Sie speichern Energie, formen Bewegungen und entscheiden mit darüber, ob wir schmerzfrei trainieren können: Faszien sind der unterschätzte Schlüssel zur Ausdauerleistung. Ein Blick auf ein Gewebe, das weit mehr kann, als es auf den ersten Blick vermuten lässt.
Roll Recovery
Wer im Triathlon an Leistungsfähigkeit denkt, landet fast automatisch bei Muskelfasern, Herzfrequenzdaten, Laktatwerten oder Wattangaben. Seit Jahren arbeiten wir mit diesen Kenngrößen, um Fortschritt messbar zu machen und Trainingszonen zu definieren. Doch unter dieser bekannten Oberfläche existiert ein System, das lange übersehen wurde. Ein Gewebe, das alles miteinander verbindet, das Kräfte bündelt und Bewegungen lenkt, aber kaum Beachtung findet: die Faszien. Dieses elastische, feine, nur auf den ersten Blick unscheinbare Netzwerk ist weit mehr als die „Verpackung“ unserer Muskeln. Es ist ein hochaktives Organ, das biomechanisch, sensorisch und energetisch eine Schlüsselrolle spielt. Und gerade im Ausdauersport ist seine Bedeutung größer, als die meisten Athletinnen und Athleten bislang erahnen.
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Faszien bestehen aus kollagenen und elastischen Fasern, eingebettet in eine wasserreiche Grundsubstanz. Sie durchziehen den Körper wie ein dreidimensionales Spinnennetz und verbinden Strukturen, die bisher isoliert betrachtet wurden. Lange galt das Bindegewebe als passives Element, doch moderne Forschung rückt dieses Verständnis zurecht. Faszien übertragen Kräfte, speichern Energie und steuern die feine Abstimmung unserer Bewegungen. Ein Läufer, der ökonomisch auf dem Mittelfuß abrollt, nutzt nicht nur muskuläre Aktivität, sondern auch die passive Rückstellkraft eines gespannten faszialen Systems. Studien deuten darauf hin, dass bis zu 40 Prozent der beim Laufen übertragenen Energie aus dieser elastischen Dynamik stammen. Ein Effekt, der dem Funktionsprinzip moderner Carbon-Laufschuhe erstaunlich ähnelt, nur dass er im menschlichen Körper bereits angelegt ist.
Die neue Sicht auf ein altes Gewebe
Robert Schleip, Humanbiologe und Diplom-Psychologe, spricht von der Faszie als „elastischem Energiespeicher“, der durch rhythmische Belastungen effizienter wird. Prof. Dr. Helene Langevin der Universität Vermont wies nach, wie feine Verklebungen oder Verdichtungen innerhalb des Gewebes mechanische Spannungen erhöhen und Bewegungsabläufe verändern können. Wenn Faszienschichten nicht mehr reibungsfrei gegeneinander gleiten, entsteht ein erhöhter Zug auf Muskeln, Sehnen und Gelenke und damit genau jene Überlastungsproblematiken, die Triathleten nur allzu gut kennen. Das
Robert Schleip, Humanbiologe und Diplom-Psychologe, spricht von der Faszie als „elastischem Energiespeicher“, der durch rhythmische Belastungen effizienter wird. Prof. Dr. Helene Langevin der Universität Vermont wies nach, wie feine Verklebungen oder Verdichtungen innerhalb des Gewebes mechanische Spannungen erhöhen und Bewegungsabläufe verändern können. Wenn Faszienschichten nicht mehr reibungsfrei gegeneinander gleiten, entsteht ein erhöhter Zug auf Muskeln, Sehnen und Gelenke und damit genau jene Überlastungsproblematiken, die Triathleten nur allzu gut kennen. Das
Robert Schleip, Humanbiologe und Diplom-Psychologe, spricht von der Faszie als „elastischem Energiespeicher“, der durch rhythmische Belastungen effizienter wird. Prof. Dr. Helene Langevin der Universität Vermont wies nach, wie feine Verklebungen oder Verdichtungen innerhalb des Gewebes mechanische Spannungen erhöhen und Bewegungsabläufe verändern können. Wenn Faszienschichten nicht mehr reibungsfrei gegeneinander gleiten, entsteht ein erhöhter Zug auf Muskeln, Sehnen und Gelenke und damit genau jene Überlastungsproblematiken, die Triathleten nur allzu gut kennen. Das
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Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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