NEU! triathlon-News Ausgabe vom 14. Oktober, 12:01 Uhr · 1:03 Min · Kurzfassung

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Spektakuläres WM-Rennen in Hamburg: Australien holt Mixed-Relay-Titel, Deutschland wird Dritter

Australien ist zum zweiten Mal Weltmeister im Mixed Relay. Das Team von Down Under gewann das spektakuläre WM-Rennen in Hamburg vor Frankreich und Titelverteidiger Deutschland.

Frank Wechsel / spomedis Australiens Mixed-Quartett ist neuer Weltmeister.

Hochspannung in Hamburg: In einem abwechslungsreichen Staffelrennen mit vielen Führungswechseln hat sich Australien den WM-Titel im Mixed Relay gesichert. Matthew Hauser brachte den zweiten australischen Sieg nach 2017 auf der Schlussrunde mit dem stärksten Endspurt unter Dach und Fach. Zuvor brachten Sophie Linn, Luke William und Emma Jeffcoat den besten Läufer im Feld in eine perfekte Ausgangsposition. Nach jeweils 300 Metern Schwimmen, 7 Kilometern Radfahren und 1,75 Kilometern Laufen durch die Hamburger Innenstadt belegte das deutsche Quartett mit Lisa Tertsch, Lasse Nygaard Priester, Tanja Neubert und Henry Graf hinter Frankreich Platz drei.

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Nach zwei WM-Siegen 2023 und 2024 schaffte es das deutsche Team am Sonntag zum insgesamt siebten Mal aufs Podium im Mixed Realy. Mit Tertsch und Graf waren zwei Staffel-Weltmeister dieses Jahr erneut am Start. Aus der erfolgreichen Olympiamannschaft, die vor einem Jahr in Paris die Goldmedaille holte, war diesmal nur Lisa Tertsch mit von der Partie.

Das WM-Rennen aus Sicht der deutschen Athleten:

#1 Lisa Tertsch
Die Team-Olympiasiegerin bringt das deutsche Team mit einer starken Einzelleistung auf Kurs. Von Beginn an ist Tertsch vorn zu finden. Erst beim Laufen verliert sie einige Meter auf die Belgierin Jolien Vermeylen und Einzelsiegerin Leonie Periault aus Frankreich. Mit fünf Sekunden Rückstand übergibt Tertsch auf dem Rathausmarkt an dritter Position.

#2 Lasse Nygaard Priester
Priester schwimmt den kleinen Rückstand sofort zu. Am Ende der 300 Meter bildet sich eine sechsköpfige Spitzengruppe mit Deutschland, Frankreich, USA, Großbritannien, Belgien und Ungarn. Bis zu 14 Sekunden beträgt der Vorsprung, doch angeführt vom schnellen Portugiesen Vasco Vilaca kommen die Verfolger auf der zweiten Radrunde wieder ran. Beim Laufen zieht sich das Feld erneut auseinander und ganz vorn können sich Priester und Vilaca etwa fünf Sekunden absetzen. Im Endspurt hat der Deutsche sogar die Nase vorn und übergibt als Erster an Tanja Neubert.

Nils Flieshardt / spomedis WM-Bronze: Henry Graf liegt als Dritter erschöpft im Ziel.

#3 Tanja Neubert
Im Wasser kann die Portugiesin Magdalena Amaral Almeida Neuberts Tempo nicht mitgehen. Stattdessen schwimmt die Britin Olivia Mathias an die Deutsche erst heran und dann vorbei. Emma Jeffcoat aus Australien gesellt sich dazu und zu dritt geht es auf die erste Radrunde. Der Vorsprung ist jedoch nicht groß, und bis zum zweiten Wechsel sind elf Teams wieder zusammen, unter ihnen alle Favoriten. Stark ist die Französin Cassandre Beaugrand. Die Olympiasiegerin von Paris macht auf den 1,75 Kilometern mehrere Plätze gut und übergibt mit sieben Sekunden Vorsprung als Führende an ihren Teamkollegen. Neubert ist voll dabei und liegt als Dritte nur acht Sekunden zurück.

#4 Henry Graf
Als starker Schwimmer macht Graf den Rückstand im Wasser wett und sprintet als Erster die Stufen von der Kleinen Alster hoch in die Wechselzone auf dem Rathausmarkt. Auf dem Rad bildet sich schnell eine Fünfergruppe inklusive des gestrigen Siegers Matthew Hauser. Der laufstarke Australier macht natürlich keine Anstalten, auf dem Rad etwas zu riskieren. Zudem sind Großbritannien, Frankreich, Schweiz und Deutschland vorn dabei, wobei Graf auf der zweiten Runde immer wieder einige Meter zurückfällt. Es sieht aus, als fehle dem DTU-Athleten nach seinem Sturz im Einzel in den Kurven etwas der Mut, doch später wird er sagen, er hätte zu wenig Luft im Reifen gehabt. Dass er noch Körner hat, zeigt Graf beim Laufen, wo er den Briten Bentley und den Schweizer Westermann stehenlässt und sich Stück für Stück an die enteilten Hauser und Dorian Coninx (Frankreich) heranarbeitet. Doch gerade als er auf dem Jungfernstieg das Führungsduo erreicht, setzt Hauser zum alles entscheidenden Zielsprint an.

WM 2025 | Mixed Relay

13. Juli 2025 | Hamburg, Deutschland
4 x (300 m Swim, 7 km Bike, 1,75 km Run)
PlatzLandZeit
1Australien1:16:52
2Frankreich1:16:55
3Deutschland1:16:59
4Großbritannien1:17:15
5Schweiz1:17:21
6Ungarn1:17:25
6Kanada1:17:51
8USA1:17:52
9Neuseeland1:18:02
10Spanien 1:18:11
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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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