NEU! triathlon-News Ausgabe vom 9. Oktober, 06:01 Uhr · 0:49 Min · Kurzfassung

Automatisch produzierte Sendung mit KI-Stimme. Die Meldungen stammen aus der Redaktion von tri-mag.de.

🔒 Die komplette Sendung mit allen Meldungen hörst du mit triathlon+. Jetzt Mitglied werden →

Stabil und schnell: Der richtige Schuh für schwere Läufer

Die richtige Schuhwahl im Triathlon ist mehr als ein Fashion-Statement. Sie ist die Grundlage für Leistung  in der dritten Disziplin – unabhängig von den Voraussetzungen, die du als Athletin oder Athlet mitbringst. Für schwere Läuferinnen und Läufer gelten besondere Bedingungen. Wir zeigen, worauf es wirklich ankommt.

Chuck Martin Productions Mehr Gewicht bedeutet mehr Belastung. Für Körper und Schuhe. Auf dem Markt finden sich genug Schuhmodelle, die dafür hervorragend ausgestattet sind.

Welche Anforderungen stellst du an deinen Laufschuh? Komfort? Stabilität? Speed? Ganz allgemein sind das die wichtigsten Eigenschaften, die dein Schuh für die dritte Disziplin mitbringen sollte, ohne Berücksichtigung deiner individuellen körperlichen Voraussetzungen. Das führt unweigerlich zu einer weiteren Frage: Benötigen schwere Athletinnen und Athleten besondere Modelle, weil sie besondere Anforderungen an das Material stellen? Die Antwort ist klar. Jein.

- Anzeige -

Was bedeutet schwer?

Um die Ausgangslage besser situieren zu können, hilft eine Einordnung: Was bedeutet eigentlich „schwer“? Keine Überraschung: Eine einheitliche Klassifizierung gibt es nicht. Zwar definiert der Duden „schwer“ als „ein bestimmtes Gewicht ­habend“, aber in welchem Bereich sich diese Masse bewegt, hängt von unterschiedlichen Faktoren und Relationen ab. In der Praxis hat sich dennoch für das Laufen eine grobe Kategorisierung etabliert. Männer gelten dabei ab etwa 90 Kilogramm, ­Frauen ab etwa 80 Kilogramm als „schwer“. 

Wer ab dem genannten Bereich unterwegs ist, stellt besondere Anforderungen an das Material. Warum? Vereinfacht ausgedrückt führt mehr Masse in Form von Körpergewicht zu einer höheren mecha­nischen Belastung. Mit jedem Fußaufsatz wirken Kräfte, die ein Mehrfaches des ­eigenen Körpergewichts betragen, auf Gelenke, Sehnen, Muskulatur. Je größer diese Masse ist, desto stärker ist die Belastung des Bewegungsapparats beim Laufen. 

Nun gesellen sich neben dem objektiv mess- und vergleichbaren Parameter Gewicht bei Athletinnen und Athleten allerdings weitere Faktoren hinzu, die bei der Schuhwahl nicht außer Acht gelassen werden dürfen: Größe, Statur, Körperkomposition, Proportionen, Trainingshistorie, Bewegungsmuster und Ambitionen. Wobei Laufschuhe natürlich nicht zwischen Männern und Frauen unterscheiden und es für das Material grundsätzlich unerheblich ist, wie die Körperkomposition ausfällt. 

Laufen ist multifaktoriell

Dennoch bestimmen die genannten Faktoren letztlich, welche körperliche Beanspruchung beim Laufen entsteht und wie ein Schuh darauf reagieren sollte. Vor allem die biomechanischen Komponenten beeinflussen die Wahl des passenden Modells. Für die Praxis bedeutet das: Zwei Läufer können gleich „schwer“ sein und dennoch völlig unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. „Schwer“ ist also nicht gleich „schwer“. Und es wird deutlich, dass du dem Mehr an Belastung nicht ausschließlich durch ein Mehr an Dämpfung begegnen solltest. Laufen ist eben nicht ein­dimensional, sondern multifaktoriell.

Saucony Dämpfung? Ja. Aber ­Stabilität ist ein ebenso großer ­Parameter für einen komfortablen und ­performanten Laufschuh.

„Die Forschung zeigt insgesamt, dass der Körper erstaunlich anpassungsfähig ist“, sagt Dominik Fohrmann, Research ­Engineer im Bereich Biomechanik an der MSH Medical School Hamburg. So habe sich in einer Studie ergeben, dass ­Läufer mit höherer Körpermasse eine leicht ­reduzierte vertikale Bewegung zeigen. „Im Schnitt etwa 15 Prozent Zentimeter weniger“, so Fohrmann. Gleichzeitig verlängere sich die Standphase minimal. Beides lasse sich als instinktive Strategie des Körpers interpretieren, um Belastungsspitzen zu reduzieren, nicht nur in Bezug auf die ­maximale Kraft, sondern vor allem auf die Geschwindigkeit des Kraftanstiegs.

Belastung im Hüftbereich

Mit triathlon+ weiterlesen

Mit triathlon+ verpasst du keine spannenden Inhalte mehr. Für nur € 9,95 pro Monat bekommst du außerdem die Zeitschrift triathlon ins Haus und kannst in 30.000 Seiten unseres Digitalarchivs stöbern.

triathlon+

Mehr erleben.

  • Alle Online-Inhalte
  • 30.000 Seiten Archiv
  • Trainingspläne 2027 (ab Nov.)
  • Zeitschrift inklusive
Du bist bereits Mitglied? Hier einloggen

Ambitionierte Begleiter

Wir haben diese Modelle für dich getestet – einfach klicken

triathlon+
Zahl des Tages
10

Ein Detail mit Wirkung: Ab 2026 dürfen am Oberrohr befestigte …

Weiterlesen mit triathlon+ Jetzt triathlon+ abschließen
206 angezeigt
Partner und Sponsoren
ROUVY
OMNi-POWER Hannes Hawaii Tours Topteam Sports
Erdinger alkoholfrei Uvex feels.like Incylence Zaosu
Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

€ 9,95€ -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

€ 94,95€ -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

Verwandte Artikel

Jede Sekunde kann teuer werden: Für Laura Philipp stehen auf Hawaii 70.000 Dollar auf dem Spiel

Laura Philipp kämpft beim Ironman Hawaii nicht nur um den WM‑Titel. In der Ironman Pro Series geht es für sie um bis zu 200.000...

40-km-Koppellauf vor dem Ironman Hawaii: Die absurde Abschlusseinheit von Blummenfelt und Iden im Jahresvergleich

Sechs Tage vor dem Ironman Hawaii absolvieren Kristian Blummenfelt und Gustav Iden erneut einen 40 Kilometer langen Koppellauf nach 180 Radkilometern am Vortag. Wir vergleichen das traditionelle Abschlusstraining mit 2022 und 2024 und analysieren, was es über Form, Risiko und psychologische Kriegsführung der beiden Norweger verrät.

triathlon+

Mehr erleben.

  • Alle Online-Inhalte
  • 30.000 Seiten Archiv
  • Trainingspläne 2027 (ab Nov.)
  • Zeitschrift inklusive

Unser Newsletter

Newsletter triathlon