | Ironman Texas M30-34 | 63 | 418 | 10:51:49 |
| 2023 | Challenge Roth M25-29 | 16 | 144 | 9:06:46 |
| 2022 | Ironman South Africa M25-29 | 4 | 23 | 8:47:15 |
| 2021 | Ironman Florida M25-29 | 4 | 48 | 9:55:22 |
| 2019 | Challenge Roth M25-29 | 42 | 448 | 10:04:36 |
| 2018 | Challenge Roth M20-24 | – | 645 | 10:41:39 |
| 2017 | Challenge Roth M20-24 | 12 | 1101 | 11:17:15 |
Artikel über Vincent Felix
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Weitere Athleten der Agegroup M30–34
| Name | Ort | Qualifikation | WM-Teilnahmen | |
|---|---|---|---|---|
| Patrick Graf | Stockdorf | IRONMAN South Africa | – | |
| Nils Hübenbecker | Hamburg | IRONMAN Hamburg | – | |
| Samuel Proske | München | IRONMAN Frankfurt | – | |
| Lennart Rüdel | Köln | IRONMAN Cozumel | – | |
KS | Korbinian Sautter | Rosenheim | IRONMAN Austria | – |
| Marius Theuerer | Memmelsdorf | IRONMAN Switzerland, Thun | 1x | |
| Sascha Thiel | Warendorf | IRONMAN Hamburg | – | |
| Lars Trappmann | Bochum | IRONMAN Kalmar | – | |
| Daniel Wagner | Frankfurt | IRONMAN Kalmar | – | |
| Kenneth Warmuth | Köln | IRONMAN Hamburg | – | |
| Thomas Wittmann | Pilsach | IRONMAN Portugal - Cascais | – |
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