Seit bestimmt 30 Jahren verfolge ich die WM auf Hawaii. Am Anfang war ich, als Nichtsportler, fasziniert von den fast unmenschlichen Leistungen. Später ist der Traum entstanden, dort mal selbst teilzunehmen. Der Mythos Hawaii hat sich bei mir eingegraben. Deshalb habe ich auch keine Qualiversuche unternommen, wenn es für Nizza war. Nun darf ich auf Hawaii starten und es sind wieder Frauen und Männer dabei. Also der alte Mythos lebt.
Meine Story
Motivation
Als Nichtsportler hat mir ein Arzt Sport verschrieben, falls ich gesund alt werden wolle.
Also bin ich gelaufen und relativ schnell zum Marathon gekommen. Meine Frau habe ich angesteckt und wir sind viele Marathons auf der ganzen Welt gelaufen. Bisher bei mir 93. Nach ein paar Verletzungen hat unser Sportarzt gemeint, wir sollen mehr Abwechslung ins Training bringen und auch Schwimmen und Radfahrer. Da waren sie also, die 3 Disziplinen. Und weil wir Freunde haben, die schon länger Triathlon machen, haben wir nicht mehr nur zugeschaut, sondern mitgemacht. Vorher mussten wir aber, mit über 60 Jahren, Kraulen lernen und ein Rennrad kaufen. Die ersten Jedermänner sind wir dann Brust geschwommen, bis wir mit Kraulen schneller waren. Nachdem ich von diesem Sport infiziert war, musste ich natürlich die Königsdisziplin, eine Langdistanz, angehen. Wie es sich gehört in Roth. Um den Traum Hawaii zu verwirklichen hab ich mich für die nächsten 3 Langdistanzen bei Ironman angemeldet.
Stolzester Moment
Nach der ersten Langdistanz in Roth war ich übermäßig stolz, auch weil mich die ganze Familie dort angefeuert hat.
Die Quali für Hawaii auf Cozumel hat natürlich eine größere Tragweite, da ich mich fast ein ganzes Jahr lang freue, weil ich bei der WM teilnehmen darf.
Dieter goes Hawaii: Meine Kona-Quali
Am Wettkampftag waren es bis zu 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Also ein bisschen wie in Kona. Beim Schwimmen im Meer war Strömung von hinten und ich hatte meine bisher beste Schwimmzeit. Auf dem Rad bin ich fast verzweifelt, da der Gegenwind teilweise so stark war, dass ich unter 20 km/h auf dem Tacho hatte. Hab mich dann in mein Schicksal ergeben und bin mit einer Zeit, die fast eine Stunde unter meinen Möglichkeiten lag, in die Wechselzone gefahren. Auf Platz 5 und 1 Std 15 hinter dem Führenden. Laufen ist im Normalfall meine Paradedisziplin, aber aufgrund einer Verletzung hatte ich die letzten 5 Monate kaum trainiert. Bis KM 11 konnte ich normal Laufen. Dann bin ich in ein Notprogramm umgestiegen, das ich mir vermutlich in den 93 bisherigen Marathons angeeignet hatte und habe mich in Trance gelaufen. Bei KM 28 kam von meiner Frau am Straßenrand die Info, dass ich auf Position 1 bin. Im Ziel war ich derart erschöpft, dass mir der Sieg völlig egal war. Irgendwie hat mich meine Frau zum Transporter von Hannes (Hannes Hawaii Tours) geschleppt und der hat mich ins Hotel gefahren. Nach ein paar Stunden Schlaf bin. ich schlagartig aufgewacht und war stolz ohne Ende. Musste mich allerdings alleine freuen, weil alle geschlafen haben. Seit diesem Moment freue ich mich täglich, dass ich die Quali geschafft habe. Mein eigentliches Ziel war die Quali. Die WM auf Hawaii ist jetzt nur noch „Genuss“.
Mein Profil
Mein Sport & Training
Weitere Rennen
| Jahr | Rennen | AG | Overall | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | Ironman Cozumel - Latin American Championship M70-74 | 🥇 | 1024 | 13:43:08 |
| 2023 | Ironman Barcelona M65-69 | 10 | 1918 | 15:41:17 |
| 2021 | Ironman Emilia Romagna M65-69 | 🥈 | 941 | 12:17:42 |
Meine Bilder
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Weitere Athleten der Agegroup M70–74
| Name | Ort | Qualifikation | WM-Teilnahmen | |
|---|---|---|---|---|
WR |
Wolfram Rapp | IRONMAN Hamburg | – |
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