Er wohnt im Triathlonmekka Roth und liebt es, bei seinem Heimrennen an den Start zu gehen. Tim Kleinwächter übernahm am 6. Juli bei der Challenge Roth den Radpart in einer Staffel – auf dem Tandem, zusammen mit seinem Piloten. Denn der 35-Jährige ist seit einem Unfall fast blind. Durch den Sport hat er sich ins Leben zurückgekämpft.
Privat „Im Radfahren habe ich mein Seelenheil gefunden“, sagt Tim Kleinwächter (l.). Im Paracycling wurde er 2018 deutscher Meister.
Das Ziel ist so nah: Tim Kleinwächter wohnt nur 600 Meter entfernt vom legendären Torbogen der Challenge Roth. Ein Sehnsuchtsort vieler Ausdauerdreikämpfer, den sie am Ende der weltberühmten Langdistanz im Frankenland unter dem Jubel der Zuschauer durchlaufen und finishen wollen. Doch dieses Monument des Triathlons, das ganzjährig auf einer Wiese steht, kann Kleinwächter nur schemenhaft erkennen. Der 35-Jährige ist fast blind, nachdem er als 17-Jähriger bei einem schweren Radunfall ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und vier Wochen lang im Koma gelegen hatte.
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Lebensmut nie verloren
„Erst war alles kohlrabenschwarz“, erzählt er von der Zeit direkt nach dem Unfall. „Aber einige Monate später konnte ich dann zumindest wieder Umrisse erkennen“, sagt er. „Es wuseln jetzt immer Punkte vor meinen Augen herum. Das kann man sich so vorstellen, als wenn ein digitales HDMI-Kabel einen Knick hat und der Durchfluss nicht gewährleistet ist.“ Die Sehnerven von Tim Kleinwächter sind geschädigt, seinen Lebensmut aber hat er nie verloren. „Ich habe mich mit Sport zurückgekämpft. Erst durch Sport hat alles wieder einen Sinn ergeben.“
In der Triathlonhochburg Roth kennt ihn fast jeder. „Wir fallen einfach auf, wenn wir mit hoher Geschwindigkeit auf dem Tandem durch die Region fahren. Deshalb bekomme ich für mein Heimrennen oft Angebote, in einer Staffel mitzufahren.“ Bei der diesjährigen Challenge Roth am 6. Juli übernahm Tim Kleinwächter zusammen mit Pilot und Freund Matthias Schilling den Radpart im Team Circutec 06. Sein Ziel, die Zeit aus dem Vorjahr (4:20 Stunden, die
In der Triathlonhochburg Roth kennt ihn fast jeder. „Wir fallen einfach auf, wenn wir mit hoher Geschwindigkeit auf dem Tandem durch die Region fahren. Deshalb bekomme ich für mein Heimrennen oft Angebote, in einer Staffel mitzufahren.“ Bei der diesjährigen Challenge Roth am 6. Juli übernahm Tim Kleinwächter zusammen mit Pilot und Freund Matthias Schilling den Radpart im Team Circutec 06. Sein Ziel, die Zeit aus dem Vorjahr (4:20 Stunden, die
In der Triathlonhochburg Roth kennt ihn fast jeder. „Wir fallen einfach auf, wenn wir mit hoher Geschwindigkeit auf dem Tandem durch die Region fahren. Deshalb bekomme ich für mein Heimrennen oft Angebote, in einer Staffel mitzufahren.“ Bei der diesjährigen Challenge Roth am 6. Juli übernahm Tim Kleinwächter zusammen mit Pilot und Freund Matthias Schilling den Radpart im Team Circutec 06. Sein Ziel, die Zeit aus dem Vorjahr (4:20 Stunden, die
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