Der Extremtriathlet lud zu einem außergewöhnlichen Erlebnis ein, bei dem drei Sportler die komplette Distanz meisterten – und viele andere ihre ganz persönlichen sportlichen Grenzen verschoben.

Es muss nicht immer ein offizieller Wettkampf sein, um das Gefühl einer Langdistanz zu erleben. Jonas Deichmann hat am Wochenende in Kassel gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von Athleten gezeigt, dass Triathlon auch jenseits der großen Arenen seine Magie entfalten kann. „Langdistanz mit Freunden“ hieß das Format – ein Tag voller Sport, Gemeinschaft und Abenteuer.
Morgendliches Schwimmen in der Fulda

Der Tag begann früh – die Stimmung entspannt, die Motivation groß. Mit rund zehn Teilnehmenden ging es zum Schwimmen in die Fulda-Aue. Nach einer Querung des Flusses und vier Runden in der Aue stieg Deichmann nach 1:12 Stunden aus dem Wasser. Die Bedingungen waren perfekt, das Wasser ruhig, und schon hier zeichnete sich ab: Es sollte ein besonderer Tag werden.
Radfahren durchs Mittelgebirge

Die Radstrecke führte auf 180 Kilometern durch die Mittelgebirgslandschaft rund um Kassel – gespickt mit 2.200 Höhenmetern. Kleine, verkehrsarme Straßen, knackige Anstiege und schnelle Abfahrten prägten das Profil. Bei Kilometer 90 wartete in Melsungen eine Verpflegungsstation, die für neue Kräfte sorgte. Die erste Gruppe hielt das Tempo hoch, zeitweise mit über 50 Kilometern pro Stunde im Flachen, und beendete den Abschnitt mit einem Schnitt von über 28 Kilometern pro Stunde. Trotz der Härte überwog die Freude am gemeinsamen Erleben.
Ein Marathon der besonderen Art
Der abschließende Lauf war kein gewöhnlicher Marathon. Über 700 Höhenmeter, Wald- und Trailpassagen sowie mehr als 500 Treppenstufen führten die Abenteurer bis zum Kasseler Wahrzeichen, dem Herkules. Spektakuläre Ausblicke über die Stadt machten die Strapazen erträglich, doch spätestens beim Aufstieg über die endlosen Treppen waren alle gefordert. Am Ende beendeten drei Teilnehmer die komplette Langdistanz, über 20 weitere liefen den Marathon ins Ziel – für viele der erste überhaupt.

Gemeinschaft im Mittelpunkt
Was diesen Tag besonders machte, war nicht die Zeitnahme, sondern die Gemeinschaft. Zuschauer, die spontan an der Strecke Verpflegung reichten; Athleten, die einander motivierten und das Feiern jedes einzelnen Finishers schufen eine Atmosphäre, die man bei offiziellen Rennen selten erlebt. „Es war ein richtig geiler Tag – ein Traum von einer Strecke und einfach ein super Erlebnis“, bilanzierte Jonas Deichmann im Ziel.
Weitere Abenteuer geplant
Die „Langdistanz mit Freunden“ ist Teil einer ganzen Serie. Schon im September folgt die „Puschels Edition“, bevor Anfang Oktober ein weiteres Highlight ansteht: die Nacht-Version am Bodensee. Geschwommen wird bei Sonnenuntergang, Rad gefahren durch die Nacht und gelaufen beim ersten Licht des Tages. Ein Abenteuer für alle, die Triathlon noch einmal anders erleben wollen.


















