2019 bekam Antonia Milowsky ihr erstes Rennrad, 2022 absolvierte sie ihre erste Mitteldistanz, ein Jahr später folgte die erste Langdistanz. Nun steht sie als Profi bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii am Start. Im Interview spricht sie über ihren schnellen Weg nach Kona, die entscheidenden Erkenntnisse aus ihrer Qualifikation in Kalmar und darüber, warum ihre Einsätze im Para-Sport sie auch als Triathletin prägen.
Antonia Milowskys Weg nach Hawaii verlief rasant und trotzdem alles andere als geradlinig. Nach einer schweren Fußverletzung musste sie die Saison 2024 praktisch komplett aussetzen, ihr erstes Profirennen bestritt sie erst 2025. Ein Jahr später gehört sie zum Feld der Profi-Frauen beim Ironman Hawaii.
Den entscheidenden Schritt machte Milowsky beim Ironman Kalmar. Nach einem schwierigen Saisonstart in Südafrika und einem guten Rennen in Hamburg, bei dem ihr noch acht Minuten zum Kona-Slot fehlten, gelang in Schweden die Qualifikation. Kurz darauf stand allerdings nicht sofort die Hawaii-Vorbereitung im Mittelpunkt: Als Pilotin von Para-Athletin Anja Renner reiste Milowsky zunächst zur Para-Radsport-WM nach Alabama. Wenige Tage nach ihrer Ankunft auf Big Island haben wir mit ihr über ihren ungewöhnlichen Weg und ihre Erwartungen an das Rennen gesprochen.
Antonia, 2019 hast du dein erstes Rennrad bekommen, 2022 deine erste Mitteldistanz gemacht, 2023 die erste Langdistanz – und jetzt bist du als Profi auf Hawaii. Ist dir selbst manchmal bewusst, wie schnell das gegangen ist?
Ja, schon. Ich arbeite seit 2021 mit meinem Trainer Mario Schmidt-Wendling zusammen und wir haben uns kontinuierlich entwickelt. Gerade am Anfang haben wir mich bewusst ein bisschen mit angezogener Handbremse trainiert, damit ich langfristig erfolgreich sein kann. Bisher hat das ganz gut funktioniert.
Fühlt es sich trotzdem noch etwas surreal an, hier plötzlich zwischen all den großen Namen des Sports zu stehen?
Absolut. Wenn mir jemand Anfang der Saison gesagt hätte, dass ich im Oktober auf Hawaii sein und hier starten würde, hätte ich das nicht geglaubt. Ich bin sehr happy und kann es teilweise selbst noch gar nicht glauben, dass ich wirklich hier bin und in wenigen Tagen einen Ironman machen werde.
Dein erstes Profijahr hast du aufgrund einer Fußverletzung fast komplett aussetzen müssen. Was war seitdem der entscheidende Schritt, der dich zu der Athletin gemacht hat, die jetzt hier steht?