Mitunter gnadenlose Naturgewalten und mentale Grenzen: Wer den Geist Hawaiis respektiert, bezwingt die Lava und erlebt eines der härtesten, aber lohnendsten Rennen.
Meine Story
Motivation
Ursprünglich war es die Möglichkeit, sich mit den Besten dieses Sports zu messen. Das ist aus meiner Sicht leider seit vielen Jahren nicht mehr der Fall. Hohe Startgebühren, Corona, pseudo‑Qualifikationen für die WM in St. George und Nizza sowie die Geschlechtertrennung haben zu dieser Einschätzung geführt. Hinzu kommen weiterhin Starter aus dem Legacy‑Programm und Wildcards.
Die aktuelle Motivation, das Thema Hawaii nach mehreren Jahren Ironmanpause wieder anzugehen, kommt von meiner Freundin. Sie wünschte sich, Hawaii einmal zu erleben, bevor sie in Zukunft selbst an den Start geht. Sie war es dann auch, die mich für den Ironman Frankfurt angemeldet hat. Zitat: „Das ist gut für dich.“ Da habe ich keine andere Wahl ;)
Stolzester Moment
Stolz ist nicht der richtige Ausdruck. Eher Zufriedenheit. Sportlich für 2026 betrachtet ist es das AK Meisterschafts-Quadruple:
- Weltmeister Mitteldistanz The Championship Samorin
- Deutscher Meister Olympische Distanz Rothsee
- Europameister Ironman Frankfurt
- Deutscher Meister Sprint Distanz Steinhuder Meer (The Finals)
Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 0,01% das es dieses Jahr einen weiteren Titel gibt :)
Ole goes Hawaii: Meine Kona-Quali
Aufgrund der großen, schlechten Logistikplanung von Ironman musste ich bereits um 3:00 Uhr morgens aufstehen. Kurz zuvor, gegen 2:50 Uhr, hatten wir eine Nachricht erhalten, dass es dem Vater meiner Freundin, der am Samstag wegen Krebs ins Krankenhaus gebracht worden war, sehr schlecht ging und er den Renntag möglicherweise nicht überleben würde. Schockiert über diese rasche Verschlechterung war ich bereit, mit meiner Freundin ins Krankenhaus zu fahren und auf den Start zu verzichten. Sie forderte mich jedoch auf, am Rennen teilzunehmen und den Hawaii‑Slot zu holen, weil ihr Vater es so gewollt hätte. Sie fuhr daraufhin sofort ins Krankenhaus. Ich blieb allein am Frühstückstisch zurück. Traurig, kraftlos und ohne jede Vorstellung davon, wie ich das nun anstellen sollte. Diese Situation änderte sich auch auf dem Weg zum Langener Waldsee nicht. Traurigkeit und eine große Leere begleiteten mich während der Fahrt und in die Wechselzone. Es war mir dann auch gleichgültig, dass ich meinen Schwimmstart um 10 Minuten verpasst hatte, da 20 Dixiklos für knapp 3.000 Athleten eindeutig nicht ausreichten. Lange Schlangen waren die Folge. Meine Supporter hatten sich schon Sorgen gemacht, ob ich überhaupt an den Start gehen würde, weil auf dem Tracker zunächst nichts von mir zu sehen war. In der ersten Runde sagte ich mir dreimal, ich steige beim Landgang aus. Mir fehlten immer noch die Energie und die Vorstellungskraft, den Ironman an diesem Tag zu finishen. Als Schwimmer, der normalerweise unter einer Stunde schwimmt, war es kein Spaß, nur im Zickzack vorwärtszukommen, weil ich durch meine Verspätung irgendwo in der 1:15‑Gruppe gelandet war. Ich kann bis heute nicht genau sagen, wie ich es geschafft habe, in die zweite Schwimmrunde zu gehen und anschließend Rad zu fahren und zu laufen. Es war sicherlich eine Kombi aus Ablenkung durch bekannte Gesichter auf und neben der Strecke sowie dem gedanklichen Fokus: „Bleib bei dir.“ Nach dem Radfahren und Laufen suchte ich meine Freundin, die als Volunteer an der Finish‑Line eingeteilt war, konnte sie aber nicht finden. Ein hoffnungsvolles Zeichen, dass es ihrem Vater vielleicht besser ging? Überraschenderweise traf ich sie später im Athletes‑Garden. Dort erfuhr ich, dass ich meine Altersklasse gewonnen hatte und dass ihr Vater um 8:47 Uhr im Alter von nur 65 Jahren verstorben war. Die Traurigkeit überwog die Freude und die Überraschung über den Sieg. Fuck cancer!!
