Sam Laidlow ist der schnellste Langdistanzler der Welt und hält den Radstreckenrekord in Kona. Klar, dass der Ironman-Weltmeister von 2023 für die diesjährigen Titelkämpfe auf Hawaii eine ganz besondere Maschine an den Start bringt.
Der Kona-Radstreckenrekord liegt bei 3:57:22 Stunden. Aufgestellt von Sam Laidlow im Oktober 2024. In diesem Jahr will er die Konkurrenz erneut auf dem Rad unter Druck setzen, und dafür hat er sein neues Canyon „Speedmax“ mächtig aufgerüstet. Laut eigener Aussage braucht er für das gleiche Tempo, das er 2024 bei seiner Rekordfahrt an den Tag gelegt hat, nun rund 20 bis 30 Watt weniger.
Das Cockpit ist (bis auf die Sonderfarbe gegen Aufhitzung) das neue Canyon-Cockpit in 215er-Breite. Allerdings hat Sam Laidlow eine auf seine Sitzposition mit besonders tiefem Kinn angepasste „Flasche“ aus dem Drucker bekommen.
Das modulare Trinksystem wurde mit dem gleichen Kühlmaterial umhüllt, das auch in den Armschalen zum Einsatz kommt. Bringt man es mit Wasser in Kontakt, kühlt es die auf- und anliegende Haut der Unterarme erheblich.
Der Halter für die Standardflaschen ist das normale Canyon-Modell, doch auch hier wurde hitzeoptimiert. Die Folie kommt aus dem Motorsport und soll vor der massiven Sonneneinstrahlung schützen, damit der Inhalt der angereichten Flaschen länger kühl bleibt.
Am Heck setzt Laidlow auf die „Splitter Plate Pro“ mit Horizontal Adapter. Die beiden Flaschen werden von Xlab „Gorilla Cages“ gehalten und zusätzlich mit dem serienmäßigen Gummi gesichert.
Extreme Sitzgelegenheit: der Prologo „Predator 01 TT“ wiegt nur 132 Gramm, kostet aber auch mehr als 1.000 Euro. Am Laidlow-Speedmax ist er mit deutlicher Neigung montiert.
Dies ist kein Kettenblatt, es ist ein Versprechen auf Geschwindigkeit. 64 Zähne sorgen für Speed …
… wenn die 160er-Kurbel schnell genug gedreht wird. Der Aero-Arm des Overfast-Modells ist so kurz, dass man die Wattmesspedale von Favero fast schon am Kettenblatt hätte befestigen können.
Um auch die guten Meilen, die bergauf führen, bewältigen zu können, dreht sich hinten eine 11–34-Kassette. Der Käfig für das Shimano „Dura-Ace“-Schaltwerk mit Keramiklagern kommt von Ceramicspeed.
Da auf Hawaii Disc-Verbot herrscht, kommt ein kompletter 85-Millimeter-Satz „Hadron3“ von Swissside zum Einsatz. Bestückt mit Pirello „P Zero“. Der Clou: Beide Laufräder wurden mit einem „Wheel Balancing System“ ausgewuchtet, um geschmeidigen Lauf ohne Ruckeln zu erreichen. Marginal Gains vom Feinsten.
Ohne Funktion aber mit Botschaft: die goldene Schraube am Heck. Diese bekommen nämlich nur Canyon-Athleten, die einen WM-Titel vorweisen können.