Mein Profil
Mein Sport & Training
Meine WM-Erfahrung
| Jahr | Agegroup | AG-Platz | Overall | Endzeit | Swim | Bike | Run |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009: Kailua-Kona | M40–44 | 64 | 441 | 10:19:19 | 0:56:13 | 5:32:18 | 3:44:40 |
| 2010: Kailua-Kona | M40–44 | 30 | 272 | 9:44:37 | 0:56:18 | 5:12:18 | 3:30:28 |
| 2012: Kailua-Kona | M40–44 | 52 | 382 | 10:04:04 | 0:56:11 | 5:26:23 | 3:34:13 |
| 2015: Kailua-Kona | M45–49 | 37 | 446 | 10:12:12 | 0:56:52 | 5:24:35 | 3:42:44 |
Weitere Rennen
| Jahr | Rennen | AG | Overall | Zeit |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | Ironman Frankfurt M55-59 | 🥇 | 162 | 6:10:06 |
| 2019 | Ironman Emilia Romagna M50-54 | DNF | – | – |
Artikel über Ole
Schreib Ole eine Nachricht
Registriere dich kostenlos und schreib dem Athleten direkt eine Nachricht – öffentlich oder privat.
Weitere Athleten der Agegroup M55–59
| Name | Ort | Qualifikation | WM-Teilnahmen | |
|---|---|---|---|---|
| Andreas Bund | Trier | IRONMAN Chattanooga | 6x | |
| Peter Conrads | Oberlahr | IRONMAN Switzerland, Thun | – | |
| Jan Dannehl | Hamburg | IRONMAN Kalmar | 1x | |
| Peter Dornseifer | Wenden | IRONMAN South Africa | – | |
| Andreas Drosdowski | Hamburg | IRONMAN Hamburg | 4x | |
NF | Nikolaus Frick | Ravensburg | IRONMAN Hamburg | 1x |
| Thomas Fritsch | Illingen | IRONMAN Frankfurt | 3x | |
| Ulrich Haupt | Hünibach | IRONMAN Hamburg | 7x | |
FH | Frederik Herres | IRONMAN Vietnam | – | |
| Peter Hobmair | Augsburg | IRONMAN Arizona | 3x | |
| Dirk Janz | Hofheim am Taunus | IRONMAN Lanzarote | 4x | |
| Ulli Krastev | Hamburg | IRONMAN Florida | – | |
| Oliver Krecek | Gerlingen | IRONMAN Kalmar | 1x | |
| Thomas Landgraf | Duisburg | IRONMAN Hamburg | – | |
| Alexander Lang | Schallstadt-Mengen | IRONMAN Cozumel | 25x | |
| Dirk Müller | Trier | IRONMAN Lanzarote | – | |
CP | Carsten Possenriede | IRONMAN Switzerland, Thun | – | |
| Frank Pototzki | Hamburg | Legacy-Programm | – | |
| Olaf Schenk | Köln | IRONMAN Florida | 2x | |
| Dr. Christoph Simsch | Stimpfach | IRONMAN Maryland | 3x | |
| Wolfgang Urban | Frankfurt/Main | Legacy-Programm | – |
Weitere Athleten aus der Region
Fahre virtuell auf dem Queen Kaahumanu Highway, bevor du ihn im Oktober real bezwingst.
Mehr Athleten entdecken
Entdecke weitere Porträts von Team Germany Kona26.